Fünf digitale Bürgerservices umfasst die Nationale Digitaloffensive: Ziel ist die flächendeckende Bereitstellung dieser Online-Dienste in allen bayerischen Kommunen und die Schaffung einer Blaupause für einen bundesweiten digitalen Servicestaat.
Mit der Digitaloffensive Flächendeckung in Bayern treibt die AKDB als Landes- Generalunternehmerin gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales (StMD), der BayKommun AöR, der govdigital als Bundes-Generalunternehmerin, dem Bund (über das BMDS) sowie weiteren Partnern die flächendeckende Bereitstellung zentraler digitaler Verwaltungsleistungen im Freistaat Bayern voran.
Bayern skaliert digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche
Ziel der Initiative ist es, digitale Bürgerservices bayernweit verfügbar zu machen und gleichzeitig eine skalierbare Grundlage für einen bundesweit übertragbaren digitalen Servicestaat zu schaffen. In diesem Kontext übernimmt die AKDB die Rolle der Generalunternehmerin im Land und verantwortet insbesondere die technische Integration, den Roll-out in die Fläche sowie die Unterstützung der Kommunen vor Ort. Insgesamt 1.120 Roll-outs müssen bis zur Erreichung der Flächendeckung in Bayern umgesetzt werden.
Insgesamt zielt die Nationale Digitaloffensive darauf ab, die Bereitstellung digitaler Verwaltungsleistungen stärker zu standardisieren, den Roll-out effizienter zu gestalten und zugleich Skaleneffekte zu nutzen. Dies führt zu einer stärkeren Ressourcenbündelung bei den Leistungen sowie zu einheitlicheren Prozessen innerhalb des Freistaats Bayern und der AKDB, insbesondere in den Bereichen Preisgestaltung, Roll-out-Steuerung und Vermarktung.
Fokus: Zentrale Online-Dienste
Im Fokus der aktuellen Umsetzungsphase steht die flächendeckende Bereitstellung zentraler Online-Dienste. Dazu zählen insbesondere die elektronische Wohnsitzanmeldung, der Führerscheinantrag, aufenthaltsrechtliche Verfahren, die elektronische Waffenbesitzkarte sowie ausgewählte Bauleistungen wie Bauvorbescheide und Baugenehmigungen. Im Bereich aufenthaltsrechtlicher Verfahren 19 sind innerhalb Bayerns bereits sieben von zehn Kommunen angebunden. Diese Leistungen sollen sukzessive in allen bayerischen Kommunen etabliert werden.
Erster Schritt: Roll-in der Elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA)
Mit der Elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA) können Bürgerinnen und Bürger ihren Wohnsitzwechsel vollständig online abwickeln. Die digitale Lösung reduziert persönliche Vorsprachen, entlastet die Meldebehörden und verkürzt Bearbeitungszeiten.
Im Rahmen der Digitaloffensive Bayern wird die Nutzung des EfA-Online-Dienstes eWA für bayerische Kommunen gefördert: Die Inanspruchnahme des Dienstes ist kostenfrei für die Kommunen. Wenn bis 30.09.2026 eine Bestellung über den DigitalMarkt der BayKommun AöR erfolgt, fallen für 2026 zudem keine Schnittstellenkosten bei den Kommunen an. In den ersten zwei Monaten wurden bereits 132 von 1062 Verwaltungsträgern angebunden.
Was bedeutet das für Ihre Kommune?
Ein zentrales Element der aktuellen Umsetzungsphase des eWA-Dienstes ist der Roll-in-Ansatz, der die flächendeckende Einführung nachnutzbarer Online-Dienste vorantreiben soll. Gemeinsam mit dem Bund werden dafür Roll-in-Teams in die Kommunen entsandt, die den Einführungsprozess gezielt begleiten und unterstützen. Insbesondere kleinere Gemeinden mit begrenzten personellen Ressourcen profitieren von diesem strukturierten Unterstützungsangebot.
Bayern kann dabei auf bereits vorhandenen Strukturen aufbauen: Schon heute stehen landesweit mehr als 1.600 Online-Dienste zur Verfügung. Mit dem Roll-in werden diese Angebote weiter skaliert und den Kommunen noch einfacher zugänglich gemacht. Kunden der AKDB, die von der Förderung im Rahmen der Nationalen Digitaloffensive in Bayern profitieren können, werden direkt von uns kontaktiert. Im Falle der Elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA) ist dies bereits erfolgt.
