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eREPORT 3/2023

Online-Führerscheinumtausch bei der Stadt Fürth

Spart Zeit und ist gut fürs Klima

18.09.20233 Minuten2

Die Stadt Fürth ist eine der ersten bayerischen Kommunen, die ihren Bürgerinnen und Bürgern den von der AKDB entwickelten Online-Dienst
„Führerscheinumtausch“ anbietet – und zwar seit September 2022. Wir haben Christian Werner, Fürths strategischer Projektleiter für Digitalisierung, gefragt, wie der Roll-out lief und welche Vorteile die Stadt jetzt dadurch hat?

Herr Werner, der Online-Führerscheinumtausch ist seit über einem Jahr bei Ihnen im Einsatz. Wie ist das Feedback von Bürgern und Sachbearbeitenden?

Der Online-Dienst ist ein Vorteil und Gewinn, da er ein wichtiger Baustein zur Reduzierung des ungeliebten „Gangs aufs Amt“ ist und einen weiteren Schritt zur notwendigen Digitalisierung der deutschen Verwaltungslandschaft darstellt. Sachbearbeitende können dadurch viel Zeit sparen, die sie für andere, beratungsintensivere Aufgaben einsetzen können.

Wurde der Dienst im ersten Jahr oft in Anspruch genommen?

Der Antrag kommt gut an. Und das bei einer Zielgruppe, der man diese Nutzung nicht unbedingt zutraut; das zeigt aber, dass die Nutzung der BayernID-Authentifizierung mittels des elektronischen Personalausweises in allen Altersgruppen immer mehr zunimmt. Daher konnte bereits eine dreistellige Anzahl an Anträgen erfolgreich eingereicht werden. Dies ist für die Bürgerinnen und Bürger einfach, schnell und bequem, da der fertige Ausweis direkt nach Hause geschickt wird und der Gang aufs Amt damit entfällt. Dies spart nicht nur Zeit und Geld, sondern ist auch noch gut fürs Klima.

Wie lief der Roll-out-Prozess des Online-Fachdienstes „Führerscheinumtausch“ ab?

Wir standen in kontinuierlichem Austausch mit der AKDB. Dabei wurden offene Punkte geklärt, Anpassungen gemacht und dokumentiert und notwendige Erweiterungen angesprochen. Der Ablauf orientierte sich dabei an einem vorgegebenen Prozess- und Terminplan. Dieser sah auch die Einbindung von AKDB-Experten vor, die mit ihrem Know-how unterstützten und Informationen zu den einzelnen Vorschlägen und Anregungen aus der Verwaltung gaben.

Welchen Part hat die AKDB beim Go-Live des Dienstes übernommen?

Der Go-Live wurde seitens der AKDB – durch das Online-Team des Bürgerservice-Portals – komplett vorbereitet und organisiert. Entsprechende Einstellungen im Fachverfahren hatten wir bereits bei der Pilotierung durchgeführt. Danach konnte der Dienst direkt genutzt werden. Wie bei anderen Projekten auch gab es bei der Umsetzung einige Verzögerungen aufgrund von technischen Voraussetzungen, die angepasst werden mussten. Das betraf zum Beispiel die Software für die Erkennung der biometrischen Bilder. Dies ist aber ein normales Projektrisiko. Solange am Ende ein gutes und erfolgreiches Produkt entsteht, ist alles gut. Dieses Ziel sollte man nie aus den Augen lassen.

Das klingt, als sei die Mitarbeit einer Kommune essenziell für eine erfolgreiche Pilotierung.

Die allermeisten Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind von uns, der Verwaltung, gekommen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass IT-Dienstleister und Kommune eine Art Entwicklergemeinschaft bilden. Ein bloßes „Abnicken“ des Online-Dienstes ist nicht zielführend. Wichtige Diskussionen auf Augenhöhe darf man nicht scheuen.

Wir würden jederzeit wieder ein Pilotprojekt mit der AKDB durchführen. Dass wir den Online-Dienst aktiv mitgestalten konnten, war sehr positiv. Wichtig: das Einhalten des Zeitplans und eine detaillierte Definition der jeweiligen Aufgaben und Tätigkeiten.

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