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eREPORT 3/2026

Editorial

06.10.20263 Minuten
IT/Digitalisierung

Liebe Leserin, lieber Leser, 

die Digitalisierung der Verwaltung ist längst kein Zukunftsprojekt mehr: sie entscheidet heute darüber, wie handlungsfähig Kommunen morgen sein werden. Künstliche Intelligenz, Cloud-Technologien und steigende Anforderungen an Cybersicherheit verändern die kommunale IT-Landschaft grundlegend. Gleichzeitig wächst der Druck auf Verwaltungen: Fachkräftemangel, steigende Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger sowie immer komplexere Prozesse verlangen nach neuen Antworten. 

Im Interview erläutern Dr. Rolf Beyer, Chief Cloud Transformation Officer (CCTO), und Irina Treczoks, Projektleiterin Cloud-Transformation, warum der Weg in die Cloud die konsequente Fortsetzung unserer Strategie ist, wie die Migration bis 2028 umgesetzt wird und welche konkreten Vorteile Städte, Gemeinden und Landkreise daraus ziehen können: mehr Flexibilität, höhere Skalierbarkeit und zukunftsfähige digitale Infrastrukturen. 

Auch beim Thema Künstliche Intelligenz geht es längst nicht mehr um Zukunftsmusik. Gemeinsam mit 17 Pilotkommunen entwickelt die AKDB mit KAI einen KI-Assistenten, der direkt aus dem Verwaltungsalltag heraus entsteht. Wie KI schon heute konkrete Entlastung schaffen kann, zeigt auch iva, der Intelligente Verwaltungsassistent. Unterlagen werden automatisiert ausgelesen und aufbereitet, Prozesse beschleunigt und Mitarbeitende spürbar entlastet und das bei datenschutzkonformer Umsetzung und voller Entscheidungshoheit der Sachbearbeitenden. 

Dass Digitalisierung vor allem dann funktioniert, wenn Prozesse ganzheitlich gedacht werden, zeigt die Gemeinde Gräfelfing. Mit OK.KOMM baut sie Medienbrüche konsequent ab und schafft mehr Zeit für Bürgeranliegen. Gleichzeitig gewinnen digitale Signaturen und Siegel zunehmend an Bedeutung: nicht nur für effiziente Abläufe, sondern auch als wichtiger Baustein moderner Cyber-Security. 

Auch bundesweit nimmt die Verwaltungsdigitalisierung weiter Fahrt auf. Mit der nationalen Digitaloffensive werden Online- Dienste flächendeckend in den Kommunen ausgerollt und damit wichtige Grundlagen für einen digitalen Servicestaat geschaffen. Ein erster sichtbarer Schritt ist die elektronische Wohnsitzanmeldung eWA, die als EfA-Dienst nun schrittweise in bayerischen Kommunen eingeführt wird. 

Wie wichtig der gemeinsame Austausch dabei bleibt, zeigt das 7. Kommunalforum der AKDB am 29. Oktober 2026 auf dem Münchner Nockherberg. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen braucht es starke Partnerschaften, praxisnahe Lösungen und den offenen Dialog innerhalb der kommunalen Familie. Auch auf der Smart Country Convention im Oktober in Berlin wird die AKDB wieder konkrete Best-Practice-Beispiele und digitale Lösungen für die Verwaltung präsentieren. 

Die Herausforderungen sind groß. Aber ebenso groß sind die Möglichkeiten, Verwaltung einfacher, sicherer und leistungsfähiger zu machen. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre und viele neue Impulse für Ihre digitale Praxis. 

Ihre 

Barbara Schmatz 
Chief Sales Officer (CSO), Mitglied der Geschäftsleitung

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