Die AKDB hat ihren Auftritt auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin ganz unter das Zeichen länderübergreifender Zusammenarbeit gestellt. Vom 13. bis 15. Oktober präsentierte sie unter dem Motto „Digital voran“ gemeinsam mit Partnern aus Verwaltung, IT und Politik zentrale Projekte für eine leistungsfähige, standardisierte und kooperative Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland.
Der Erfolg der Digitalisierung in Deutschland kann nur durch enge Kooperation, gemeinsame Standards sowie kompatible Lösungen und offene Schnittstellen erreicht werden, so die Position der AKDB auf der Smart Country Convention. Öffentliche IT-Dienstleister spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie sichern digitale Souveränität, bündeln Fachkompetenz und schaffen nachhaltige Lösungen für die Digitalisierung von Deutschlands Verwaltung.
„Auf der Smart Country Convention wurde einmal mehr klar, dass die Bereitschaft zur Kooperation heute größer ist denn je“, so Rudolf Schleyer, Vorstandsvorsitzender der AKDB. „Die Digitalisierung der Verwaltung wird nur dann erfolgreich sein, wenn Bund, Länder und Kommunen konsequent zusammenarbeiten. Dafür brauchen wir gemeinsame Standards, interoperable Lösungen und eine starke öffentliche IT. Unsere Aufgabe ist es, leistungsstarke digitale Services für eine souveräne Cloud-Infrastruktur in Deutschland bereitzustellen. Als AKDB arbeiten wir genau in diese Richtung.“
Öffentliche IT-Dienstleister bündeln Kompetenzen im Verkehrswesen
Ein sichtbares Beispiel für diese Zusammenarbeit ist die Kooperation der fünf führenden öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleister im Verkehrswesen. Ziel des Konsortiums ist es, die vorhandenen Kompetenzen in den Bereichen Kfz-Zulassung, Führerscheinwesen und zugehörige Online-Dienste zusammenzuführen und bundesweit ein leistungsfähiges, zukunftssicheres Software-Angebot aus öffentlicher Hand bereitzustellen. Auf dem VITAKO-Stand feierten die fünf Gesellschafter der Telecomputer – Komm.ONE, KDO, ekom21, regio iT und AKDB – am 13. Oktober ihre Zusammenarbeit und setzten damit ein deutliches Zeichen für eine kooperative Verwaltungs-IT in Deutschland.
Mehr Zentralisierung und mehr Standards wünschen sich auch Kommunalentscheider. Dies ergaben erste Einblicke in die Studie „Kommunaler Digital-Index“ (KDIX), deren erste Ergebnisse KGSt und Uni Bremen im Dialog mit der AKDB bei der Smart Country Convention vorstellten. Vier von fünf Befragten – Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister – befürworten demnach zentral entwickelte IT-Verfahren. Drei Viertel wünschen sich bundesweit geltende Standards. Der KDIX ist eine langfristig angelegte Studie, die künftig Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister regelmäßig zu den Fortschritten bei der Digitalisierung befragt.
Nationale Digitaloffensive schafft Blaupause für Deutschland
Das Gleiche gilt für die Nationale Digitaloffensive. Sie war ebenfalls ein zentrales Thema am AKDB-Stand. Der Bund erprobt dabei gemeinsam mit mehreren Ländern einen zentralen Umsetzungsansatz für den flächendeckenden Roll-in digitaler Verwaltungsleistungen. Die AKDB übernimmt dabei die Rolle der Generalunternehmerin in Bayern.
Der Deutschland-Stack stärkt digitale Souveränität
Darüber hinaus diskutierte die AKDB auf der Smart Country Convention die Bedeutung des Deutschland-Stacks und die daraus resultierende zentrale Rolle öffentlicher IT-Dienstleister. Diese realisieren für den Deutschland-Stack KI-Plattformen – etwa die von der AKDB federführend entwickelte GenAI-Plattform –, Cloud-Dienste sowie Basiskomponenten wie die BundID. Nur auf dieser Grundlage können digitale Verwaltungsleistungen standardisiert entwickelt und bundesweit skaliert werden.
Mit ihrem Auftritt auf der Smart Country Convention unterstrich die AKDB ihren Anspruch, die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung mit den anderen Akteuren aktiv mitzugestalten – kooperativ, standardisiert und im Sinne einer leistungsfähigen digitalen Daseinsvorsorge.
Frederic Schweizer 




