14.09.20202 Minuten
FinanzenE-Government

Um Akzeptanz und Fortschritt von E-Government-Diensten zu messen, gibt es diverse Parameter, allen voran natürlich gestiegene Nutzungszahlen. Aber auch ein Blick auf die Entwicklung des E-Payment-Transaktionsvolumens über die Bürgerservice-Portale der AKDB untermauert einen klaren Trend: Online-Verwaltungsdienste sind weiterhin stark im Kommen – und das nicht erst seit Corona.

Nicht alle Verwaltungsleistungen, die in Anspruch genommen werden, sind kostenpflichtig, egal, ob auf digitalem Weg oder vor Ort auf der jeweiligen Behörde. Bei kostenpflichtigen Online-Verwaltungsleistungen – beispielsweise bei der Beantragung einer Geburtsurkunde – ist aber ein E-Payment-Verfahren zur Begleichung der Gebühren notwendig. Dabei können Nutzer zwischen diversen Bezahlmöglichkeiten frei wählen: Per paydirekt, Lastschrift, Kreditkarte, giropay oder PayPal.

E-Government bringt folglich auch eine monetäre Komponente mit sich, anhand der Wachstum und Nutzungshäufigkeit kostenpflichtiger Online-Verwaltungsdienstleistungen ablesbar sind. Bei der Betrachtung der E-Payment-Vorgänge, die über die Bürgerservice-Portale der AKDB abgewickelt werden, lässt sich ein dynamisches Wachstum über die letzten Jahre feststellen: Von 2015 bis 2019 verzeichneten E-Payment-Transaktionen eine stattliche Steigerung um über 1.600 Prozent. Das mit Abstand dynamischste Wachstum lässt sich allerdings klar in der ersten Jahreshälfte 2020 verorten: Allein im Zeitraum Januar bis Juli wurden über 141.000 E-Payment-Transaktionen abgewickelt, 20.000 mehr als im gesamten Jahr 2019.

Ebenso interessant: Während im Januar der durchschnittliche Wert einer Transaktion noch bei 10,61 Euro lag, stieg dieser sukzessive auf zuletzt 11,14 Euro im Juni. Das monetäre Transaktionsvolumen der ersten sieben Monate 2020 liegt damit bei über 1,5 Millionen Euro.

Die häufigste gewählte Zahlart bei der E-Payment-Abwicklung ist in diesem Jahr bislang mit 46 Prozent das Lastschriftverfahren, gefolgt von der Zahlung per VISA-Kreditkarte (35 %), giropay (11 %), PayPal (7 %) und paydirekt (1 %). E-Payment als einer der E-Government-Basisdienste wird vom Freistaat Bayern allen bayerischen Gebietskörperschaften betriebskostenfrei zur Verfügung gestellt, genau wie etwa die BayernID.

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