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E-Government-Dienste der AKDB: steigende Nutzerzahlen

Einer Studie des eGovernment MONITORS 2018 zufolge ist die Nutzung digitaler Verwaltungsangebote in den vergangenen zwölf Monaten in Deutschland zurückgegangen. Gleichzeitig verzeichnet die AKDB einen gegenläufigen Trend: In Bayern lässt sich ein spürbarer Anstieg einzelner Online-Bürgerdienste-Transaktionen feststellen, etwa bei der Beantragung von Briefwahlunterlagen. 

Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass dieses Jahr Akzeptanz und Nutzung digitaler Verwaltungsangebote bei der deutschen Bevölkerung rückläufig waren. So nutzten laut eGovernment MONITOR in den vergangenen zwölf Monaten 40 Prozent der Onliner mindestens einmal E-Government-Angebote, 2012 waren es noch 45 Prozent. Gleichzeitig zeigen Umfragen immer wieder, dass die Bereitschaft der Bürger, digitale Verwaltungsdienste zu nutzen, ungebrochen ist. Der Grund für dieses widersprüchliche Ergebnis: Bestehende Angebote reichen nicht aus. Das Fazit: Die Verwaltung muss den Menschen mit ihren Online-Diensten einen echten Mehrwert liefern.

Genau dafür macht sich die AKDB stark. Mit ihrem breit gefächerten Produkt- und Dienstleistungsangebot. So nutzen bereits über 1.300 Kommunen das Bürgerservice-Portal. Besonders in Bayern stellt sich die Situation positiver dar. Gerade der Freistaat übt beim E-Government eine Vorreiterrolle aus. Viele bayerische Kommunen sind in puncto Digitalisierung schon sehr weit. Die in diesem Zusammenhang zur Verfügung stehenden Dienste werden von den Bürgern immer intensiver genutzt, natürlich auch aufgrund der immer höheren Verbreitung des AKDB Bürgerservice-Portals. Im Vorfeld der bayerischen Landtagswahl 2018 entschieden sich beispielsweise über 340.000 Wahlberechtigte dafür, ihre Briefwahlunterlagen über das Bürgerservice-Portal der AKDB zu beantragen. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 ist das ein neuer Rekordwert, hier sind Steigerungsraten von rund 70 Prozent zu verzeichnen. Mittlerweile bietet das Bürgerservice-Portal der AKDB Bürgern und Unternehmen über 80 Dienste – von der Beantragung einer Geburtsurkunde oder einer Meldebescheinigung bis hin zur Fahrzeug-Abmeldung. Auch hier sprechen Zahlen eine deutliche Sprache: Neben den erwähnten Briefwahlunterlagen war mit fast 350.000 Fällen die Beantragung eines Wunschkennzeichens der beliebteste Online-Dienst, dessen Nutzung sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelte.

Fortschritte gibt es auch beim Thema Servicekonto. In Bayern und Hessen können Bürger bereits jetzt das auf AKDB-Technologie basierende Nutzerkonto als Online-Zugang zur Verwaltung nutzen. Die Zahl der registrierten Servicekonten in Bayern stieg bis Oktober 2018 innerhalb eines Jahres um gut 36 Prozent auf über 115.000 an. Wenn demnächst auch Nordrhein-Westfalen angeschlossen sein wird, werden bis zu 37 Millionen Bürger über dieses Nutzerkonto verfügen können. Ein großer Schritt in Richtung Interoperabilität von Verwaltungsdiensten über die Landesgrenzen hinweg. Und ein großer Mehrwert für den Bürger.