14.12.20202 Minuten2
IT/DigitalisierungE-Government

Digitalverband Bitkom, Initiative D21 und Next:Public – drei aktuell erschienene repräsentative Umfragen zum Stand der Verwaltungsdigitalisierung bestätigen: Sowohl Angebot als auch Nutzung von Online-Verwaltungsleistungen verzeichnen einen entscheidenden Anstieg. Wir haben die Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

Nach der Bitkom-Umfrage sind zwei Drittel der Bürger sicher: Die Coronakrise hat die Verwaltungsdigitalisierung kräftig angeschoben, ebenso viele trauen ihrer Kommunalverwaltung einen kompetenten Umgang mit Digitalthemen zu. „Viele Städte und Gemeinden haben jetzt von null auf digital geschaltet und im Rekordtempo Schriftformerfordernisse gestrichen, digitale Anträge bereitgestellt und Bürger von der Pflicht befreit, vor Ort zu erscheinen“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Bitkom-Umfrage ergab auch eine gesteigerte Nachfrage für Familienleistungen: Über 90 Prozent der Befragten wünschen sich Online-Lösungen für Kitas und Schulen.

Online-Dienstleistungen immer bekannter

Diese Ergebnisse decken sich mit dem diesjährigen eGovernment MONITOR, herausgegeben von der Initiative D21 und der TU München. Demnach erklären rund 97 Prozent der Befragten, dass sie mindestens einen Online-Dienst ihrer Verwaltung kennen. Auch die Nutzung digitaler Verwaltungsdienste verzeichnet einen Anstieg: Mehr als die Hälfte der deutschen (Online-)Bevölkerung nutzt solche Dienste, 75 Prozent wollen in Zukunft mehr Behördengänge online durchführen. Diesen Trend kann auch die AKDB bestätigen. Gerade im Kfz-Zulassungsbereich oder bei der Kitaplatz-Bedarfsanmeldung gab es im Jahresverlauf deutliche Steigerungsraten.

Große Unterschiede zwischen Bundesländern

Die Studie „Verwaltung in Krisenzeiten“ von der Beratungsagentur Next:Public in Zusammenarbeit mit der Hertie School of Governance bestätigt einen Anstieg der Nutzung von Online-Angeboten. 43 Prozent der befragten Bürger wünschen sich einen Kontakt über Portale oder Kontaktformulare statt über Termine vor Ort. Augenfällig ist ein Gefälle zwischen den Bundesländern: Besonders zufrieden mit der Funktionsfähigkeit ihrer Verwaltung in Krisenzeiten sind Bürger in Hamburg, Bremen und Bayern. Fazit: Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes ist auf einem guten Weg – und Corona hat dazu beigetragen, diesen Weg zu ebnen.

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