14.12.20205 Minuten
IT/DigitalisierungVeranstaltungen

Eine der zentralen Botschaften des 4. AKDB Kommunalforum » Digital 2020 lautete: Die digitale Abwicklung von Verwaltungsleistungen wird zum neuen Servicestandard. Millionen Online-Transaktionen machen immer deutlicher, wie Bürger, Unternehmen und Verwaltungsangestellte spürbar entlastet werden können.

Wie in den Vorjahren wurde auch das 4. AKDB Kommunalforum ein voller Erfolg. Neu in diesem Jahr war, angesichts der Umstände, die komplette Durchführung im Livestream. Über 1.300 Teilnehmer aus allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung – mit einem deutlichen Zuwachs an außerbayerischen Gästen – holten sich in Vorträgen, Foren, Livechats und virtuellen Showrooms Inspirationen, Best-Practice-Beispiele und Lösungen für die Digitalisierung in Kommunen.

Hoffnungsschimmer in der Pandemie

Die Veranstaltung stand natürlich ganz im Zeichen der Pandemie und der Frage, wie Covid-19 die Verwaltungsarbeit verändert. Wichtige Themen waren aber unter anderem auch der Einsatz künstlicher Intelligenz in Kommunen, unterschiedlichste Digitalisierungsstrategien sowie die aktuelle Datenschutz- und Datensicherheitslage in Deutschland. „Der digitale Weg zum Amt muss künftig so schnell und sicher sein wie ein Online-Shopping“, fasste etwa Bayerns Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, in ihrem Videogrußwort die Konsequenzen der Krise und die Erwartungen der Bürger zusammen: „Die Digitalisierung macht nicht halt vor Rathäusern und Behörden.“ Gerlach bedankte sich bei der AKDB, dass sie auch in Coronazeiten dieses „kommunale Familientreffen“ möglich gemacht habe.

Auch AKDB-Vorstandsvorsitzender Rudolf Schleyer hob hervor, dass die Coronapandemie Akzeptanz und Notwendigkeit der Digitalisierung erhöhe und ihr einen kräftigen Schub verleihe: „Die digitale Verwaltung wird zur neuen unverzichtbaren Normalität“, sagte Schleyer und verwies auf eindrucksvoll gestiegene Nutzungszahlen. Immer mehr Verwaltungsdienstleistungen laufen über die Bürgerservice-Portale der AKDB. Darüber hinaus hat der Freistaat die Nutzung internetbasierter Kfz-Dienste erheblich erleichtert, auch hier sind große Zuwachsraten zu verzeichnen.

„Investitionen dürfen nicht erst in Krisenzeiten erfolgen“, warnte Schleyer. Kommunale IT-Dienstleister hätten in den letzten Jahren gemeinsam mit den Kommunen bereits Lösungen zur Verfügung gestellt: „Diese Angebote gilt es nun, mithilfe des Konjunkturpakets zügig in die Fläche zu bringen und sukzessive zu erweitern“, so Schleyer. In diesem Zusammenhang sprach er auch die Förderprogramme des Freistaats Bayern an. Im Rahmen der OZG-Umsetzung müssen öffentliche Verwaltungen ihre Dienstleistungen bis Ende 2022 online anbieten. Hier erfahren Sie mehr zum OZG.

 

Digitalisierung: keine Angst vor großen Aufgaben

Auf große Resonanz stieß das Thema Digitalisierungsstrategien in Kommunen. Die AKDB unterstützt und begleitet auch kleinere Städte und Gemeinden mit gezielten Strategieberatungen auf deren Weg zur Digitalisierung. Die Strategien werden gemeinsam mit den Kommunen erstellt und in Projekten umgesetzt. Die AKDB berät auch zu geeigneten Förderprogrammen und vernetzt interessierte Kommunen und Partner untereinander.

BSI-Präsident Arne Schönbohm warnte hinsichtlich der zentralen Bedeutung der IT-Sicherheit: „Wenn Sie bestimmte Schwachstellen bei sich nicht geschlossen haben, gehen Sie davon aus, dass Sie angegriffen werden!“ Der Bundes-CIO, Staatssekretär Dr. Markus Richter, führte das von der AKDB entwickelte Nutzerkonto Bund als gelungenes Digitalisierungsbeispiel an: „Dieses Nutzerkonto ist ein wesentliches Ankerangebot, über das Menschen Leistungen und Bescheide rechtssicher empfangen können.“ Mehr dazu im Beitrag "Durch das Jahr 2020 mit dem Nutzerkonto Bund".

Auch Wissenschaft und Forschung waren auf dem Kommunalforum vertreten: Professor Gerhard Hammerschmid von der Hertie School of Governance und Carsten Köppl von Next:Public stellten erste Ergebnisse der Online-Umfrage „Verwaltung in Krisenzeiten“ unter Bürgern und Verwaltungsmitarbeitern vor. Danach schneidet Bayern bei der Beurteilung der Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung im Bundesländervergleich am besten ab. Die Erwartungshaltung der Bürger zeige, dass sich Digitalisierungsmaßnahmen durchaus lohnten.

 

Spitzenreferenten über Trends, Lösungen und Strategien

Das 4. AKDB Kommunalforum Digital bot mit Videochats, Fragerunden und Livesessions zahlreiche Möglichkeiten zu Interaktionen und persönlichen Gesprächen. 50 Top-Referenten aus Verwaltung, Politik und Wissenschaft, 25 digitale Messestände und 20 Partner machten die Veranstaltung zu einem großen virtuellen Treffen für die gesamte kommunale Familie, für Mitarbeiter und Entscheider aus Städten, Gemeinden, Landkreisen, Bezirken, Ministerien und Behörden in und außerhalb Bayerns.

 

Keine persönlichen Treffen – dennoch beste Resonanz

Der AKDB gelang mit diesem Kommunalforum auch im Veranstaltungsbereich der erfolgreiche Sprung ins Digitale. Das große Interesse der Teilnehmer lag an der spannenden Kombination aus hochkarätigen Speakern und der Vorstellung smarter IT-Lösungen und anschaulicher Best-Practice-Beispiele der AKDB und ihrer Partner. „Sehr beeindruckend, was die AKDB hier ‚aus dem Boden gestampft‘ hat, auch wenn es ‚nur‘ digital stattfand“, resümierte, stellvertretend für viele begeisterte Teilnehmer, Stefan Brück, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Mönchberg.

Sicherlich werden uns virtuelle oder hybride Veranstaltungen noch eine ganze Weile begleiten. Auch wenn diese professionell vorbereitet werden und so erfolgreich verlaufen, wünscht sich die AKDB nichts lieber als ein persönliches Wiedersehen mit ihren treuen Veranstaltungsteilnehmern – beim 5. AKDB Kommunalforum 2022!

 

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