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Zuverlässiger Datentransfer dank Middleware OK.KOMM

OK.KOMM im Einsatz bei der Lecos GmbH in Leipzig

13.04.20265 Minuten4
IT/Digitalisierung

Die Lecos GmbH ist der IT-Partner für die öffentliche Verwaltung in Mitteldeutschland. Seit 2001 berät und unterstützt das Unternehmen Kommunen bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Und das mit Hilfe modernster Informationstechnik. Seit 2024 nutzt Lecos für digitale Datentransfers die Middleware der AKDB OK.KOMM. Wir haben Lars Greifzu gefragt, was das für die erfolgreiche Digitalisierung in Kommunalverwaltungen bedeutet. Er war bis Ende Januar 2026 Prokurist bei der Lecos und hat das Projekt geleitet.

Die Lecos GmbH mit Sitz in Leipzig hat sich seit 25 Jahren als wichtiger kommunaler IT-Dienstleister etabliert. Zum umfassenden Produkt-, Lösungs- und Leistungsportfolio des ca. 350 Mitarbeiter starken Unternehmens zählen Rechenzentrumsleistungen, Dienste für die Sprach- und Datenkommunikation, Endgeräteservice, Entwicklung, Betrieb und Betreuung kommunaler Fachanwendungen und umfassender Nutzerservice.
Sowohl wegen des 2017 beschlossene Onlinezugangsgesetzes als auch wegen der Entscheidung, die Digitalisierung der gesamten öffentlichen Verwaltung voranzutreiben, wuchs der Bedarf an einem medienbruchfreien, sicheren digitalen Datentransport. Das betraf den Datenverkehr zwischen Verwaltungen, aber auch die Kommunikation von Bürgern bzw. Unternehmen, die über Behördenportale mit Verwaltungen in Kontakt traten.


Eine Middleware, die sämtliche Formate unterstützt


„Wir setzen Middleware bereits seit mehr als 20 Jahren ein, sind also auf diesem Gebiet wirklich keine heurigen Hasen“, so Lars Greifzu, Manager und Prokurist bei der Lecos GmbH. „Zur Ausweitung unseres Serviceumfangs suchten wir eine Lösung, die insbesondere OSCI, XTA2 und XÖV-Formate bereits standardmäßig unterstützt und schon länger in produktivem Einsatz ist.“ Dass die gesuchte Plattform bidirektionale Kommunikation unterstützen und mandantenfähig sein musste, verstand sich von selbst.
Lecos hatte neben anderen Produkten auch OK.KOMM der AKDB in die engere Auswahl gezogen. „Die Prüfung ergab, dass das Produkt der AKDB unsere Kriterien am besten erfüllt“, so Lars Greifzu.
Datenvermittler zwischen Online-Diensten und Fachverfahren
Seit weit über einem Jahrzehnt ist im Personenstandswesen digitaler Nachrichtentransfer gesetzlich vorgeschrieben: zwischen Standesämtern, von und zu Meldebehörden und anderen Kommunikationspartnern. Lange Zeit nahm Lecos dafür die Leistungen eines anderen öffentlichen Dienstleisters in Anspruch, denn der Betrieb von Middleware ist anspruchsvoll - und nicht wirtschaftlich, wenn das Volumen zu klein ist. 
Die in den letzten Jahren hinzugekommenen und bereits abzusehenden weiteren Transferbedürfnisse führten bei Lecos erneut zur Frage: Sollen wir selbst machen oder kaufen?
Bald fasste man einen Entschluss. Heute betreibt Lecos sämtliche XPersonenstand-Transfers auf OK.KOMM im eigenen Rechenzentrum, darunter sowohl asynchrone als auch synchrone Kommunikationen.
Auch die über die sächsischen Online-Portale von Bürgern gestellten Urkundenanträge werden den Standesämtern via OK.KOMM übermittelt, unabhängig davon, wo deren Verfahren gehostet wird. Zwischen Portal und OK.KOMM wirkt eine weitere Middleware mit, die Lecos schon länger nutzt.


 

»Unsere kommunalen Kunden, nicht allein in Sachsen, freuen sich natürlich, dass wir diesen Transferdienst anbieten. Wir haben entweder positive Rückmeldungen – oder gar keine. Und letzteres ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Kunde zufrieden ist.«

Lars Greifzu

Lecos GmbH

Einer-für-Alle-Dienst „Digitaler Bauantrag “


Während der Einführung und Inbetriebnahme von OK.KOMM wurde Lecos vom Land Sachsen darauf angesprochen, die digitale Anbindung der Bauordnungsfachverfahren der Sächsischen unteren Bauaufsichtsbehörden (uBaB) zu übernehmen. Die Sächsischen uBaB nutzen heute neun unterschiedliche Fachverfahrensprodukte, und eine Behörde arbeitet mit einem Dokumentenmanagementsystem anstatt eines Fachverfahrens. Nach dem EfA-Konzept soll der Datentransfer mittels XBau via XTA2 ausgeführt werden. Da OK.KOMM das vorgegebene XÖV-Format bereits unterstützte, konnte Lecos kurzfristig ins Projekt einsteigen und diese Transferaufgabe annehmen. 
Lecos hat nach etwa einem Jahr Projektmitwirkung bereits sieben Produkte erfolgreich angebunden. Dabei kann der IT-Dienstleister die Umsetzungsgeschwindigkeit nicht allein bestimmen, denn etliche weitere Beteiligte müssen die Aufgaben in ihrem Verantwortungsbereich lösen, damit die Kommunikation zwischen Portal und Fachverfahren läuft. Für die Anbindung der noch ausstehenden Fachverfahren gibt es einen Zeitplan, der sukzessive umgesetzt wird.


Weitere Transferbeziehungen


Das erweiterte Leistungsspektrum der Lecos beim Datentransfer hat sich in öffentlichen Verwaltungen mittlerweile herumgesprochen. Daraus haben sich bereits zahlreiche Anfragen über weitere Datentransferbeziehungen ergeben.
Mehrere kommunale Jobcenter sind beispielsweise an der digitalen Kommunikation mit dem BAMF interessiert. Diese Kommunikation basiert auf den Standard XAusländer, den OK.KOMM ebenfalls unterstützt. Lecos hat die Aufträge dieser Behörden übernommen, die erste Verbindung ist in Produktion. Ähnliches betrifft den EfA-Dienst „Digitaler Führerscheinantrag“, bei dem der Interoperabilitätsstandard XFall genutzt wird. Dieser wird ebenfalls von OK.KOMM unterstützt. Auch diese Transferbeziehung wird heute produktiv genutzt.


Mandantenfähig und sicher


OK.KOMM wurde als sehr leistungsfähiges, mandantenfähiges System entwickelt. Es unterstützt alle XÖV-Standards, darüber hinaus auch FIT-Connect. Über ein intuitiv zu bedienendes Web-Interface können Betreiber sämtliche Kommunikationswege zentral verwalten. Störungen lassen sich dank umfassender Protokollierung der Transfers optimal analysieren. 
„Die Protokollierung von OK.KOMM unterstützt unsere Lecos-Administratoren bei der Eingrenzung von Problemursachen über weite Strecken der Kommunikationsbeziehung zwischen Quelle und Ziel. So können wir leichter feststellen, ob ein Problem beim Fachverfahren, beim Portal oder unserer eigenen Plattform liegt und damit die Qualität des Gesamtservices verbessern“, so Lars Greifzu. „Unsere kommunalen Kunden, nicht allein in Sachsen, freuen sich natürlich, dass wir diesen Transferdienst anbieten. Wir haben entweder positive Rückmeldungen - oder gar keine. Und letzteres ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Kunde zufrieden ist. Denn die beste Middleware ist jene, die die unbemerkt im Hintergrund arbeitet.“

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