27.07.20204 Minuten
IT/DigitalisierungCorona

Die AKDB und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern bieten eine digitale datenschutzkonforme Registrierungslösung entsprechend gesetzlichen Vorgaben an. Schirmherrin Digitalministerin Judith Gerlach: „Mit dieser cleveren digitalen Lösung kann die erforderliche Registrierung kontakt- und papierfrei erfolgen.“

Um Gastgeber und kommunale Einrichtungen bei der im Rahmen der Corona-Pandemie bestehenden Registrierungspflicht von Gästen, Besuchern und Kunden zu unterstützen, hat die Darfichrein GmbH, ein gemeinsames Tochterunternehmen der AKDB und des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern sowie des Entwicklerduos Stefan Michalk und Benedikt Schneppe, eine einfache Lösung auf den Weg gebracht. Die Dringlichkeit eine digitale Lösung für die Kontaktdatenerfassung zu entwickeln, eröffnete die Chance in kürzester Zeit die ungewöhnliche Partnerschaft zwischen der AKDB, dem DEHOGA Bayern und dem Entwicklerduo einzugehen und das Vorhaben sehr agil umzusetzen. Innerhalb von vier Wochen wurde aus einem ersten Prototypen ein marktreifes Produkt. Bei Redaktionsschluss nutzen schon über 690 Einrichtungen und Betriebe das System, über das die Kontaktdaten von über 66.000 Personen den gesetzlichen Vorgaben entsprechend erfasst wurden. Die Webseite darfichrein.de verzeichnet den tagesaktuellen Stand der Nutzungszahlen. Der Kontakt zwischen der AKDB und dem Entwicklerduo entstand aus der Patenschaft der AKDB im Umsetzungsprogramm des WirvsVirusHackathons der Bundesregierung. Dabei arbeiteten rund 30.000 Menschen virtuell zusammen, um digitale Anwendungen und Lösungen zu entwickeln, die dabei unterstützen, die Corona-Krise zu bewältigen.

 

darfichrein.de, vorgestellt auf dem Nockherberg in München: (v. l. n. r.) Benedikt Schneppe (Entwickler), Dominik Wörner (AKDB), Gudrun Aschenbrenner (Vorstandsmitglied AKDB), Staatsministerin Judith Gerlach, Stefan Michalk (Entwickler), DEHOGA Bayern-Geschäftsführer Dr. Thomas Geppert sowie DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer.

Aus den 1.500 Lösungsansätzen und Prototypen wurden die Vielversprechendsten für das mehrmonatige Umsetzungsprogramm ausgewählt. Die AKDB bringt sich in dieses Programm ein und unterstützt mehrere Initiativen dabei, ihre Lösungen voranzubringen. Erfreulich für das Projekt ist, dass Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach die Schirmherrschaft übernommen hat. Sie konnte sich von der Anwendung persönlich überzeugen: „Ungewöhnliche Zeiten erfordern kreative Ansätze. Die Digitalisierung hilft uns bei der Bewältigung der Corona-Krise. Mit dieser cleveren digitalen Lösung kann die erforderliche Registrierung kontakt- und papierfrei erfolgen. Auch hier kann uns die Digitalisierung das Leben ein kleines bisschen erleichtern.“

Ich freue mich, dass die AKDB an einer so innovativen Lösung wie der darfichrein-Anwendung aktiv mitwirkt.

Gudrun Aschenbrenner,

Vorstandsmitglied der AKDB

 

Datenschutz und -sicherheit garantiert
Datenschutz und Datensicherheit sind bei Nutzung der Web-Anwendung umfassend gewährleistet. Alle Daten werden ausschließlich im deutschen Rechenzentrum der AKDB gespeichert, das durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) auf Basis von IT-Grundschutz zertifiziert ist. Die AKDB übernimmt das Hosting der Datenbank der neuen darfichrein-Anwendung. Gudrun Aschenbrenner, Vorstandsmitglied der AKDB: „Ich freue mich, dass die AKDB an einer so innovativen Lösung wie der darfichrein-Anwendung aktiv mitwirkt. Die Nutzer der Anwendung können auf den Schutz ihrer Daten in unserem Rechenzentrum vertrauen“.

So funktioniert’s – auch im kommunalen Bereich
Auf darfichrein.de können sich Kommunen, kommunale Einrichtungen aber auch Gastronomen, Hoteliers oder Frisöre in wenigen Sekunden ein Konto erstellen. Dabei wird ein QR-Code generiert, der ausgedruckt und sichtbar für die Besucher, Gäste und Kunden angebracht werden kann. Die Besucher scannen den QR-Code mit dem Smartphone und geben ihre Kontaktdaten an. Dafür muss nichts installiert oder heruntergeladen werden – ohne Stift und Papier, die durch viele Hände gehen. Diejenigen Besucher, die kein Smartphone besitzen oder es nicht verwenden möchten, können sich etwa über ein Tablet der Einrichtung oder durch einen Mitarbeiter eintragen lassen. Die Daten werden verschlüsselt und sicher im AKDB-Rechenzentrum gespeichert. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben werden die Kontaktdaten nach vier Wochen automatisch gelöscht. Nur auf Anforderung der Gesundheitsbehörden darf die Einrichtung die Kontaktdaten der Gäste für ein bestimmtes Zeitfenster herunterladen, entschlüsseln und an die Behörden übergeben.

Das System zur digitalen Kontaktdatenerfassung kann im kommunalen Kontext in Freibädern, Bibliotheken, auf Veranstaltungen, im Bürgerbüros oder in sozialen Einrichtungen verwendet werden. Bei der Anwendung steht die Hilfe für die betroffenen Branchen und keine Gewinnerzielungsabsicht im Vordergrund. Daher können alle Kunden, die sich bis zum 31. Juli auf darfichrein.de anmelden, den Service bis Ende August kostenfrei nutzen. Ab Anfang September steht der Service zu einem regulären Betrag von 10 Euro pro Standort und Monat zur Verfügung. Für AKDB-Kunden gilt ein reduzierter Preis von 5 Euro monatlich.

 

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