14.12.20203 Minuten
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Die OZG-Umsetzung bis zum Jahr 2022 bleibt für bayerische Kommunen ein ambitioniertes Ziel. Um den Prozess zu beschleunigen, sollen künftig nachnutzbare Dienste nach dem Prinzip „Einer für Alle/Viele“ („EfA“-Prinzip) vorangetrieben werden. Wie genau das geht, zeigt die AKDB mit ihrem neuen Pilot-Fachdienst „Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit“.

Mit drei Milliarden Euro an Corona-Fördergeldern, die insbesondere in OZG-konforme Verwaltungsdienste fließen sollen, setzt der Bund ein deutliches Zeichen in Richtung Digitalisierung. Für die Förderung von OZG-Leistungen existieren allerdings klare Anforderungen: Sie müssen nach dem Prinzip „Einer für Alle/Viele“ allen interessierten Ländern zur Verfügung gestellt werden und organisatorische, rechtliche, finanzielle sowie technische Kriterien erfüllen. Dazu gehören die zentrale Bereitstellung über Austauschplattformen, die thematische Priorität im Rahmen der OZG-Umsetzung, die Vermeidung eines abgeschlossenen Ökosystems durch den Einsatz von Open-Source-Technologie und die Betriebsmöglichkeit bei jedem öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleister (oder auch in Kommunen). Bei konsequenter Beachtung des „EfA“-Prinzips sind diese Dienste problemlos in bestehenden öffentlich-rechtlichen Rechenzentren oder in der Kommune betreibbar.

Erster „EfA“-Dienst der AKDB

Die AKDB unterstützt Kommunen bei der OZG-Umsetzung von Beginn an und hat sich daher der nachnutzbaren Entwicklung nach dem „EfA“-Prinzip verschrieben. Ein Pilot ist bereits angelaufen: Der Online-Dienst „Aufenthaltstitel zum Zweck der Erwerbstätigkeit“ in Kooperation mit dem Land Brandenburg. Der Fachdienst, der alle Servicestandardregeln des BMI erfüllt, bildet den generellen Antrag „Aufenthaltstitel zum Zweck der Erwerbstätigkeit“ ab. Arbeitnehmer und Selbstständige aus Nicht-EU-Staaten, die in Deutschland arbeiten möchten, müssen in der Regel diesen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit stellen. Der Online-Dienst, der auf den Websites der Behörden eingebunden wird, basiert auf einer Containertechnologie und wird im Auftrag des Landes Brandenburg durch die AKDB im zertifizierten Rechenzentrum betrieben. Die Antragstellung umfasst Formularfelder und Dokumenten-Upload.

 

Die AKDB unterstützt Kommunen bei der OZG-Umsetzung von Beginn an und hat sich daher der nachnutzbaren Entwicklung nach dem „EfA“-Prinzip verschrieben.

„EfA“ in der Praxis

Nach der Pilotierung wird der Online-Dienst um weitere Antragsprozesse und Funktionen erweitert, die noch mehr Anwendungsfälle und Komfort bieten. So kann der Online-Fachdienst „Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit“ in Zukunft deutschlandweit schnell und unkompliziert allen Ausländerbehörden zur Verfügung gestellt und auf allen kommunalen Online-Portalen betrieben werden. Ganz im Nachnutzungssinne: Ein Fachdienst für Alle!

Wie die AKDB das „EfA“-Prinzip künftig leben wird

Der Online-Fachdienst für Brandenburg weist mit seiner nachnutzbaren Software-Infrastruktur den Weg für die künftige Philosophie der AKDB: Die Entwicklung weiterer E-Government-Dienste wird von nun an ganz im Zeichen der Nachnutzbarkeit stehen. Dadurch wird die OZG-Umsetzung entscheidend vorangetrieben. Die AKDB steht als Entwicklerin und Betriebsverantwortliche bei allen Prozessen sowie bei der Implementierung mit ihrer Expertise zur Seite.

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