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eREPORT 1/2026

Wie Business Intelligence die Steuerungsfähigkeit von Kommunen verbessert

Daten verstehen - Zukunft gestalten

19.01.20263 Minuten2
Smart Data Services

Kommunen stehen heute unter enormem Handlungsdruck. Klimaanpassung, Energiewende, Fachkräftemangel und zunehmende Berichtspflichten verlangen Entscheidungen auf einer soliden Datenbasis. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an Transparenz, Bürgernähe und Effizienz. In nahezu jeder Verwaltung entstehen täglich wertvolle Daten – aus Fachverfahren, Sensoren, Geoinformationen oder Finanzsystemen. Doch oft bleiben sie ungenutzt. Business Intelligence (BI) schafft hier Überblick: Sie verwandelt verstreute Informationen in aussagekräftige Erkenntnisse und bildet die Grundlage für eine vorausschauende, faktenbasierte Steuerung.

Vom Datendschungel zur Entscheidungsplattform

In vielen Kommunen ist der Blick auf die eigene Lage durch isolierte Systeme und manuelle Berichte eingeschränkt. BI-Plattformen lösen diese Fragmentierung auf. Sie bündeln Daten aus unterschiedlichen Quellen, bereiten sie automatisch auf und visualisieren sie in übersichtlichen Dashboards. So entsteht ein aktuelles Lagebild über Finanzen, Personal, Energie oder Infrastruktur. In der Praxis führt das zu spürbaren Entlastungen: Fachbereiche reduzieren den Aufwand für Datenaufbereitung um mehrere Arbeitstage pro Monat und erkennen Abweichungen im Haushalt frühzeitig. Entscheidungen werden fundierter, Verwaltungsprozesse transparenter und die Steuerung agiler.

Daten als Grundlage für Klimaschutz und Ressourceneffizienz

Ein Beispiel liefert die Stadt Braunau am Inn. Gemeinsam mit dem Technologiepartner roosi GmbH wurde dort ein datenbasiertes Klimaschutzmanagement etabliert. Über BI-Dashboards werden Energieverbräuche, Luftqualitätswerte und Emissionen fortlaufend ausgewertet. Politik und Verwaltung erkennen Trends, können Maßnahmen priorisieren und Erfolge belegen. Ähnliche Lösungen kommen inzwischen auch in der Wasserwirtschaft oder im Haushaltscontrolling zum Einsatz. Überall dort, wo Daten bislang verteilt oder schwer zugänglich waren.

Mehr Bürgernähe durch datengetriebene Services

Business Intelligence stärkt nicht nur die interne Steuerung, sondern verbessert auch den Bürgerservice. Durch die Auswertung von Anfragen, Terminbuchungen oder Rückmeldungen lassen sich Personalressourcen vorausschauend planen und Prozesse optimieren. So verkürzen sich Wartezeiten, digitale Angebote werden gezielter entwickelt und Bürgerinnen und Bürger erleben eine moderne, reaktionsfähige Verwaltung. BI liefert die Grundlage für objektive, nachvollziehbare Entscheidungen und schafft Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Kommune.

Digitale Souveränität durch gemeinsame Datenräume

Moderne BI-Lösungen sind heute modular, cloudfähig und datenschutzkonform. Sie lassen sich schrittweise einführen und mit bestehenden Fachsystemen verbinden. Besonders kleinere Städte profitieren von interkommunalen BI-Plattformen: Durch geteilte Infrastrukturen sinken Kosten, Wissen wird gebündelt und digitale Souveränität entsteht. Ergänzt durch künstliche Intelligenz ermöglichen diese Systeme Prognosen zu Energiebedarf, Verkehrsströmen oder Haushaltsentwicklungen und damit eine solide Basis für vorausschauende Planung.

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