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Cyberattacken auf Schulen im Raum München

Schul-IT ins AKDB-Rechenzentrum

18.01.20233 Minuten5
Datenschutz

Nach einer Cyberattacke mit Lösegeldforderung Ende Oktober empfiehlt das Medienzentrum München gemeindlichen Schulen und Zweckverbänden, ihre IT im AKDB-Rechenzentrum hosten zu lassen. Fünf Schulen, die dem Landkreis unterstehen, haben den Betrieb ihrer Schulverwaltungs-Software ASV bereits ans AKDB-Rechenzentrum outgesourct. Weitere werden folgen.

Ende Oktober wurde das Medienzentrum München-Land Opfer einer Cyberattacke. Kriminelle haben die Datenverarbeitung von insgesamt 75 Schulen im Landkreis München und im Landkreis Berchtesgadener Land lahmgelegt. Obwohl die Verbindung zu Servern und Internet sofort unterbrochen wurde, gelang es den Angreifern, Datenbanken der Amtlichen Schulverwaltung (ASV) zu verschlüsseln – darunter Namen und Adressen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern und Daten zu Abläufen des Schultags, wie etwa Stundenpläne. Glücklicherweise scheinen die Daten bereits verschlüsselt auf den Servern abgelegt gewesen zu sein. Somit sind Echtdaten sehr wahrscheinlich nicht abgeflossen.

Das Medienzentrum München empfiehlt die AKDB

Die Software „Amtliche Schulverwaltung“ (ASV) ermöglicht die Erfassung schulischer Stammdaten. Außerdem kann man mit ihr Schüler- und Lehrerdaten verwalten. Das ist besonders für die Planung des Schulbetriebs hilfreich. Oder wenn Leistungsdaten für die Zeugniserstellung herangezogen werden müssen. Das Programm ASV ist eine schulartübergreifende Software. Sie wurde als plattformunabhängiges Schulverwaltungsprogramm für die Unterstützung von Bildungseinrichtungen bei allen administrativen Aufgaben und für einen besseren Informationsfluss zwischen Schulen und Schulaufsichtsbehörden entwickelt.

Das Medienzentrum München-Land ist eine kommunale Einrichtung des Landkreises. Auf dem Server des Medienzentrums wurde bisher die ASV für 55 Schulen im Landkreis München sowie ­– per Amtshilfe – für 20 Schulen im Berchtesgadener Land betrieben.

Eine Phishing-Mail war das Eintrittstor

Bei der Ransomware-Attacke Ende Oktober war die Schwachstelle eine Phishing-Mail, die offenbar an eine Schule geschickt wurde. Die Angreifer verschlüsselten Daten wie Namen und Adressen mit einer Schad-Software, sodass die Schulen keinen Zugriff mehr auf sie hatten. Jetzt hat das Medienzentrum die Reißleine gezogen und lässt die ASV von der AKDB hosten. Alle Schulen, die nicht unter die Sachaufwandträgerschaft des Landkreises fallen, hat sie außerdem aufgefordert, ihre Schul-Software ASV ebenfalls von der AKDB hosten zu lassen.

Die AKDB hostet bereits seit 2016 auf Wunsch die Software ASV in ihren BSI-zertifizierten Rechenzentren. Das Angebot gilt nicht nur für Grund- und Mittelschulen, sondern auch für die beiden weiterführenden Schularten Realschule und Gymnasium. Vorteile sind die Arbeitserleichterung und vor allem die Sicherheit: Es fallen keine lokalen Installations- und Wartungsarbeiten an, regelmäßige Updates und Daten-Back-ups werden von der AKDB übernommen. Ebenso die Systembetreuung durch qualifizierte Spezialisten sowie Datensicherung, Datenschutz und IT-Sicherheit. Durch die Servervirtualisierung sind Schulen überdies gegen Ausfälle gewappnet. Das Ziel: höchste Sicherheit und höchste Verfügbarkeit der Software.

Massiv in IT-Sicherheit investieren

„Ein Problem ist, dass Cyberattacken erfolgen, lange bevor die Auswirkungen sichtbar werden“, so AKDB-Vorstandsvorsitzender Rudolf Schleyer in einem aktuellen Interview mit der Fachzeitschrift Kommune 21. „Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld beispielsweise lag das Schadereignis mehrere Monate zurück, bevor die eigentliche Wirkung eintrat. Niemand sollte sich also sicher fühlen.“ Tatsächlich verzeichnet auch die AKDB in letzter Zeit vermehrt Attacken auf ihre IT-Systeme. „Für die AKDB“, so Schleyer, „bedeutet das ein ständiges Aufrüsten, wir investieren Millionen in die IT-Sicherheit.“

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