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eREPORT 1/2024

Digitale Verwaltung: ein Erfahrungsbericht aus Bürgersicht

Wir von der jungen Generation erwarten digitale Angebote

15.01.20243 Minuten7

Lenard Sprang ist bei der AKDB Werkstudent in der Unternehmenskommunikation. Wir waren neugierig, wie ein junger Mann der Generation Z die Verwaltung wahrnimmt und welche Erwartungen er an sie knüpft. Und so haben wir ihn gebeten, seine Sicht der Dinge aufzuschreiben.

Als ich auf der Suche nach einer passenden Möglichkeit war, mich als Student in einem interessanten Job nützlich zu machen, stieß ich auf einem großen Jobportal auf die AKDB. Zuvor hatte ich noch nie von ihr gehört und hatte keine Ahnung, welche Aufgabenbereiche und Services sie anbietet. Ich war erstaunt davon, wie viel Arbeit hinter der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung steckt und dass die AKDB so einen großen Anteil daran hat: Vom Verwaltungsprogramm für die Kita bis zur Auswertung der Wahlergebnisse bietet die AKDB praktisch alles an, was mit digitaler Verwaltung zu tun hat! Ich fand die Themenfelder so interessant, dass ich mich für eine Stelle als Werkstudent beworben habe.

Anträge vom Handy aus

Bisher hatte ich noch nicht so viele Erfahrungen mit digitalen Produkten und Services in der Verwaltung gemacht. Als die Energiepauschale für Schüler und Studenten angeboten wurde, habe ich dafür das digitale Beantragungssystem genutzt. Ich habe mich mit meiner eID angemeldet. Dies funktionierte bequem und unkompliziert von zu Hause aus, und ich konnte schon bald von der monetären Bezuschussung profitieren. Auch als ich kürzlich meinen Personalausweis erneuert habe, konnte ich den Antrag von zu Hause aus machen. Für die Abnahme der Fingerabdrücke und die Unterschrift musste ich allerdings persönlich vorbeikommen. Ich bin mir sicher, dass sich auch dies bald vollständig digital lösen lässt: Die Daumenabdrücke könnten am Sensor des Mobiltelefons abgenommen und die Unterschrift per kompatiblem Stift auf dem Handymonitor hinterlegt werden. In meiner kleinen Gemeinde in der Nähe von Starnberg ist der Andrang bei den Ämtern und Behörden glücklicherweise nicht ganz so groß. Aber wir von der jungen Generation erwarten digitale Angebote nicht nur in mittelgroßen und großen Städten. Mit der Digitalisierung der Verwaltung könnte man besonders einfache, wiederkehrende Arbeit in die digitale Welt verlegen und somit mehr Raum für die größeren Aufgaben schaffen.

Universitäten europaweit digital kompatibel

Im universitären Bereich sind bereits weite Teile der Verwaltung und des Lehrbetriebs digitalisiert. Vorlesungen und Seminare werden zum Teil online angeboten, und Seminarscheine werden in Form von Credit-Points online verbucht. Auf diese Weise wird eine höhere Kompatibilität zwischen den Universitäten in Bayern und sogar europaweit erzeugt. Zudem gibt es zentrale Lernplattformen, auf denen sich die Studierenden austauschen und Seminararbeiten eingereicht werden können. Dadurch entsteht eine hybride Form des Lernens und Lehrens, die eine größere Flexibilität ermöglicht. Die Coronapandemie hat mir gezeigt, dass jene Institutionen einen Vorteil haben, die die nötige
 digitale Infrastruktur besitzen.

Digital bedeutet nachhaltig

Ich könnte mir vorstellen: Das, was für die Unis gilt, ist auch für die öffentliche Verwaltung im Allgemeinen sinnvoll; nicht nur in Notsituationen, sondern auch im regulären Alltagsbetrieb. Auf diese Weise werden Zeit, Ressourcen und Geld eingespart. Wozu eine „Zettelwirtschaft“ betreiben, wenn man Organisatorisches auch bequem, kostengünstig und umweltfreundlich per Mausklick erledigen kann? Bei der Digitalisierung der Verwaltung sind viele Ziele erreicht worden. Schade, dass viele Services, die es digital gibt, nicht in allen Gemeinden tatsächlich genutzt werden … Ich denke, es gibt viel Luft nach oben. Und ich bin schon gespannt darauf, diesen Entwicklungsprozess bei der AKDB zu
begleiten.

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