08.06.20213 Minuten4
IT/DigitalisierungCorona

Nordrhein-Westfalen lässt dem Motto "Schluss mit Zettelwirtschaft!" Taten folgen und setzt beim Thema Corona Registrierungs-Apps auf eine Pluralität der Angebote. Das Bundesland geht Mitte Juni mit der standardisierten Gateway-Lösung IRIS connect online, was die digitale Vernetzung unterschiedlicher Apps zur Kontaktnachverfolgung und damit die Anbindung an Systeme der Gesundheitsämter ermöglicht. Weitere Bundesländer könnten bald folgen.

Betrieben wird die neue Gateway-Lösung IRIS connect vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) und der AKDB. Es fungiert dabei als eine Art digitaler Adapter für die Gesundheitsämter, bei denen die Daten unterschiedlicher Anbieter zusammenlaufen. Somit ist eine flächendeckende digitale Übertragung von Check-ins in Restaurants, Events oder anderen Einrichtungen möglich. Alle Betreiber von Einrichtungen können das jeweils persönlich präferierte elektronische Check-in-Tool nehmen.

Die Gateway-Lösung IRIS connect wurde unter dem Dach des Innovationsverbunds Öffentliche Gesundheit (InÖG) initiiert und mit der Open Source Community entwickelt. Hauptsponsor und Partner ist die gemeinnützige Björn Steiger Stiftung. IRIS-Betriebspartner sind der Landesbetrieb IT.NRW und die AKDB. Bei der AKDB werden das System und auf Wunsch auch der benötigte IRIS-Client im BSI-zertifizierten Rechenzentrum betrieben. Eine Vielzahl am Markt befindlicher Lösungen zur digitalen Kontaktdatenerfassung haben sich im Frühjahr 2021 dem IRIS connect Projekt angeschlossen und bei der Entwicklung unterstützt. Weitere Lösungen können angebunden werden. Hierzu steht eine offene Schnittstellen- und Anforderungsbeschreibung bereit.

Die Gateway-Lösung IRIS connect leistet einen entscheidenden Beitrag zur digital gestützten Pandemiebekämpfung, reduziert den Aufwand in den Gesundheitsämtern massiv – und setzt durch die herstellerneutrale Einbindung am Markt entwickelter Lösungen nicht zuletzt auf die Innovationskraft des Wettbewerbs. Die Beschränkung auf nur eine Lösung benachteiligte diejenigen Einrichtungen und Unternehmen, die bereits im vergangenen Jahr entsprechende Anwendungen beschafft und eingeführt haben. IRIS connect soll schon in den nächsten Wochen einsatzbereit sein. Weitere Bundesländer wie Thüringen, Hessen und Sachsen wollen die Lösung künftig ebenfalls einsetzen.

Der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Informationstechnik (CIO), Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke: "Ich freue mich, dass wir mit der AKDB und dem Landesbetrieb IT.NRW verlässliche Partner für den sicheren Betrieb der Gateway-Lösung IRIS connect an unserer Seite haben. Gemeinsam gehen wir einen wichtigen und großen Schritt hin zum digital gestützten Pandemiemanagement. In NRW setzten wir dabei nicht auf einen Anbieter, sondern auf die Kompatibilität verschiedener Lösungen zur Kontakt-Nachvollziehung. Durch die Schnittstelle der Gateway-Lösung IRIS connect reduzieren wir den Aufwand der Datenübertragung an die Gesundheitsämter und wahren gleichzeitig die Anbieterpluralität mit ihren vielen verschiedenen innovativen Lösungen."

Der AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer meinte dazu: "Wir begrüßen den Schritt der nordrhein-westfälischen Landesregierung, bei der Pandemiebekämpfung auf quelloffene Schnittstellen und transparente IT-Standards zu setzen, ausdrücklich. Gemeinsam mit dem Landesbetrieb IT.NRW hat die AKDB als Betreiberin der Gateway-Lösung IRIS connect in unserem BSI-zertifizierten Rechenzentrum eine hochsichere Infrastruktur für den medienbruchfreien Datenaustausch zwischen Gesundheitsämtern und verschiedenen Anwendungen zur Kontaktdaten-Erfassung geschaffen".

Pressesprecher der AKDB

Dr. Florian Kunstein

089 5903-1230

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