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eREPORT 2/2026

Editorial

11.06.20263 Minuten

Liebe Leserin, lieber Leser, 

stellen Sie sich vor: Sie gewinnen mehr Zeit, weil eine künstliche Intelligenz in Sekunden prüft, ob ein Online-Antrag vollständig ist oder ob Unterlagen fehlen. Wohngeldanträge werden in Minuten kontrolliert, Zuzugsmeldungen funktionieren ohne Medienbruch – und im Finanzwesen verbucht ein Algorithmus Kontoauszüge, noch bevor Sie Ihre Kaffeetasse abgestellt haben. 

Was lange nach Science-Fiction klang, ist heute Realität. Die AKDB integriert Schritt für Schritt KI-Technologien in zentrale Fachverfahren. Unser Ziel: Routinearbeiten automatisieren, Mitarbeitende nachhaltig entlasten und Entscheidungen schneller und fundierter treffen. Daraus entsteht eine Verwaltung, die lernt und Ihnen Zeit verschafft für Aufgaben, die echte menschliche Expertise brauchen. Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 12 und 26. Unser Head of AI, Christian Davepon, nimmt Sie in der Rubrik „Persönlich“ mit hinter die Kulissen seiner KI-Projekte und verrät, was ihn persönlich antreibt, S. 48. 

Doch dieser Weg ist kein Selbstläufer. Entscheidend ist, Innovationen so zu verzahnen, dass sie flächendeckend nutzbar werden und alle Kommunen profitieren – trotz Fachkräftemangel, wachsendem Bedarf an Rechenkapazitäten und zunehmenden Cyberbedrohungen. Die Modernisierungsagenda des Bundes setzt hier wichtige Eckpunkte: Zentralisierung bestimmter Verfahren, Harmonisierung von Softwarelösungen, Registermodernisierung und Entwicklung gemeinsamer „Einer-für-Alle“-Dienste. 

Im Vorstandsinterview erfahren Sie, welche Schwerpunkte wir in den nächsten Jahren setzen. Klar ist: Zukunftsfähigkeit entsteht aus dem Zusammenspiel stabiler IT-Infrastrukturen, vernetzter Cloud-Services und intelligenter Fachverfahren. Beispiele wie NextGO.360 zeigen, wie Kommunen künftig flexibel auf Anwendungen zugreifen – unabhängig von Zeit, Ort oder Gerät. Kooperationen mit anderen öffentlichen IT-Dienstleistern treiben den Aufbau der Deutschen Verwaltungscloud und des Deutschland-Stacks voran, schaffen gemeinsame Standards und stärken digitale Souveränität. 

Auch Wissensmanagement gewinnt strategische Bedeutung: Gerade jetzt gehen viele Verwaltungsangestellte der Boomer- Generation in den Ruhestand, und wertvolles Erfahrungswissen droht unterzugehen. Der Kompaktleitfaden der Innovationsstiftung zeigt, wie sich Wissen digital sichern und effizient weitergeben lässt. So verkürzen sich Einarbeitungszeiten um bis zu 50 Prozent, und in vielen Bereichen lässt sich rund ein Viertel der Arbeitszeit für Recherche und Übergaben einsparen. 

Der Blick nach vorn ist klar: Konsolidierung, KI-Integration und vernetzte Cloud-Infrastrukturen verändern die kommunale Arbeit grundlegend. Wir begleiten Sie auf diesem Weg, mit dem Anspruch, Kommunen nachhaltig zu entlasten und fit für die digitale Zukunft zu machen. 

In diesem Sinne: viel Freude beim Lesen und Entdecken!

Ihre Barbara Schmatz 
Chief Sales Officer (CSO), Mitglied der Geschäftsleitung

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