Im Juli 2026 startete die AKDB die Pilotierung ihres KI-Assistenten KAI. 17 Kommunen haben die Anwendung seitdem im Verwaltungsalltag getestet und die Weiterentwicklung aktiv mitgestaltet. Nun wird KAI, der KI-Chat für die öffentliche Verwaltung, für weitere interessierte Kommunen verfügbar. Doch warum braucht die öffentliche Verwaltung überhaupt einen eigenen KI-Assistenten?
In den kommenden Jahren werden viele erfahrene Beschäftigte aus Rathäusern und Landratsämtern ausscheiden. Bereits heute sind mehr als 1,4 Millionen der rund 5,38 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst 55 Jahre oder älter.
Mit ihnen geht häufig Wissen verloren, das über Jahre gewachsen ist. Es steckt in Akten, Dienstanweisungen, Satzungen und persönlichen Notizen. Wer neue Aufgaben übernimmt, muss sich dieses Wissen oft erst mühsam erschließen.
KAI entsteht gemeinsam mit Kommunen
Seit dem Start der Pilotierung erproben 17 Kommunen neue Funktionen im Arbeitsalltag, bewerten Anwendungsfälle und geben kontinuierlich Rückmeldungen. So entsteht eine Lösung, die sich an den Anforderungen der kommunalen Praxis orientiert. Die Kommunen gestalten die Entwicklung aktiv mit und geben wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von KAI.
Wobei KAI heute untersützt
- Satzungen, Richtlinien und Dokumente schneller erschließen
- Informationen gezielt auffinden
- Schreiben und Stellungnahmen vorbereiten
- Verwaltungswissen leichter zugänglich machen
- Fremdsprachige Dokumente übersetzen
Für Verwaltungen zählt nicht nur die Qualität der Antworten. Ebenso wichtig sind Nachvollziehbarkeit, Datenschutz und die Hoheit über die eigenen Daten.
Deshalb wird KAI vollständig auf Infrastruktur in Deutschland betrieben. Jede Kommune erhält eine eigene Umgebung. Eingaben werden nicht für das Training von Modellen verwendet. Quellenangaben sorgen für Transparenz, Verfahren zur Pseudonymisierung schützen sensible Informationen. Dieses Verständnis für Datenschutz, Datenhoheit und Verwaltungsprozesse beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung der AKDB im kommunalen Umfeld.
Wichtig: Entscheidungen treffen weiterhin die Mitarbeitenden der Verwaltung.
Teil der KAI-Community werden
Mit dem Abschluss der Pilotphase wird KAI schrittweise weiteren Kommunen zur Verfügung gestellt. Geplant ist außerdem die Integration in die AKDB-Fachverfahren. Unterstützung soll künftig genau dort bereitstehen, wo Mitarbeitende täglich arbeiten. Dabei müssen interessierte Kommunen diesen Weg nicht allein gehen. Die AKDB begleitet sie von der ersten Frage bis zur täglichen Nutzung im Arbeitsalltag.
Lernen Sie KAI live kennen. Im Webinar zeigen wir die wichtigsten Funktionen, reale Einsatzmöglichkeiten sowie technische und datenschutzrechtliche Grundlagen. Nutzen Sie die Gelegenheit für Fragen und den direkten Austausch mit unseren Experten.
