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AKDB beteiligt sich an Paneldiskussion der Zeppelin Universität

FIT-Public Management-Studie 2026 zeigt Rückgang weiblicher Neubesetzungen

31.07.2026
IT/Digitalisierung

Wie steht es aktuell um Frauen in Führungspositionen öffentlicher Unternehmen? Darüber diskutierte Gudrun Aschenbrenner, Mitglied des Vorstands der AKDB, im Rahmen der Paneldiskussion zur aktuellen FIT-Public Management-Studie 2026 der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Entwicklung von Frauen in Top-Managementorganen öffentlicher Unternehmen sowie die Frage, wie Gleichstellung insbesondere in wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten aktiv gestaltet werden kann.

Die AKDB unterstützt die FIT-Public Management-Studie bereits seit mehreren Jahren als Partner des Lehrstuhls für Public Management und Public Policy der Zeppelin Universität. 

Praxis und Wissenschaft im Dialog

Unter dem Titel „Massiver Rückgang, aber substanzielle Unterschiede bei weiblichen Neubesetzungen in Top-Managementorganen öffentlicher Unternehmen zwischen Gebietskörperschaften: Wie jetzt in Krisenzeiten gestalten?“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze für mehr Diversität in Führungspositionen.

Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Dr. Ulf Papenfuß, Inhaber des Lehrstuhls für Public Management & Public Policy der Zeppelin Universität. Neben Gudrun Aschenbrenner nahmen Edmund Mastiaux (zfm – Zentrum für Management- und Personalberatung) sowie Karin Pfäffle, Sprecherin der Geschäftsführung und Arbeitsdirektorin der Hamburger Energienetze sowie VKU-Vorsitzende des Ausschusses Personal, am Panel teil.

Zentrale Studienergebnisse

Die FIT-Public Management-Studie 2026 untersucht die Entwicklung weiblicher Führungskräfte in öffentlichen Unternehmen bundesweit. Die aktuellen Ergebnisse zeigen dabei ein differenziertes Bild:

• Weibliche Neubesetzungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozentpunkte zurück.
• Der Frauenanteil in Städten stieg leicht um 0,4 Prozentpunkte.
• Das Ost-West-Gefälle verringerte sich um 2,4 Prozentpunkte.
• Der Anteil von Frauen in Vorsitzfunktionen von Mehrpersonenorganen liegt weiterhin bei lediglich 5,3 Prozent.

Zur Studie 

„Diversität muss aktiv gestaltet werden“

Gudrun Aschenbrenner ordnete die Ergebnisse aus Sicht der Praxis ein und sprach von einem „herben Rückschlag“, den sie in dieser Form nicht erwartet habe. Gleichzeitig betonte sie, dass Diversität in Führungspositionen kein Selbstläufer sei, sondern kontinuierliche Aufmerksamkeit und konkrete Maßnahmen erfordere.

„Man muss sich jeden Tag bewusst damit befassen, wie Besetzungsverfahren gestaltet werden. Es reicht nicht, auf Veränderungen zu warten: Man muss aktiv darauf achten, Frauen frühzeitig in Auswahlprozesse einzubinden“, so Aschenbrenner.

Entscheidend sei es, die Voraussetzungen für weibliche Führungskarrieren frühzeitig zu schaffen und gezielt zu fördern. Dazu gehörten Netzwerke, Mentoring-Angebote, flexible Arbeitsmodelle sowie gezielte Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb von Organisationen.

Zudem hob Aschenbrenner hervor, dass weibliche Führungskräfte eine wichtige Vorbildfunktion übernehmen: „Dort, wo Frauen sichtbar in Führungspositionen vertreten sind, gelingt es häufig leichter, weitere Frauen für Führungsaufgaben zu gewinnen.“ 

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