Das Logo der AKDB AKDB Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern
NEWSROOM
eREPORT 3/2026

7,5 Millionen Konten

BundID auf Erfolgskurs

06.10.20264 Minuten
BürgerserviceE-Government

Die BundID entwickelt sich zur zentralen Zugangs- und Kommunikationsplattform der digitalen Verwaltung in Deutschland. Mit inzwischen 7,5 Millionen aktivierten Konten, über 2.100 Anbindungen und der bidirektionalen Kommunikation über das Zentrale Bürgerpostfach erreicht sie den nächsten Meilenstein. Und sie wird zum Weg in die neue EUDI-Wallet des Bundes.

Die BundID hat eine neue Erfolgsmarke geknackt: Rund 7,5 Millionen Konten sind inzwischen aktiviert. Lag die Zahl der monatlichen Log-ins im Februar 2024 noch bei rund 500.000, waren es im August 2026 bereits 3,2 Millionen. Das entspricht mehr als einer Versechsfachung innerhalb von zweieinhalb Jahren. Im letzten Quartal kamen im Durchschnitt rund 218.000 neue Konten pro Monat hinzu. Sollte sich diese Entwicklung so fortsetzen, könnte die BundID bereits 2027 die Marke von zehn Millionen Konten erreichen. 

Über 2.100 Anbindungen für die BundID 

Über 2.100 Dienste und Fachverfahren sind bereits produktiv an die BundID angebunden, rund ein Drittel davon EfA-Leistungen. Mit jeder zusätzlichen Anbindung steigt die Attraktivität der BundID für Bürgerinnen und Bürger. 

Bidirektionalität im Zentralen Bürgerpostfach 

Auch das Zentrale Bürgerpostfach (ZBP) wurde weiterentwickelt: Behörden und Nutzende können nun bidirektional digital kommunizieren. Damit wird aus der reinen Zustellung ein echter Kommunikationskanal. Aktuell werden monatlich rund 386.000 Nachrichten an Bürgerinnen und Bürger über die BundID versendet. 

d-you: Deutschland gibt der Wallet einen Namen 

Am 9. September 2026 hat das Bundesdigitalministerium der deutschen EUDI-Wallet einen Namen gegeben: d-you. Ab dem 2. Januar 2027 tragen Bürgerinnen und Bürger ihre digitalen Nachweise auf dem Smartphone. Die AKDB war als Launch- Partner in Berlin dabei und sorgt dafür, dass die Verwaltung zum Start angebunden ist: über die BundID. Die Nachweise selbst entstehen dort, wo Verwaltung den Menschen begegnet: in den Kommunen. 

Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger stellte am 9. September gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Jarzombek Name und Logo der deutschen EUDI-Wallet vor: d-you – aus „digital“, „Deutschland“ und dem „you“ der Nutzenden. Rund 40 Launch-Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung waren geladen, darunter die AKDB mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Rudolf Schleyer. 

Die BundID ist der Weg in die Wallet 

Die AKDB schafft die Voraussetzung zur Anbindung über die BundID. Durch die BundID erreicht man auf einen Schlag alle Dienste, die bereits an ihr hängen. Rund 7,5 Millionen Konten sind damit unmittelbar „d-you-ready“. 

Ausgestellt wird über das Zentrale Bürgerpostfach: Eine Behörde stellt den Nachweis ein, die BundID prüft ihn, und die Nutzenden übernehmen ihn von dort in ihre Wallet. Umgekehrt wird die Wallet zu einer weiteren Zugangsart der BundID: Wer d-you nutzt, kann sich damit künftig auch bei den angebundenen Onlinediensten anmelden. 

Den Anfang macht für die AKDB die digitale Meldebescheinigung, deren Pilotstart in d-you für Januar 2027 geplant ist. Perspektivisch können zahlreiche weitere kommunale Nachweise, vom Büchereiausweis bis zum Bewohnerparkausweis, digital in die Wallet integriert werden. Die Grundlage dafür existiert bereits heute in den kommunalen Fachverfahren. 

AKDB als Brücke zwischen Bund und Kommunen 

Die AKDB entwickelt die BundID im Auftrag des Bundes und stellt zugleich die Fachverfahren und Portale für Städte, Gemeinden und Landkreise bereit. So werden bundesweite Standards in die kommunale Praxis und kommunale Nachweise in die Wallet überführt. 

Die BayernID wird perspektivisch auf die BundID migriert. Die Onlinedienste und Fachverfahren der AKDB sind bereits heute mit beiden Nutzerkonten kompatibel und damit d-you-ready. 

Die BundID als Basiskomponente digitaler Verwaltung 

Die BundID entwickelt sich zunehmend zur zentralen Basiskomponente der digitalen Verwaltung. Sie dient nicht mehr nur als sicherer Zugang, sondern auch als Infrastruktur für die medienbruchfreie Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern sowie ab Januar 2027 als Brücke zur Wallet. Zur Unterstützung des wachsenden Nutzeraufkommens beantwortet seit 2025 zudem eine KI 40,5 Prozent von über 50.000 Supportanfragen automatisiert.

Mehr zum Thema BundID

War dieser Beitrag für Sie hilfreich?Sie haben diesen Beitrag als hilfreich markiert. Danke!
eREPORT 3/2026
nach oben