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Kooperation zwischen der AKDB und der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern

Früh übt sich …

Martin Pirner, Co-Fachgruppensprecher Haushaltswesen HfÖD, Gudrun Aschenbrenner, AKDB-Vorstandsmitglied, Harald Wilhelm, Fachbereichsleiter HfÖD und Dr. Markus Ludwig, Leiter Stabsstelle Hochschulkooperationen der AKDB (von links)

18.01.20233 Minuten9
Personal

Was gibt es Besseres für angehende Verwaltungsmitarbeitende, als sich früh mit ihrem Alltagswerkzeug vertraut zu machen: mit der Software, die sie benutzen werden? Jetzt ist die AKDB einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern eingegangen und stellt den Studierenden neue Software-Module zur Verfügung.

Angesichts des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels wird es immer schwieriger, qualifizierte Arbeitskräfte für den öffentlichen Dienst zu rekrutieren. Außerdem kommen immer mehr Aufgaben auf Beschäftigte zu. Der Deutsche Beamtenbund schätzt, dass derzeit rund 360.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst fehlen, in den nächsten Jahren soll sich die Zahl noch erhöhen.

Ein Lichtblick bieten Studien wie die aktuelle repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, für die mehr als 2.000 Studentinnen und Studenten befragt wurden. Das Ergebnis: Jeden Vierten zieht es zum Staat. Jan-Rainer Hinz von Ernst & Young erklärt: „Die Mehrheit der Studierenden will Sicherheit, wenn es um die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers geht. Staatliche Institutionen wirken für die aktuelle Akademikergeneration offenbar wie ein Fels in der Brandung der Berufswelt.“

Digitalisierung entlastet Verwaltungsmitarbeitende

Ein möglicher Ausweg aus dem personellen Engpass in der Kommunalverwaltung bieten Digitalisierung und Automatisierung vieler Verwaltungsprozesse. Besonders, wenn diese echte zeitliche Entlastung versprechen. Wichtig ist, dass künftige Verwaltungsbeschäftigte sich früh damit vertraut machen. Denn digitale Innovationszyklen werden immer kürzer. Deshalb bieten Verwaltungshochschulen ihren Studierenden neben dem theoretischen, gesetzlichen Überbau häufig Praxisübungen an digitalen Tools: etwa Fachverfahren, E-Government- und Cyberabwehr-Lösungen.

Studium mit Praxisbezug

So die Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern – Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung (HföD-AIV). Um Studierende fitter zu machen für den künftigen Job in der öffentlichen Verwaltung, hat die Hochschule im September 2022 einen Kooperationsvertrag mit der AKDB unterzeichnet. Es handelt sich um die Nutzung der Finanz-Software OK.FIS im Bereich des kommunalen Haushaltswesens. Diese können Studierende in den Fächern Wirtschafts- und Finanzlehre sowie Verwaltungsorganisation einsetzen. „Haushaltspläne werden nicht mehr am ‚Rechenbrett‘ erstellt, und auch die Buchführung hat sich seit Langem vom ursprünglichen Medium im Wortsinne entfernt“, so Fachbereichsleiter Harald Wilhelm. „Daher freuen wir uns, mit der neuen Kooperation die Weichen in Richtung eines höheren Praxisbezugs zu stellen.“

Der Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung nutzt in der Lehre bereits seit mehreren Jahren die Dokumentenmanagement-Lösung komXwork der AKDB-Tochter digitalfabriX. Im nächsten Schritt werden weitere Fachverfahren integriert und auch Praktika innerhalb der AKDB angeboten. So sollen Studierende Software bereits im Entstehungsprozess kennenlernen.

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