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AKDB fördert Studie über Frauen in Führungspositionen öffentlicher Unternehmen

Öffentlich – rechtlich – Frau!

16.09.20215 Minuten

Wie viele Frauen in Behörden, Bildungseinrichtungen, Stadtwerken oder Betriebshöfen besetzen Management-Positionen? Seit 2018 erhebt eine Forschungsgruppe der Zeppelin Universität Friedrichshafen aktuelle Zahlen und Statistiken. Erstmals fördert die AKDB die umfangreiche Recherche. Jetzt ist die brandaktuelle FIT-Public Management-Studie erschienen. Sie zeigt: Es gibt noch reichlich Luft nach oben.

Die Corona-Pandemie hat einmal mehr bewiesen, dass systemrelevante Jobs oft von Frauen ausgeführt werden: in Krankenhäusern, Seniorenheimen, an Schulen oder Kindergärten – und in der Verwaltung. Aber inwieweit sind Frauen in diesen Branchen auch in Management-Positionen vertreten? Dieser Frage geht seit Jahren eine Forschungsgruppe der Zeppelin Universität unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Papenfuß nach. Die AKDB, die mit Gudrun Aschenbrenner eine Frau im Vorstand hat, unterstützt und fördert die Studie dieses Jahr erstmalig. Die im Juli erschienene Studie hat 1.466 kommunale Unternehmen und 508 Unternehmen von Bund und Bundesländern unter die Lupe genommen.

Neue Bundesländer schneiden besser ab

Markant ist der Unterschied zwischen alten und neuen Bundesländern. In Letzteren ist die Frauenquote im Top-Management deutlich höher als in den alten. Mit Ausnahme von Offenbach am Main und Freiburg liegen die Städte mit der höchsten Frauenquote fast alle in den neuen Bundesländern – in Gotha, Rostock, Brandenburg oder Magdeburg. Dort sind über 30 Prozent der Top-Managementpositionen mit Frauen besetzt. In Offenbach am Main sind es sogar die Hälfte, in Rostock ein Drittel.

Frauen in der IT deutlich unterrepräsentiert

In den als besonders systemrelevant eingestuften Branchen „Gesundheit & Soziales“ und „Krankenhäuser“ sind Frauen deutlich häufiger in Top-Positionen repräsentiert. Spitzenreiter ist mit 36,1 % unverändert die Branche „Zoo & Naturpflege“. In allen untersuchten Städten gibt es dagegen sehr wenige Frauen in den Branchen „Stadtwerke“ und „Abfall“. Aber dort zeichnet sich etwas Bewegung nach oben ab: In der Branche „Stadtwerke“ gibt es sogar einen Zuwachs von 2,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. In der IT sind Frauen in Deutschland dagegen immer noch sehr unterrepräsentiert.

Das neue Führungspositionengesetz

Die Brisanz des Themas haben die Europäische Kommission und der deutsche Gesetzgeber längst erkannt, zumal Studien beweisen, dass weibliche Führungskräfte Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher machen. Die Europäische Kommission strebt einen gesetzlichen Mindestanteil von 40 % Frauen in Führungspositionen an. Die deutsche Regierung versucht ebenfalls, regulierend einzugreifen: So wurde am 11. Juni 2021 das „Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ (FüPoG II) im Bundestag beschlossen. Es sieht für öffentliche Unternehmen unter anderem erstmalig vor, dass bei einer Anzahl von mehr als zwei Personen im Vorstand mindestens eine Frau vertreten sein muss.

 

AKDB verzeichnet Anstieg an weiblichen Top-Managerinnen

Umso erfreulicher, dass München, wo die AKDB ihren Sitz hat, laut Studie eine große Zunahme an weiblichen Führungskräften in öffentlichen Unternehmen verzeichnet. Die AKDB kann diesen Trend bestätigen und registriert seit Jahren einen Anstieg von weiblichen Führungskräften, sowohl in Vollzeit als in Teilzeit. Da die Förderung von Frauen bereits in der Schule beginnt, engagiert
sich die AKDB beim bundesweiten Girls’ Day, auf dem Mädchen typische MINT-Berufe kennenlernen. Im April erhielten Berliner Gymnasiastinnen Einblicke in den Beruf der UX-Designerin und IT-Produktentwicklerin. Das Gleiche gilt fürs Recruiting: In ihren Kampagnen spricht die AKDB gezielt weibliche Bewerberinnen an, in dem Wissen, dass sich darunter die Führungskräfte von morgen befinden.

 

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