Vernetzte Systeme, Sensorik und Datenplattformen bieten enorme Chancen in der Wasserwirtschaft. Sie erhöhen aber gleichzeitig die Angriffsfläche für Cyberattacken. Wie können Versorger diese Potenziale nutzen, ohne Risiken einzugehen?
Digitalisierung trifft kritische Infrastruktur
Die Vorteile der Digitalisierung für die Wasserwirtschaft sind offensichtlich: Echtzeitdaten aus Sensoren, digitale Zwillinge und automatisierte Steuerungssysteme steigern Effizienz und Versorgungssicherheit. Gleichzeitig rücken Wasserversorger als Teil kritischer Infrastruktur verstärkt in den Fokus von Cyberangriffen.
Ein zentrales Problem ist die zunehmende Vernetzung von IT- und OT-Systemen. Viele bestehende Infrastrukturen wurden ursprünglich nicht für vernetzte Umgebungen konzipiert. Sicherheitslücken, fehlende Segmentierung und veraltete Systeme schaffen neue Risiken, die aktiv adressiert werden müssen.
Datenräume als sichere Lösung
Ein vielversprechender Lösungsansatz sind sogenannte Datenräume (Dataspaces). Sie ermöglichen einen sicheren und kontrollierten Austausch von Daten zwischen Versorgern, Behörden und Partnern – ohne die Kontrolle über sensible Informationen zu verlieren. Klare Zugriffsregeln, Verschlüsselung und vollständige Datensouveränität sorgen dafür, dass Daten nur im definierten Rahmen genutzt werden können.
Für kommunale Versorger bedeutet das: Sie profitieren von datenbasierten Analysen, effizienteren Prozessen und vereinfachter Berichterstattung – und erfüllen gleichzeitig steigende regulatorische Anforderungen. Datenräume werden so zur Grundlage einer sicheren und zukunftsfähigen Wasserwirtschaft.
Die AKDB-Tochter smart data worx bietet einen zentralen Dataspace, auf der alle relevanten Wasserdaten gesammelt und verständlich aufbereitet werden. Durch die Nutzung eines digitalen Zwillings und eine umfassende Datenlage entsteht ein gemeinsames Verständnis für nachhaltiges Wassermanagement, was die Transparenz und Effizienz in der Entscheidungsfindung erheblich verbessert.




