Seit Anfang Februar steht die Gesellschaft für Kommunalen Datenschutz mbH (GKDS) unter neuer Leitung: Mit Petra Ronneburg gewinnt die GKDS eine Geschäftsführerin, die fachliche Tiefe im Datenschutz mit strategischem Blick für kommunale Anforderungen verbindet und zugleich auf Bewährtem aufbaut. Wir haben sie gefragt, was Kommunen in puncto Datenschutz erwartet und warum das Thema immer mehr Brisanz entwickelt.

Petra Ronneburg bringt als ehemalige Inhaberin einer eigenen Datenschutzberatung langjährige praktische Erfahrung im Datenschutz mit. Sie kennt die Herausforderungen öffentlicher Stellen ebenso wie die Anforderungen an praxistaugliche, rechtssichere Lösungen. Diese Expertise will sie künftig gezielt in die Weiterentwicklung des GKDS-Portfolios einbringen. Insbesondere an der Schnittstelle von Datenschutz, Informationssicherheit und neuen Technologien wie künstliche Intelligenz.
Hallo und herzlich willkommen Frau Ronneburg. Was hat Sie an der Aufgabe als Geschäftsführerin der GKDS besonders gereizt?
Petra Ronneburg: Es ist der Perspektivwechsel. Ich komme aus einer stark operativen Tätigkeit und kenne die täglichen Herausforderungen im Datenschutz- und Informationssicherheitsbereich sehr genau. In meiner neuen Rolle kann ich meine Erfahrungen aktiv einbringen, Datenschutz- und Informationssicherheitsprodukte mitgestalten und so umfassend auf die Bedarfe unserer Kunden eingehen. Ebenso wichtig war es dabei für mich, in einem Team weiterer Expertinnen und Experten zu arbeiten und mit ihnen an pragmatischen Arbeitsansätzen für unsere Kunden zu arbeiten.
Was ist Ihnen in Ihrer neuen Rolle als Geschäftsführerin der GKDS besonders wichtig?
Petra Ronneburg: Unsere Arbeit soll einen echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Datenschutz und Informationssicherheit müssen im Alltag praktikabel umsetzbar sein und dürfen nicht als reine Pflichtübung wahrgenommen werden.
Welche Themen werden Kommunen aus Ihrer Sicht in den nächsten Jahren besonders beschäftigen?
Petra Ronneburg: Wir stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen - und viele davon betreffen direkt die Themen Datenschutz und Informationssicherheit. Die Erwartung, Verwaltungsdienstleistungen digital und effizient einzusetzen, wächst kontinuierlich. Zudem ist und bleibt die Bedrohungslage im Bereich Cybersecurity sehr hoch. Sicherheitsvorfälle, Hackerangriffe etc. können die Funktionsfähigkeit von Behörden ernsthaft beeinträchtigen und deutliche Folgen nach sich ziehen. Auch KI wird eine immer größere Rolle spielen - sei es in der internen Verwaltung oder im Bürgerservice. Gleichzeitig wirft der Einsatz Fragen zu Datenschutz, Informationssicherheit, ethischer Verantwortung und rechtlichen Rahmenbedingungen auf. Zusammengefasst sei gesagt: Kommunale Verwaltung wird weiter digital transformieren, gleichzeitig müssen Datenschutz, IT-Sicherheit, rechtliche Rahmenbedingungen und fachliche Qualifizierung stärker als bisher im Mittelpunkt stehen, um Vertrauen zu schaffen und nachhaltige, sichere Lösungen für Bürgerinnen, Bürger und Mitarbeitende zu gewährleisten. Wir freuen uns mit unseren Kunden diese Herausforderungen gemeinsam zu bewerkstelligen!



