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Nutzung des digitalen Benutzerkontos in zwei Jahren verfünffacht

Immer mehr Bürger nutzen die BundID

14.04.20263 Minuten6
BürgerserviceOZG/EfAE-Government

Seit 2019 ermöglicht die BundID Bürgerinnen und Bürgern eine sichere digitale Anmeldung bei Verwaltungsleistungen. Das damals vom Bundesministerium des Innern (BMI) beauftragte Nutzerkonto des Bundes wurde von der AKDB umgesetzt und wird seither kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut. Mit der OZG-Novelle wurde 2024 der gesetzliche Rahmen für die BundID als bundesweit einheitliches Nutzerkonto geschaffen. In den letzten zwei Jahren hat die Nutzung der BundID einen beachtlichen Aufschwung erlebt.

Die aktuellen Zahlen des mittlerweile zuständigen Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) zeigen: Verzeichnete die BundID im Februar 2024 ca. 500.000 Logins pro Monat, stieg diese Zahl bis Februar 2026 auf ca. 2,5 Millionen – eine bemerkenswerte Verfünffachung. Insgesamt gibt es derzeit mehr als 6,3 Millionen aktive BundID-Konten. Im letzten Quartal kamen durchschnittlich ca. 170.000 neue Konten pro Monat hinzu – mit weiter steigender Tendenz. Die Zahlen zeigen: Die BundID wird von immer mehr Menschen aktiv genutzt und geschätzt.

Vielfältige Anbindungen und steigende Interaktionen

Die Attraktivität der BundID zeigt sich auch in ihrer funktionalen Breite: Beim Bundesdigitalministerium sind aktuell rund 2.000 produktive Anbindungen registriert (Dienste, Fachverfahren sowie teils Brückenköpfe, hinter denen zahlreiche weitere Leistungen gebündelt sind). Viele weitere sind in Vorbereitung und werden das Angebot stetig ergänzen.

Über die BundID werden aktuell im Monatsdurchschnitt ca. 310.000 Nachrichten an Bürger versendet. Ein klarer Beleg für die hohe Relevanz und Rolle des Zentralen Bürgerpostfachs (ZBP). Das ZBP ist seit 2024 das alleinige Postfach der BundID.

Effizienter Support dank KI-Unterstützung

Mit der steigenden Nutzung wächst naturgemäß auch der Bedarf an Kundensupport. Seit November 2025 unterstützt deshalb eine KI den First-Level-Support der BundID und konnte seitdem bereits rund 40 Prozent der Anfragen automatisiert beantworten. So gewinnen die Support-Spezialistinnen und -Spezialisten wertvolle Zeit, um sich den komplexeren Anliegen der Nutzenden zu widmen.

Ausblick: Bidirektionale Kommunikation, größere Nutzerfreundlichkeit, EUDI-Wallet

Lukas Jungwirth, Projektleiter BundID bei der AKDB: „Wir sind sehr stolz auf die rasante Entwicklung der BundID in den letzten beiden Jahren. Die BundID etabliert sich zunehmend als zentrale Infrastruktur der digitalen Verwaltung in Deutschland. Mit der produktiven Einführung der Bidirektionalität diesen Sommer erreicht das ZBP eine neue Qualitätsstufe, denn es bedeutet: Verwaltungen können über das Postfach Nachrichten an Bürgerinnen und Bürger übermitteln und umgekehrt. Damit setzen wir einen zentralen Wunsch von Diensteanbietern und Bürgern um. Um das Nutzererlebnis weiter zu verbessern und den gestiegenen Ansprüchen in Sachen mobile Nutzung gerecht zu werden, sind für dieses Jahr zudem spürbare Verbesserungen in Sachen Usability und Stabilität der BundID vorgesehen. Zum Jahreswechsel 2027 werden wir schließlich alle bestehenden Anwendungen nahtlos mit der neuen europäischen „Digitalen Brieftasche”, der EUDI-Wallet, verknüpfen und die Nutzung dieses neuen europäischen Identitätsstandards ermöglichen. Ich bin zuversichtlich, dass wir so im nächsten Jahr die 10-Millionen-Marke an Nutzenden knacken werden und die BundID als zentrale Basiskomponente des Bundes weiter skalieren können.“

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