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AKDB berät Markt Cadolzburg bei der Bilanzierung

03.09.20263 Minuten1
Finanzen

Der Markt Cadolzburg gehört zu den wenigen Kommunen in Bayern, die bereits 2008 auf die doppelte kommunale Buchführung umgestellt haben. In den Jahren danach wurde zwar doppisch gebucht, aber immer noch kameral gedacht. So wurden die Vorteile der Doppik nicht genutzt. Gemeinsam mit der AKDB arbeitet die Kommune heute daran, ihre Eröffnungs- und Schlussbilanzen mit den Jahresabschlüssen in Einklang zu bringen und die Doppik-Strukturen Schritt für Schritt in OK.FIS abzubilden. Ein Gespräch mit Kämmerer Guido Tiefel.

Als der Markt Cadolzburg Mitte der 2000er-Jahre entschied, auf die doppelte kommunale Buchführung – die Doppik – umzustellen, war das Thema in Bayern noch weitgehend Neuland. Die Kommune beteiligte sich damals an einem Pilotverfahren zur Einführung des neuen Steuerungsmodells. „Man hat damals erkannt, dass die Doppik deutlich mehr Transparenz schaffen kann“, erklärt Guido Tiefel, Kämmerer des Marktes Cadolzburg. „Es ging darum, Vermögen, Verbindlichkeiten und den tatsächlichen Werteverzehr kommunalen Vermögens sichtbar zu machen.“

Erst erfassen und bewerten …

Die praktische Umsetzung erwies sich jedoch als deutlich komplexer als ursprünglich angenommen. Denn die Einführung der Doppik bedeutet einen grundlegenden Perspektivwechsel im kommunalen Finanzwesen. „Das Problem: Anfangs wurde zwar doppisch gebucht, aber vielerorts noch kameral gedacht“,
erinnert sich Tiefel. „Das war rückblickend die eigentliche Herausforderung.“

2014 wurde deshalb der Prozess auf neue Beine gestellt: Die größte Herausforderung bestand zunächst in der vollständigen Bestandsaufnahme. Der Markt Cadolzburg verwaltet zahlreiche kommunale Einrichtungen und Liegenschaften – darunter Schulen, Kindergärten, Turnhallen, Veranstaltungsräume, Straßen,
Grundstücke sowie tausende bewegliche Vermögensgegenstände. „Wir sprechen hier nicht nur über Gebäude“, so Tiefel. „Es geht auch um Straßen, Grünflächen, technische Geräte oder Inventar.“

„Das Zusammenspiel aus Fachwissen und technischem Verständnis [bei der AKDB] war für uns besonders wertvoll.“

Guido Tiefel

Kämmerer Markt Cadolzburg

… dann in OK.FIS richtig abbilden

Um die Eröffnungsbilanz und die nachfolgenden Jahresabschlüsse strukturiert aufzuarbeiten, beschloss der Markt Cadolzburg, eng mit der AKDB zusammenzuarbeiten. Das Fachverfahren OK.FIS war schon lange im Einsatz. Jetzt galt es, die doppische Bilanzführung ab 2013 rückwirkend in der Software abzubilden. Die AKDB leistete dabei sowohl technische als auch fachliche Beratung. „Gemeinsam wurden Vorgehensweisen abgestimmt, Prüfprozesse begleitet und Lösungen für komplexe Buchungssachverhalte entwickelt. Wir hatten regelmäßige Abstimmungen und konnten viele Fragestellungen direkt klären“, erinnert sich Tiefel.

Kämmerer Guido Tiefel an seinem Arbeitplatz in der Gemeindeverwaltung des Marktes Cadolzburg

AKDB liefert fachliche und technische Beratung

Die eigentliche Bilanzarbeit blieb dabei in der Verantwortung der Kommune. Die AKDB unterstützte vor allem bei technischen Prüfmechanismen, systemseitigen Abläufen und fachlichen Empfehlungen innerhalb des Verfahrens OK.FIS. „Probleme wurden pragmatisch gelöst, und wir haben immer sehr schnell Rückmeldung bekommen. Das Zusammenspiel aus Fachwissen und technischem Verständnis war für uns besonders wertvoll“, so Tiefel. Aktuell werden sämtliche Buchungsvorfälle des Jahres 2013 abgearbeitet, sodass die Schlussbilanz für 2013 bald abgeschlossen werden kann. Die Bearbeitung eines Bilanzjahres wird mit einem Aufwand von ca. vier bis sechs Monaten eingeschätzt. Auch wenn die vollständige Aufarbeitung der Bilanzjahre noch viel Zeit und Energie in Anspruch nehmen wird, sieht Tiefel die Kommune heute auf einem guten Weg. Nicht zuletzt dank der intensiven beratenden Begleitung der AKDB-Experten.

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