Mit drei Erprobungsprojekten hat der Freistaat Bayern wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Ziel des Vorhabens ist es, verwaltungsrelevante Daten automatisch dort verfügbar zu machen, wo sie gerade gebraucht werden – damit Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen Angaben nicht mehrfach einreichen müssen.
Digitalminister Mehring: „Bayern vernetzt Behörden über Datenautobahn“
Mit drei Erprobungsprojekten hat der Freistaat Bayern wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Ziel des Vorhabens ist es, verwaltungsrelevante Daten automatisch dort verfügbar zu machen, wo sie gerade gebraucht werden – damit Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen Angaben nicht mehrfach einreichen müssen.
Im Fokus der bayerischen Erprobung standen die Verwaltungsbereiche Bau, Energie und Umwelt. Besonders anschaulich wird der Ansatz im Baubereich: Dort wurde getestet, wie der für einen digitalen Bauantrag erforderliche Nachweis der Bauvorlageberechtigung automatisiert und sicher zwischen den Stellen ausgetauscht werden kann. Informationen, die bereits bei einer Behörde vorliegen, können so direkt in den Verwaltungsprozess einfließen — ohne erneute Anforderung oder manuelle Übertragung.
Digitalminister Dr. Fabian Mehring: „Mit dem NOOTS schaffen wir die Datenautobahn für einen modernen digitalen Service-Staat. Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger ihren Behörden dieselben Informationen nicht immer wieder liefern müssen — stattdessen organisiert sich die smarte Verwaltung der Zukunft im digitalen Hintergrund selbst. Bayern geht dabei bundesweit voran und zeigt, wie ein moderner Staat funktionieren kann, der digital, effizient und konsequent an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet ist.“
Unterstützung durch die AKDB-Unternehmensgruppe
Die AKDB unterstützte den Freistaat gemeinsam mit ihren Partnern H&D, GKDS sowie RIWA bei der Umsetzung. Neben der technischen Realisierung erwiesen sich insbesondere das Projekt- und Stakeholdermanagement als entscheidend für den Erfolg der Vorhaben. Der AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer dazu: „Wir freuen uns, einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung der anspruchsvollen Erprobungsprojekte bei der Registermodernisierung leisten zu können. Wir haben die Projekte nicht nur mit konzeptioniert, sondern auch erfolgreich in Produktion gebracht.“
„Unsere erfolgreichen Erprobungsprojekte zeigen eindrucksvoll, dass konsequente Zusammenarbeit über die föderalen Ebenen hinweg zu praxistauglichen Lösungen führt. Dazu braucht es horizontale und vertikale Datenautobahnen zwischen allen Behörden auf sämtlichen Ebenen. Durch diese digitale Vernetzung entsteht eine Verwaltung, die einfacher, schneller und bürgerfreundlicher arbeitet — und den Menschen spürbar Zeit, Wege und Bürokratie erspart. Schließlich ist es nicht die Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger zu eruieren, wer im Staat wofür zuständig ist. Stattdessen organisiert sich der moderne Digitalstaat selbst und manövriert die dafür notwendigen Daten hierzu an die richtigen Stellen seines Institutionengefüges“, so Minister Mehring. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen und anderen Verwaltungen einen planbaren Weg zur Anbindung an das System eröffnen.
Ein besonderer Mehrwert der bayerischen Projekte liegt laut Mehring darin, dass sie nicht nur den unmittelbaren Projektauftrag erfüllen, sondern darüber hinaus Erfahrungen, Konzepte und technische Bausteine für die bundesweite Weiterentwicklung des NOOTS liefern. Damit unterstützt Bayern die Registermodernisierung weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus.
Hintergrund
NOOTS steht für Nationales Once-Only-Technical-System. Es handelt sich um die technische Infrastruktur, über die Behörden Daten sicher und standardisiert austauschen können. Der Ansatz folgt dem Once-Only-Prinzip: Informationen, die dem Staat bereits vorliegen, sollen von zuständigen Stellen abgerufen werden können, statt sie immer wieder neu bei Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen abzufragen. Das reduziert Verwaltungsaufwand, beschleunigt Verfahren und macht Verwaltung insgesamt nutzerfreundlicher.





