Historie

1971

1971 – Gründung der AKDB in München

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Am 2. April 1971 beschließen der bayerische Landkreis-, Städte-, und Gemeindetag die Gründung einer "Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern". Bei einem Festakt im Münchner Rathaus wird schon kurze Zeit später, am 12. Mai 1971, per Gründungsversammlung die AKDB ins Leben gerufen.

Die kommunalen Spitzenverbände als Träger der AKDB einigen sich darauf, dass die Anstalt des öffentlichen Rechts ihren Hauptsitz in München haben soll. Dort nimmt die AKDB am 1. Oktober 1971 ihre Arbeit auf.

Der Auftrag

Die AKDB hat einen klaren Auftrag der bayerischen kommunalen Spitzenverbände: Unterstützung der Kommunen in allen Bereichen der IT. Die AKDB ist Know-how-Zentrum für Beratung, Betreuung, Verkauf und Schulung – für eine schnelle und bürgernahe Verwaltung. 

1973-1981 – Die AKDB-Geschäftsstellen gehen an den Start

Schon bei Gründung der AKDB war klar: In allen sieben Regierungsbezirken Bayerns sollen Außenstellen entstehen, um immer möglichst nah bei den Kommunen zu sein. Schritt für Schritt entstehen ab 1973 sieben "Kommunale Datenzentralen (KDZ)". Damit bleibt der Service direkt und der Dialog regional.

1985 – Einstieg in die PC-Welt

Wirtschaftlichere und benutzerfreundlichere Personal Computer verdrängen herstellerspezifische Systeme.

1990 – Neuentwicklung der Kernverfahren mit UNIX als Betriebssystem und Uniface 4GL

1990 kommt es zu einer strategisch und finanziell bedeutenden Entscheidung: Nahezu alle kommunalen Fachverfahren, die seit Jahren erfolgreich auf herstellerspezifischen Systemen ablauffähig sind, werden für offene Systemumgebungen, also UNIX-Systeme und UNIX-Derivate sowie PC-Netzwerke, neu konzipiert und entwickelt. Technologische Basis ist "UNIFACE" eine Programmiersprache der sogenannten 4. Generation (4GL). Anwender können AKDB-Fachverfahren jetzt herstellerunabhängig auf den wesentlich kostengünstigeren Unix Systemen einsetzen. Mit einem Entwicklungsaufwand von 100 Millionen DM, verteilt über mehrere Geschäftsjahre, war dies die bis dahin größte Investitionsentscheidung, die in der AKDB-Geschichte getroffen wurde.

1994 – Mit Gründung der DVKS GmbH engagiert sich die AKDB in den neuen Bundesländern

In Sachsen wird zum Jahresbeginn 1994 die erste hundertprozentige Tochtergesellschaft der AKDB gegründet. Die DVKS GmbH leistet von Freiberg aus Kundenservice für ganz Deutschland und unterstützt bei Produkt- und Projekteinführungen. Auch Entwickler sind an diesem Standort tätig.

Im Zuge von Umstrukturierungen wurden die Mitarbeiter der DKVS 2015 in die Organisation der AKDB eingegliedert, 2017 schließlich erfolgte die Liquidation.

Die Rechenzentrumsaufgaben werden von München nach Bayreuth verlagert und künftig ausschließlich von dort aus wahrgenommen.

1996 – Zertifizierung nach ISO 9001

1996 wird der Entwicklungsbereich der AKDB erstmals bezüglich seines Qualitätsmanagements nach ISO 9001 zertifiziert.

1997 – Gründung des Systemhauses LivingData GmbH

Um ihren Kunden maßgeschneiderte Hard- und Softwarelösungen anzubieten, ruft die AKDB 1997 ein System- und Softwarehaus ins Leben: die hunderprozentige Tochter LivingData GmbH.

1999 – Gründung der Vertriebsgesellschaft kommIT GmbH

Auch außerhalb Bayerns wird ein großes Potenzial für kommunale Softwarelösungen und Dienstleistungsprodukte der AKDB sichtbar. Hohe technische, inhaltliche und gesetzliche Anforderungen an die Entwicklung von Software für die Belange von Kommunalverwaltungen und damit verbundene Kostensteigerungen führen Mitte der 1990er Jahre zu einer Entwicklungskooperation der AKDB mit der Datenzentrale Schleswig-Holstein (DZ-SH), dem Vorläufer der Dataport. 1999 wird die kommIT Gesellschaft für Informationstechnik mbH ins Leben gerufen. Der Auftrag: vom Standort Köln aus den bundesweiten, außerbayerischen Kommunalmarkt mit den gemeinsam entwickelten Softwareprodukten zu bedienen.

1999 – die TERA Kommunalsoftware GmbH wird Teil der AKDB-Gruppe

 

Aus der Entwicklungsgesellschaft für Applikationen "rund um das Grundstück" wird Ende 1999 die TERA GmbH, eine 100-prozentige Tochter der AKDB. Diese Gründung war das Ergebnis stetig steigender Anforderungen, der wachsenden Anzahl und Komplexität der Produkte für ein TEchnisches RAthaus sowie die Querverbindungen zu Verfahren der AKDB und deren Partnern. Die TERA Software GmbH, die seit 2004 ihren Sitz in der Geschäftsstelle der AKDB in Würzburg hat, baut ihre erfolgreiche Produktpalette ständig aus.

1999-2002 – IT-Großereignisse: Jahrtausendwechsel und Euro-Einführung

Die IT-Großereignisse "Jahrtausendwechsel" und "Euro-Einführung" binden im Zeitraum 1997 bis 2002 einen erheblichen Anteil der Kräfte für die Entwicklung von Software. Das führt zur Bereinigung des Hard- und Softwarebestandes bei den Kommunen sowie im gesamten AKDB-Verbund. So stellen 1999 rund 800 Verwaltungen auf neue Systeme und Verfahren um. Netzwerkfähige Systeme, einschließlich Standardsoftware und Fachverfahren, stellen die weithin übliche Infrastruktur in den bayerischen und deutschen Kommunen dar.

2003 – ZEMA: Melderegisterauskunft für Wirtschaft und Bürger

Seit August 2003 stellt die AKDB mit ZEMA (Zentrale einfache Melderegisterauskunft) ein einheitliches bayernweites Internetportal zur Verfügung. Es bietet die Möglichkeit, einfache Melderegisterauskünfte aus dem zentralen Einwohnerteildatenbestand im Service-Rechenzentrum der AKDB einzuholen.

2005 – Gründung der VITAKO: Bundesverband öffentlich-rechtlicher kommunaler IT-Dienstleister

Am 2. Dezember 2005 wird in München nach fast zweijähriger Vorbereitungszeit die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister "VITAKO" gegründet. 30 Unternehmen, darunter die AKDB, gehören zu den Gründungsmitgliedern.

Ziel des Verbandes ist es, die Arbeit der Verwaltungen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik wesentlich preiswerter und wirkungsvoller zu gestalten. Der Verband versteht sich als Netzwerk von IT-Dienstleistern, die gegenüber IT-Wirtschaft sowie Bund und Ländern gemeinsame Interessen vertreten. Außerdem bietet der Verband eine Plattform für stetigen gegenseitigen Austausch von Erfahrungen, Kompetenzen und Strategien.

VITAKO-Gründung am 2. Dezember 2005 in München
 

2007 – BayBIS: das Bayerische Behördeninformationssystem wird in Betrieb genommen

Das Bayerische Behördeninformationssystem "BayBIS" wird im AKDB-Rechenzentrum in Betrieb genommen. Staatliche und kommunale Verwaltungen haben nun Online-Zugriff auf die bayerischen Einwohnermeldedaten. 

Unterzeichnung des Vertrages mit dem Freistaat Bayern zu Errichtung, Betrieb, Nutzung und Finanzierung des zentralen bayerischen Einwohnerregisters im Juni 2007 im bayerischen Innenministerium; von rechts sitzend: Ministerialdirektor Günther Schuster, Vors

Unterzeichnung des Vertrages mit dem Freistaat Bayern zu Errichtung, Betrieb, Nutzung und Finanzierung des zentralen bayerischen Einwohnerregisters im Juni 2007 im bayerischen Innenministerium. Im Bild, von rechts sitzend: Ministerialdirektor Günther Schuster und AKDB-Vorstandsvorsitzender Alfred Trageser. Stehend von rechts: Ministerialrat Michael Schwald sowie die Direktoren der AKDB, Alexander Schroth und Rudolf Schleyer.

2010 – Gründung der Innovationsstiftung Bayerische Kommune

Mit der Innovationsstiftung Bayerische Kommune treiben die kommunalen bayerischen Spitzenverbände und die AKDB innovative IT-Projekte und Forschungsvorhaben im Bereich der kommunalen Informationstechnologie voran.

2013 – BSI-Zertifizierung

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert 2013 erstmals die IT-Infrastruktur der AKDB für das Outsourcing-Rechenzentrum nach ISO 27001 auf der Basis von IT-Grundschutz. Es folgen zahlreiche Re-Zertifizierungen.

2013 – Errichtung Elektronischer Personenstandsregister

Im Auftrag des Freistaates Bayern betreibt die AKDB für alle Standesämter in Bayern die elektronischen Personenstandsregister. Darin werden elektronische Beurkundungen von Geburten, Eheschließungen, Lebenspartnerschaften und Sterbefällen gespeichert. Die Rechtsgrundlage für die Umstellung auf elektronische Register war 2006 durch das Personenstandsrechtsreformgesetz geschaffen worden.

2014 – Die neuentwickelte Produktgeneration SYNERGO® geht an den Start

Die neue Verfahrensgeneration SYNERGO® wird eingeführt und bietet den Kunden grundlegend modernisierte, benutzerorientierte und vorgangsoptimierte Rechenzentrumsverfahren.

Mit SYNERGO® wird jeder Anwender optimal unterstützt: Administratoren profitieren von einheitlichen Systemen und Werkzeugen, Sachbearbeiter und Führungskräfte ziehen Nutzen aus integrierten, prozessorientierten Oberflächen und Bürger schließlich nutzen einfache browser- bzw. appbasierte Anwendungen.

Inzwischen nutzen immer mehr Kommunen SYNERGO®-Verfahren. Neben OK.VERKEHR, OK.GEWERBE und dem in SYNERGO®-Technologie weiterentwickelten Einwohnermeldewesen OK.EWO, gehören auch OK.JUS, die neue Software für Jugend und Soziales, sowie die E-Government-Lösungen Bürgerservice-Portal und Bürgerservice-App zur SYNERGO®-Produktfamilie. Die Lösungen sind jeweils mit der Gebührenverwaltungssoftware OK.CASH nahtlos verzahnt.

2015 – Vorstellung des integrativen Bürgerbüro-Arbeitsplatzes

Auf der Kommunale 2015 präsentiert die AKDB eine neue Generation integrativer Bürgerbüro-Arbeitsplätze, die auf SYNERGO® basiert und eine Vorgangsbearbeitung unkompliziert und kommunikativ macht. Prozessorientierte Oberflächen unterstützen dabei, auch fachlich komplexe Bürgeranliegen einfach und schnell in nur einer Arbeitsumgebung zu erledigen.

2015 – Das BayernPortal geht online

Montgelas 3.0 und Bayern-ID: Mit dem AKDB-Bürgerkonto bietet der Freistaat allen bayerischen Bürgern die Möglichkeit, ein digitales Nutzerkonto für Verwaltungsangelegenheiten anzulegen. Das bayerische E-Government macht damit einen großen Schritt nach vorne.

2016 – Beihilfe-Service Gesellschaft wird Teil des AKDB-Unternehmensverbundes

Um bayerischen Kommunen nach dem Auslaufen der vom Bund bereit gestellten Software "ABBA" eine Nachfolgelösung für die Beihilfeabrechnung ihrer Beamten anbieten zu können, betreibt die AKDB seit dem zweiten Halbjahr 2016 das Beihilfeabrechnungssystem "ZABAS BeiPro" der Beihilfe-Service Gesellschaft in ihrem Rechenzentrum. So können Kommunen Abrechnung und Festsetzung als Software-as-a-Service selbst oder als Komplettlösung inklusive Beihilfeabrechnung von der Beihilfe-Service Gesellschaft durchführen lassen.

Nicht zuletzt um die Interessen bayerischer Kommunen angemessen zu vertreten, ist die AKDB seit 2016 Gesellschafter der Beihilfe-Service Gesellschaft. Damit kann die AKDB sowohl die Interessen kommunaler Kunden unmittelbar als Mitgesellschafter vertreten, als auch eine dauerhafte Verfügbarkeit der Softwarelösung garantieren.

2016 – Vorstellung und Einführung von digitalen Servicekonten

Ein Meilenstein im eGovernment: die einfache und sichere Authentifizierung und Nutzung von digitalen Servicekonten im Rahmen von Verwaltungsdienstleistungen. Für Bürger – und als sogenanntes "Unternehmenskonto" auch für die Wirtschaft. In Verbindung mit der eID-Funktion des Personalausweises kann ein Nutzerkonto im Bürgerservice-Portal angelegt werden, es entsteht eine digitale Identität. Ein Prozess wie die Wohnungsgeber-Bestätigung oder ein E-Government-Projekt wie i-Kfz lassen sich natürlich auch nutzen in Verbindung mit dem Unternehmenskonto.

2017 – alle Kunden des zentralen Finanzwesens sind vollständig in das moderne OK.FIS migriert

Die letzten der rund 500 zentralen Kunden des Finanzwesens wurden in das moderne Finanzwesen zentral Dialog überführt. Nach über 40 Jahren Betriebszeit geht das zentrale Finanzverfahren der AKDB in den Ruhestand. Damit endet die Ära des auf Großrechnertechnologie basierenden Angebots für kommunale Finanzverwaltungen. 

2017 – Erfolgreicher SYNERGO®-Rollout: Die neue AKDB-Produktgeneration bereits über 2.000 Mal im Einsatz

Immer mehr Kommunen nutzen AKDB-Fachverfahren der neuen SYNERGO®-Produktfamilie. In ganz Deutschland ist SYNERGO® bereits mehr als 2.000 Mal im Einsatz. Allein mit dem neuen Fachverfahren OK.VERKEHR werden bundesweit etwa 2,2 Millionen Kraftfahrzeuge verwaltet. Rund 900 Kommunen nutzen das inzwischen mit SYNERGO®-Technologie weiterentwickelte Einwohnermeldewesen OK.EWO, und OK.GEWERBE ist bei 100 Gewerbeämtern und Erlaubnisbehörden im Einsatz.

2018 – Gründung der GKDS

Mit dem Ziel, Kommunen bei der Datenschutz-Grundverordnung zu unterstützen, gründet die AKDB im März die GKDS, die Gesellschaft für kommunalen Datenschutz mbH. Die GKDS bietet unter anderem Schulungen, Fachvorträge und Webinare an, die auf den kommunalen Alltag zugeschnitten sind. Sie berät außerdem kommunale Datenschutzbeauftragte bei der Einführung von Datenschutzmanagement-Prozessen und stellt Verwaltungen bei Bedarf auch externe Datenschutzbeauftragte zur Verfügung. Ferner unterstützt die GKDS bei der Einführung eines neuen webbasierten Datenschutzmanagement-Tools.

2018