Ab sofort können Antragstellende in der Landeshauptstadt München den Bearbeitungsstatus ihres Antrags für einen elektronischen Aufenthaltstitel oder Reiseausweis unkompliziert online abrufen. Mit dem Online-Dienst lässt sich jederzeit ohne persönliche Vorsprache eigenständig prüfen, wie weit das Anliegen bei der Ausländerbehörde bereits bearbeitet wurde.
Online-Dienste wie die „Statusabfrage: Elektronischer Aufenthaltstitel und Reiseausweis“ tragen dazu bei, Bearbeitungs- und Wartezeiten zu vermeiden, und werten gleichzeitig das digitale Serviceangebot der Kommunen auf. In der Landeshauptstadt München ist dieser Dienst ab sofort mit der OK.VISA-Schnittstelle in der Ausländerbehörde produktiv im Einsatz. Das bedeutet: weniger Rückfragen an die Ausländerbehörde und eine praktische Informationsmöglichkeit für Antragstellende.
Erprobte Technik
Die Statusabfrage wird bereits seit Jahren erfolgreich bei zahlreichen Kommunen eingesetzt: Die Fachverfahrensanbindung an OK.EWO (Einwohnerwesen) ermöglicht die Online-Statusabfrage für Personalausweis, Reisepass und eID-Karte. Mit der Anbindung an OK.VISA (Ausländerwesen) ist der Bearbeitungsstand für elektronische Aufenthaltstitel und Reiseausweise abrufbar.
Technische Umsetzung und Qualitätsprüfung
Um die technische Anbindung zu realisieren, arbeiteten die Teams von OK.VISA und der Middleware OK.KOMM eng zusammen und klärten zahlreiche Detailfragen zur Schnittstelle und zur sicheren Datenübermittlung. Darüber hinaus wurde ein umfangreiches Cloud Security Assessment abgeschlossen. Eine abschließende Barrierefreiheitsprüfung stellte sicher, dass der Dienst auch für Menschen mit Einschränkungen zugänglich ist. Dabei wurde eine letzte Hürde identifiziert und erfolgreich beseitigt.
Entlastung für Sachbearbeitende
Der erfolgreiche Start des Online-Dienstes „Statusabfrage“ ist dem Zusammenspiel von Kundenservice, Entwicklung, Vertrieb und Produktmanagement innerhalb der AKDB zu verdanken. Martin Beier, verantwortlicher Produktmanager: „Mich freut besonders, dass wir trotz der Herausforderungen zeitnah live gehen konnten. Das gibt Rückenwind für weitere Online-Projekte.“ Dass die technische Umsetzung anspruchsvoll war, kann Viktoria Thor, die als Product Owner die Entwicklung betreute, bestätigen: „Besonders herausfordernd war die technische Anbindung des Online-Dienstes an das Fachverfahren OK.VISA, was einen starken Austausch mit den OK.VISA- und OK.KOMM-Kollegen erforderte.“
Konzentration auf Kernaufgaben
Das Ergebnis: Die Entlastung für Sachbearbeitende ist groß, denn der Online-Dienst bringt eine große Zeitersparnis für Ausländerbehörden mit sich. Bei der Online-Statusabfrage können Ausländerbehörden sogar die gesamte Bearbeitungszeit einsparen, da sich die Bürgerinnen und Bürger eigenständig über den Stand informieren können. So können sich Sachbearbeitende auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und müssen nicht mehr zusätzlich Anfragen vor Ort, telefonisch oder schriftlich manuell beantworten. Der Erfolg der Statusabfrage zeigt, wie bürgernahe und effiziente digitale Verwaltungsangebote durch das Zusammenspiel moderner Technologie und guter Organisation entstehen.
