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Interkommunales Landkreis-GIS: Erfolgsgeschichte geht weiter

Seit 2002 betreibt der Landkreis Kelheim ein Geoinformationssystem und stellt es allen Landkreis-Kommunen zur Verfügung. Eine Veranstaltung im Landratsamt machte den Vorbildcharakter dieses Projekts auch für andere bayerische Kommunen deutlich.

Armin Hohmann, GIS-Beauftragter im Landratsamt Kelheim, mit Henrik Flock, Sarah Waßmann und Felix Kummer (alle AKDB, von links). Foto: Landratsamt Kelheim

Seit inzwischen 15 Jahren stellt der niederbayerische Landkreis Kelheim mit einer GIS-Datenzentrale allen Landkreis-Gemeinden Geodaten zur Verfügung. Nun fand in den Räumen des Landratsamtes eine Informationsveranstaltung statt, um diese Zusammenarbeit noch weiter auszubauen. Eingeladen dazu waren alle Landkreisgemeinden sowie Vertreter der AKDB, die bei dieser Gelegenheit die neuesten Möglichkeiten ihres GIS vorstellten.

Vorteile für die interne Verwaltung

2002 erfolgte der Startschuss für ein gemeinsames Landkreis-GIS. Dabei ist Kelheim einer der wenigen Landkreise in Bayern, der auf diesem Gebiet mit allen Landkreisgemeinden zusammenarbeitet. Landkreisweit einheitliche Datenbestände vereinfachen die Datenverwaltung und den Datenaustausch der Kommunen untereinander. Das Landratsamt Kelheim führte seit dieser Zeit mit der AKDB als Softwareanbieter viele Projekte durch, wie etwa die vollständige landkreisweite Digitalisierung der Bauleitpläne und die Umstellung auf das neue Datenformat ALKIS® der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Mit dem neu vorgestellten TERA Objektmanager können Verwaltungen jetzt zum Beispiel auch Gebäudeinformationen abrufen oder Angaben zu Leerständen und Baulücken hinterlegen und so für ein effizientes Flächenmanagement sorgen.

Auch Landkreis-Bürger profitieren

Wie nicht nur Verwaltungen, sondern auch normale Bürger von den neuen Lösungen profitieren, macht unter anderem das Angebot von Online-Bebauungsplänen deutlich. Darauf können Bürger auf der Homepage des Landkreises bequem und rund um die Uhr zugreifen. In Zukunft könnten dort auch Informationen zu Leerständen und Baulücken im Internet veröffentlicht werden.

Fazit: Die Möglichkeiten sind vielfältig – und Landkreis, Gemeinden und AKDB bleiben am Ball, um für interessierte Bürger einen Mehrwert zu schaffen und für die digitale Zukunft gerüstet zu sein.