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eREPORT 1/2024

Tanja Schmidt

„Der Job ist anspruchsvoller geworden“

09.01.20243 Minuten2

Tanja Schmidt (46) kommt aus Wunsiedel im Fichtelgebirge. Bei der AKDB ist sie schon seit zehn Jahren am Standort Bayreuth tätig. Hier hat sie im Team „Wahlen“ angefangen und arbeitet nun als Kundenberaterin im Standesamtswesen. Gleichzeitig ist sie seit November 2023 auch Gleichstellungsbeauftragte. Wir haben sie gefragt, warum sie sich für dieses Amt beworben hat und was sie sich und ihren Kunden für 2024 wünscht.

Frau Schmidt, wie hat sich die Kundenberatung in den letzten zehn Jahren verändert?

Heute haben Gemeindemitarbeitende viel weniger Zeit und immer mehr Aufgaben. Zudem ist die Personalknappheit sehr spürbar. Das heißt, Kunden brauchen mehr Beratung, haben weniger Zeit, Handbücher aufmerksam zu lesen. Unser Job in der Kundenberatung ist folglich anspruchsvoller und arbeitsintensiver geworden.

Welche Herausforderungen gibt es heute im Standesamtswesen?

Vieles wird digitalisiert, denn Bürgerinnen und Bürger wollen zum Beispiel Urkunden online über das Bürgerservice-Portal beantragen. Das Onlinezugangsgesetz schreibt es vor. Die Standesämter tauschen heute Daten elektronisch aus, da müssen sämtliche Informationen aus den Familienbüchern digital erfasst werden – eine gewaltige Arbeit. Oft gibt es aber nur einen Standesbeamten, der die Akten digitalisiert.

Was haben Sie vor Ihrer Tätigkeit bei der AKDB gemacht? 

Ich bin gelernte pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte und habe in einer Apotheke gearbeitet. Dort hatten wir einen Kommissionierer im Einsatz, mit dem Waren automatisiert ausgegeben wurden. Ich bin dann zu der Software Firma gewechselt, die Warenwirtschaftssysteme entwickelt, und in der Software-Branche geblieben, war zeitweise auch Systemanalytikerin. Zur AKDB bin ich gekommen, weil ich in Wunsiedel Wahlhelferin war. Es hat mich interessiert, welche Software hinter den Wahlauswertungen steckt. Und aus Neugierde wurde eine Bewerbung.

Was war ein besonders positives Erlebnis in Ihrem Job in 2023?

Ich freue mich, dass der Großteil der Standesbeamten die E-Sammelakte gut annimmt und nutzt. Und sich für die Digitalisierung stark macht.

Sie sind seit November 2023 auch Gleichstellungsbeauftragte. Was hat Sie an der Position gereizt?

Ich habe mich für die Stelle beworben. Es ist mir ein Anliegen, Menschen zu helfen und denen eine Stimme zu verleihen, die sich zu schwach fühlen, für ihre Rechte einzustehen. Das gilt nicht nur für Frauen. Ich vertrete auch Männer. Damit sie zum Beispiel Elternzeit nehmen können. Oder auch in Teilzeit gleiche Chancen haben. Auch die Rechte von Diversen am Arbeitsplatz sind mir wichtig. Es geht also bei Weitem nicht nur um Frauenrechte.

Das ist bestimmt zeitaufwendig. Wie machen Sie das?

Ich bin für zehn Stunden die Woche für diese Aufgabe freigestellt. Ich plane, meine Arbeitszeit aufzustocken, damit ich für beide Aufgaben genug Zeit habe.

Wurden Sie bereits konsultiert?

Ja, tatsächlich ist es gleich im ersten Monat meiner Berufung zur Gleichstellungsbeauftragten passiert. Ich hoffe, ich konnte helfen … Ich bin übrigens auch in regelmäßigem Austausch mit dem Gesamtpersonalrat.

Welche Eigenschaften werden Ihnen nachgesagt?

Ich bin ein Energiebündel, bin belastbar, habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und bin Menschen insgesamt sehr zugewandt.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit gerne?

Ich bin sehr naturverbunden: Ich habe zwei Pferde und einen Hund, gehe gerne wandern, bin Waldläuferin. Als es letzten Dezember so stark geschneit hat, ist die ganze Familie ins Fichtelgebirge gefahren und auf die Kösseine hochgestiegen. Als es dämmerte, haben wir Fackeln angezündet. Ein absoluter Winterzauber.

Was ist Ihr Vorsatz für 2024?

Ich will so viele Standesämter in Bayern wie möglich mit der E-Sammelakte versorgen. Jeden Monat kommen mehr dazu. Privat träume ich von einer Kreuzfahrt mit der Familie, in der Karibik. Bei der Aussicht darauf haben meine zwei Jungen leuchtende Augen bekommen.

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