Happy Birthday AKDB!
Wir haben einige unserer Mitarbeitenden gefragt, wie sie Ihre Zeit bei der AKDB wahrnehmen. Lesen Sie selbst!
Susanne Schuster, 55, seit 1994 bei der AKDB

Mitarbeiterin im Team „Brand, Digital & Event”
Der technologische Wandel ist enorm. In meiner Anfangszeit in den 90er-Jahren stand in jedem Sekretariat noch eine Schreibmaschine. Immerhin elektrisch! Die Zyklen der Veränderung werden kürzer. Vom zentralen Host, zum PC über Smartphones bis zur Cloud. Und heute beschäftigen wir uns zum Beispiel mit dem Einsatz von KI. Die Technik ändert sich rasant und wir müssen sie nutzen, lenken und dabei alle Kolleg:innen mitnehmen, genauso wie unsere Kunden.
Das, was „wir“ anderen Anbietern voraushaben, was uns wirklich zum Teil der kommunalen Familie macht, ist aus meiner Sicht das tiefe Verständnis für unsere Kunden. Kommunalverwaltungen sind besonders. Eben einfach anders als Mittelständler oder Konzerne. Dieses Besondere steckt auch tief in der DNA der AKDB und das lässt uns immer wieder den richtigen Weg in die Zukunft für und mit unseren Kunden finden.
Ein großer Einschnitt war tatsächlich Corona. Durch die Krisensituation einer weltweiten Pandemie wurde Homeoffice für quasi alle Kolleginnen und Kollegen über Nacht notwendig und von unserer internen Technik auch möglich gemacht. Das war wirklich eine herausragende Leistung. Dadurch hat sich der Arbeitsalltag aber auch entscheiden verändert. Videokonferenzen sind alltäglich – und manchmal den ganzen Tag. Teams sitzen nicht mehr an einem Standort und trotzdem klappt der Austausch und die Aufgaben werden erledigt.
Ich habe meinen Mann hier kennengelernt! Zur Silberhochzeit dieses Jahr kann man mit Fug und Recht behaupten, das war prägend... Aber im Ernst: Eine junge Kollegin hat mich mal gefragt, warum ich schon sooo lange dabei bin. Und die Antwort war simpel: Die Aufgaben sind abwechslungsreich, entwickeln sich laufend weiter und ich habe immer das Glück eines super Teams um mich herum gehabt. Das hat all die Jahre in der Anstalt für mich geprägt.
Mit Elan reinstürzen in die neue Aufgabe – und gleichzeitig nicht alles zu ernst nehmen. Und: Immer an die Kunden denken.
55 Jahre sind in der IT-Branche eine Ewigkeit. Und die Beschleunigung in allen Themen nimmt ja noch weiter zu. Darum wünsche ich der AKDB für die nächsten Jahre Ruhe, um zuzuhören, Kraft, um umzusetzen und Weisheit, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Sowohl im Büro als auch zuhause am Schreibtisch wartet je ein Cheerleading-Puschel auf seinen Einsatz. Wenn eine Kollegin, ein Kollege oder das Team eine Aufgabe gut erledigt hat, wird „gepuschelt“. Zwischen all den Anforderungen, muss man sich einfach auch mal gegenseitig und selbst loben.
Klaus Laumer, 64, seit 1992 bei der AKDB
Ich habe 1992 als Sachbearbeiter im Referat Kooperationen und Verträge begonnen. Als Jurist kümmere ich mich seitdem insbesondere um die Verträge rund ums Partnergeschäft. Partner sind andere öffentliche IT-Dienstleister, IT-Unternehmen oder auch Software-Entwickler. Mit den Jahren hat sich das Team zu einer Rechtsabteilung für alle juristischen Angelegenheiten entwickelt.
Heute sind wir sieben Personen: zwei sind für die Datenschutz-Themen und fünf auch für andere Rechtsfragen zuständig.
Es gab in unserem Referat selbstverständlich schon Computer. Unser Chef hat aber noch einer Sekretärin diktiert, statt selbst den Computer zu benutzen. Wir setzten damals bereits MS Office der ersten Generation ein, mit Mails war man noch sehr zurückhaltend. Die Verträge haben wir aber auf Großrechnern aufgesetzt. Jede Formatierung, etwa Fettungen, mussten über komplexe Kommandozeilen erstellt werden, das war natürlich umständlich. Dann wurde der Druckauftrag nach Bayreuth ans Rechenzentrum gesendet und nach zwei Tagen bekam man das Ergebnis geschickt. Dann hat man eventuelle Korrekturbefehle eingegeben, und das Ganze fing von vorne an. Das hat zu einer gewissen Entschleunigung beigetragen …
Wir benutzen viel Rechts-KI, das sind Werkzeuge, die ich nicht mehr missen möchte. Etwa Beck-Noxtua vom Beck Verlag oder Justima, das die Entwicklungen der europäischen Gesetzgebung für die AKDB abbildet. Überhaupt wird für die Tätigkeit der AKDB die europäische Regulierung immer wichtiger. Ob es um den AI Act geht oder den Digital Services Act: Viele Entscheidungen werden heute in Brüssel getroffen. Insgesamt benutzen wir heute außerdem viel mehr digitale Applikationen als früher: ob JIRA oder Sharepoint, Confluence oder unsere E-Akte. Trotzdem: keine KI kann einen Juristen wirklich ersetzen.
In unserem Team sorgen wir dafür, dass alle Aufträge an die AKDB von uns rechtskonform aufgesetzt und ausgeführt werden. Wenn wir unseren Job gut machen, bedeutet das, dass unsere Gesellschaft uns und den Institutionen vertrauen kann. Und dieses Vertrauen stärkt die Demokratie.
Ich freue mich darauf, dass die AKDB bald als zentrale Beschaffungsstelle für Kommunen tätig wird. Wir kümmern uns in einer ersten Ausschreibung um die Verträge und Konditionen, zu denen Kommunen etwa Microsoft-Produkte beschaffen können. Das ist eine große Entlastung für sie. Außerdem finde ich die von uns entwickelte GenAI-Plattform sehr spannend und zukunftsweisend. Sie ist eine Entwicklungs- und Betriebsumgebung für Anwendungen mit generativer Künstlicher Intelligenz (GenAI) im öffentlichen Sektor. Ziel ist es, allen Kommunen in Deutschland eine Plattform zu bieten, über die sie KI-Applikationen nutzen.
Den Mut, sich auf wichtige Themen zu konzentrieren und andere liegen zu lassen. Außerdem wünsche ich ihr, dass sie nie ihre Identität verliert auf dem Weg in eine Zukunft, die voller Veränderungen und Versprechen ist. Sie soll weiter so engagiert, gesellschaftlich relevant und nah an ihren kommunalen Kunden sein wie jetzt.

Lead Expert Recht und Datenschutz
Karl-Heinz Müller, 66, seit 1992 bei der AKDB

pensioniert, Teilzeitkraft im Produktmanagement Einwohnerwesen
Ich bin schon seit dem 1. November 1992 bei der AKDB. Angefangen habe ich in der Kundenberatung für den Bereich „autonomes Einwohnerwesen CIVIS-EWO“, das war der Name einer unserer Softwareprodukte fürs Einwohnerwesen. Es diente Städten und Gemeinden zur Erfassung, Speicherung und Bearbeitung von Personendaten sowie melderechtlichen Vorgängen. Nach dem Job im Kundenservice war ich Leiter Kundenservice Einwohnerwesen, dann Verantwortlicher in der Entwicklung der Software fürs Einwohnerwesen und Produktmanager.
In den ersten Arbeitsjahren gab es kein Mailprogramm. Mein Computer war ein Siemens-Nixdorf Terminal 97801 an einer SNI MX500. Das Betriebssystem war SINIX, ein Unix-Derivat der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG. Ich benutzte die Software für die Textverarbeitung und die Verfahrensbetreuung. Selbstverständlich gab es damals auch keine Fernwartung, die kam erst ab Mitte der 1990-Jahre auf. Und da es keine Mailprogramme gab und auch keine Kollaboration-Tools oder Internet-Telefonie wie heute, benutzten wir hauptsächlich das Telefon, um uns auszutauschen. Heute dient unser Schreibtischtelefon eher dekorativen Zwecken.
Ohne KI geht heute nicht viel. Ich benutze sie, um Daten zu ermitteln, Rechtsgrundlagen zu recherchieren und immer öfter auch für die Erstellung von Texten.
Ich habe die Umstellung der zentral bzw. teildezentral ausgespielten Software fürs Einwohnerwesen auf den autonomen Betrieb bei den Kunden miterlebt. Und jetzt erlebe ich, wie diese Fachverfahren wieder allmählich ins Rechenzentrum wandern und zentralisiert werden. Spannend war in den 2000-er-Jahren die Einführung der ersten Online-Dienste, mit denen Bürgerinnen und Bürger digitale Anträge stellen konnten – etwa die Beantragung von Briefwahlunterlagen über das Internet.
Auch die Neuentwicklung der Software fürs Einwohnerwesen von Uniface auf Java war ein Meilenstein. Kurz: Es gab viele gemeinsame Erfolge zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der AKDB. Aber natürlich auch Niederlagen, Fehler, aus denen wir alle gelernt haben, vielleicht sogar mehr als von den Erfolgen.
Für meine Arbeit bedeutet das: Ich sorge dafür, dass die digitalen Prozesse sicher sind – und das bedeutet auch rechtssicher. Und als AKDB allgemein befähigen wir Verwaltungen dazu, bestmöglichen Bürgerservice zu leisten. Das stärkt unsere Demokratie.
Auf echtes „digital first“. Das heißt, Abbildung von allen Verwaltungsprozessen sollen von Anfang an digital „gedacht“ werden. So wie es heute schon mit der elektronischen Wohnsitzanmeldung geschieht.
Viel Erfolg bei den anstehenden, herausfordernden Aufgaben bei der Transformation der Verwaltung zu einem bürgerfreundlichen, Ende-zu-Ende digitalen Service, bei dem die Register deutschlandweit vernetzt sind und der Bürger nicht ständig die gleichen Nachweise einreichen muss.
Venita Buzhala, 24, seit Februar 2026 bei der AKDB
Über eine Anzeige in einem Portal: Ich habe bei der AKDB meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gemacht. Die Ausbildung hat zweieinhalb Jahre gedauert, und dann bin ich gleich übernommen worden.
Ich bearbeite die Tickets von Kunden im Personalwesen der Kommunen. Das können Landratsämter, Rathäuser oder Kliniken sein. Also alles öffentliche Unternehmen. Wenn ich kann, helfe ich Ihnen, da geht es um Fragen der Nutzung der Personalsoftware OK.PWS. Wenn ich zur Beantwortung der Kundenanfragen weitere fachliche Unterstützung brauche, erstelle ich ein Ticket.
Ich freue mich, wenn ich helfen kann. Und ich liebe die Abwechslung in meiner Arbeit: Es gibt immer wieder eine neue Herausforderung, die gemeistert werden muss, ich lerne Tag für Tag, wie die Verwaltung funktioniert und was unsere Kunden brauchen. Ich bin quasi „ganz vorne dabei“.
Wenn unsere Verwaltung funktioniert, sind die Bürgerinnen und Bürger zufrieden. Das spüre ich dann auch. Und da Kommunen die kleinste Verwaltungseinheit sind mit dem meisten Kontakt zu den Bürgern, empfinde ich meinen Job als besonders sinnvoll und sinnstiftend.
Natürlich muss ich unsere Fachanwendung für Personalstellen in Kommunen bestens kennen. Das ist OK.PWS. Dann nutze ich seit einigen Monaten das CRM Salesforce, wo alle Kundenkontakte hinterlegt sind. Hier speichern wir alle Informationen zu Kundenkontakten. Das verschafft mir und den Kollegen einen optimalen Überblick darüber, was Kunden nutzen, wo sie Herausforderungen haben und was sie in Zukunft brauchen. Das ist also ein 360-Grad-Ansicht des jeweiligen Kunden. Ich freue mich auch, dass wir eine KI einsetzen: Das hilft mir, wenn ich in Handbüchern stöbern muss, um Kundenanfragen zu bedienen. Auch in Zukunft wird im neuen Kundenportal „meine AKDB“ ein Chatbot wiederkehrende Fragen der Kunden schnell automatisiert beantworten. Das gibt mir dann mehr Zeit für wirklich schwierige Kundenanfragen.
Ich hatte große Unterstützung von meiner Chefin während der Ausbildung, kein Tag gleicht dem anderen, immer wieder gibt es neue Aufgaben und neue Fragen zu lösen, besonders im Personalwesen. Und es gibt für mich nichts Schöneres als den Kundenkontakt. Also, ich habe die AKDB einer Freundin aus meiner Ausbildungszeit schon empfohlen!
Ein ganz langes, erfolgreiches Leben, viel Erfolg und tausend schöne Projekte!

Mitarbeiterin im Kundenservice Personalwesen
Giulia Interrante, 29, seit April 2026 bei der AKDB

Werkstudentin im Marketing
Ich studiere seit letztem Jahr Betriebswirtschaft und suchte gezielt einen Werkstudentinnen-Job. Die Jobbeschreibung der AKDB klang superspannend, die Aufgaben waren sehr vielfältig. Mir gefällt außerdem, dass mir in Aussicht gestellt wurde, dass ich mich hier weiterentwickeln kann. Die Zukunftsperspektive hat mich extra motiviert.
Jeden Tag gibt es etwas Neues: Ich darf Einträge im AKDB-internen Intranet schreiben und einpflegen, ich unterstütze das Event-Team bei der Vorbereitung von Veranstaltungen, muss Angebote einholen, das Equipment und die Standmaterialien organisieren. Derzeit stehen das AKDB Kommunalforum, die Smart Country Convention im Fokus. Super finde ich den Wechsel zwischen Büro-Aktivitäten und physischer Arbeit, ich bin nämlich viel im Haus unterwegs. Die Abwechslung ist toll.
Für mich ist eine moderne Verwaltung eine, die einfach für mich als Bürgerin guten, schnellen Service bietet. Ich finde es wichtig, wenn man als Bürger bei Behördengängen völlig unabhängig von Ort und Zeit ist, keine Wartezeiten hat und nicht ins Rathaus muss. Deswegen finde ich zum Beispiel die Lösung Bürgerservice Live so toll: Da kann man wie in einer Videokonferenz mit einem Mitarbeiter im Rathaus sprechen und eigene Anträge stellen. Was für eine Zeitersparnis! Außerdem finde ich gut, dass digitale Anträge Papier sparen. Nachweise sollten einfach per PDF ins Postfach landen!
Ich würde sagen: Hier findest Du eine offene, herzliche Atmosphäre. Vor allem wirst Du auf Augenhöhe behandelt. Die Kollegen unterstützen Dich, wenn Du Fragen hast. Ich fühlte mich nach ganz kurzer Zeit als vollwertiges Mitglied des Marketingteams. Ach, und dann würde ich sagen: Du kannst hier aus dem Homeoffice arbeiten, hast Gleitzeit, machst aber auch viel mit Deinen Kolleginnen und Kollegen, wenn Du im Büro bist. Man lacht viel und hat Spaß, obwohl man viel arbeitet.
Dass es kein verstaubter Laden ist. Man erwartet von einer Anstalt des öffentlichen Rechts nicht sofort, dass eine lockere Atmosphäre herrscht.
Auf jeden Fall: Mein Job im Marketing macht den Unterschied, weil ich Bürger und Verwaltungsangestellte über Lösungen informiere, die sie weiterbringen und für die Zukunft rüsten. Und die AKDB als solche macht eine sinnvolle Rolle in der Gesellschaft, weil sie Kommunen berät und mit Lösungen versorgt, die unser aller Leben leichter machen. Und zwar buchstäblich jeden einzelnen von uns.
Ich wünsche der AKDB neugierig zu bleiben und dass sie ihre „Persönlichkeit“ nicht verliert. Denn auch wenn wir uns ständig weiterentwickeln, neue Technologien einsetzen und die KI uns unterstützt: Das Herz der Firma sind die Menschen, die dahinter sitzen.
Dr. Herbert Lackner, 55, seit Juni 2026 bei der AKDB
Eigentlich habe ich nicht die Seiten gewechselt: Die AKDB wird ja von den kommunalen Spitzenverbänden getragen. Ich bin also weiterhin bei der AKDB Teil der großen kommunalen Familie geblieben. Da ich 14 Jahre lang Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Bad Reichenhall war und noch immer politisch aktiv bin – u. a. als Aufsichtsrat von Kommunalunternehmen und als Stadtrat -, glaube ich zu wissen, wie Kommunen ticken und kann dieses Wissen bei der AKDB einbringen.
Ich bin erstaunt von der Vielzahl an kompetenten und motivierten Kolleginnen und Kollegen. Aus meiner langjährigen Berufserfahrung auch in der freien Wirtschaft weiß ich, dass dies nicht selbstverständlich ist.
Unser gesamtes Geschäftsmodell ist auf die gute Zukunft der Verwaltung ausgerichtet. Und auf die Frage, wie wir die drängenden Herausforderungen der Kommunen lösen. Das Ziel ist klar: Bürokratieabbau, Personalkosten senken, Fachkräftemangel kontern und Effizienz der Verwaltung steigern.
Ganz klar: Wir gehören zu den Unternehmen, die zum Gemeinwohl beitragen, und das unterscheidet uns von Unternehmen, die rein profitorientiert arbeiten.
Die AKDB ist innovativ, wertschätzend und im allerbesten Sinne traditionell-konservativ.
Die Herausforderungen, die auf Kommunalverwaltung zukommen, werden in zehn Jahren den heutigen ähneln, neue werden hinzukommen. Für all diese Herausforderungen wird auch die Digitalisierung hoffentlich eine Antwort haben. Und folglich wird die AKDB dann immer noch eine wichtige Rolle spielen!
Optimismus und weiterhin viel Lust, die Aufgaben zu bewältigen und an den Herausforderungen zu wachsen – so, wie sie es seit einem halben Jahrhundert tut.

Solution Manager, Public Affairs Manager, Oberbürgermeister a. D.
Laura Holder-Wurzinger, 33, seit 2023 bei der AKDB

UX-Expert
Mich hat damals vor allem die Aufgabe gereizt: Verwaltung und User Experience (UX) klingt vielleicht im ersten Moment nicht nach der offensichtlichsten Kombination, aber genau das fand ich spannend. Denn genau dort gibt es unglaublich viel Potenzial, mit guter UX wirklich etwas zu verändern. Diese Wirkung begeistert mich bis heute: Wir gestalten ja nicht einfach irgendeine Software. Unsere Lösungen werden jeden Tag von sehr vielen Menschen in der Verwaltung genutzt und haben am Ende auch Auswirkungen darauf, wie Bürgerinnen und Bürger Verwaltung erleben. Wenn wir Prozesse einfacher machen, unnötige Komplexität reduzieren oder Menschen Zeit sparen, dann ist das für mich sehr sinnstiftend. Technologie sollte uns Arbeit abnehmen und nicht noch zusätzliche Arbeit schaffen.
Die Bedeutung von UX hat sich sehr verändert. Es geht nicht mehr nur darum, punktuell auf einzelne Oberflächen zu schauen. Nutzerzentrierung ist viel stärker Teil davon geworden, wie wir Produkte entwickeln und Entscheidungen treffen.
Ein gutes Beispiel dafür ist unser Design System. Das ist in den letzten Jahren um immer mehr Komponenten gewachsen, aber vor allem auch weiter gereift. Heute geht es genauso um Accessibility, Patterns, Guidelines und darum, wie wir sowohl die Designer Experience als auch die Developer Experience verbessern. Und inzwischen beschäftigen wir uns auch damit, wie wir dieses Wissen für KI zugänglich und nutzbar machen.
UX hat sich in der AKDB sehr entwickelt: von einzelnen UX-Maßnahmen hin zu einer gemeinsamen Grundlage für die Gestaltung guter digitaler Produkte.
Da gibt es tatsächlich ein paar Momente, die mir sehr im Gedächtnis geblieben sind. Ich hatte zum Beispiel einmal ein Gespräch mit einer Kundin, die unsere Produkte schon seit 1993 nutzt. Am Anfang meinte sie noch: „Eigentlich habe ich gar nichts anzumerken.“ Durch meine Fragen sind wir dann aber nach und nach auf Dinge gestoßen, bei denen sie seit Jahren ganz selbstverständlich mit Workarounds arbeitet. Das könnten wir eigentlich durch bessere UX lösen. Am Ende haben wir statt eines kurzen Gesprächs ca. 90 Minuten miteinander gesprochen.
Einen Erkenntnismoment brachte auch ein Usability-Test vor Ort: Beim Erledigen einer Aufgabe dreht sich die Testperson plötzlich vom Bildschirm weg und schaut auf einen kleinen Spickzettel, der an der Pinnwand hängt. Solche Momente sind Gold wert. Denn man bemerkt etwas, das einem wahrscheinlich niemand in einem klassischen Gespräch erzählt hätte: Hier unterstützt die Software die Person offensichtlich noch nicht ausreichend.
Genauso erfüllend ist natürlich der Moment, wenn wir ein neues Konzept testen und die Rückmeldung sehr positiv ist und man merkt, dass etwas, woran das Team lange gearbeitet hat, für die Nutzenden tatsächlich einen Unterschied macht.
Für mich sind es vor allem die unterschiedlichen Perspektiven innerhalb des Unternehmens. Gute digitale Produkte entstehen nicht im UX-Team allein. Dafür braucht es die Produktentwicklung, genauso wie Produktmanagement, Vertrieb und Kundenservice und natürlich die Menschen, die unsere Lösungen am Ende tatsächlich nutzen.
Ich mag, dass wir bei der AKDB all diese Perspektiven wirklich zusammenbringen. Denn es geht bei uns nicht darum, wer aus welcher Disziplin kommt, sondern um die Frage: „Was ist eigentlich die beste Lösung für das Problem?“ Dann entstehen meistens auch die besten Ergebnisse.
Außerdem habe ich das große Glück, mit einem Team zu arbeiten, das sehr viel Neugier und Gestaltungswillen mitbringt. Wir probieren Dinge aus, hinterfragen auch mal Bestehendes und entwickeln uns gemeinsam weiter. Das macht für mich sehr viel aus.
Weiterhin so neugierig, innovativ und experimentierfreudig zu bleiben!







