Aktuelles aus dem Bereich OK.BAU/GIS/FMS

Förderung des kommunalen Flächenmanagements

Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr unterstützt mit seinem neuen Flächenspar-Förderprogramm "Erhebung der Innenentwicklungspotenziale" qualifiziertes Wachstum auf kommunaler Ebene. Förderfähig sind die systematische Erfassung innerörtlicher Baulücken, Brachen, minder genutzter Bauflächen und Leerstände mit geeigneten Instrumenten wie der Flächenmanagement-Datenbank – und damit auch Investitionen in entsprechende AKDB-Software-Lösungen.

Voraussetzung ist unter anderem, dass freie Flächen im Ort mit externen Planern ermittelt und für Projekte aktiviert werden. Das Förderprogramm startet Anfang 2019, Projektanträge sind bis zum 5. Oktober 2018 über die Bezirksregierungen im Sachgebiet 34 (Städtebau) des Ministeriums einzureichen. Wachstum in den Randbereichen, während die Ortskerne zunehmend ausbluten. Diese Problematik kennen viele Kommunen. Städte, Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften, Landkreise, Zweckverbände und interkommunale Verbunde können bei der Erfassung, Auswertung und Aktivierung von Innenentwicklungspotentialen ab 2019 finanzielle Hilfe vom Freistaat beanspruchen. Gegenstand der Förderung sind insbesondere Flächenmanagementsysteme, die Daten zu den Innenentwicklungspotentialen (Art, Lage, Baurecht, Größe, Rahmenbedingungen) systematisch erheben, die Durchführung von Eigentümeransprachen ermöglichen und Daten zum Wohnbaulandbedarf vorhalten.

Initiativen zur Reduzierung des Flächenverbrauches und zur Bevorzugung von Innen- vor Außenentwicklung begleitet die AKDB schon lange, sowohl als Lieferant maßgeschneiderter Software-Werkzeuge, als auch als erfahrener Dienstleister und Berater. Die unter dem Begriff TERA Flächenmanagement zusammengefasste, modulare Software der AKDB stellt eine ausgereifte, praxiserprobte Lösung für kommunale Verwaltungen dar. Ergänzt wird die Lösung der AKDB durch das offene Immobilienportal OK.GIS Immobilienbörse, in dem mit Zustimmung der Eigentümer die Immobilienobjekte nach außen vermittelt werden können. Somit hält die AKDB für das Handlungsfeld Flächensparen alle aufeinander abgestimmten Werkzeuge bereit.

Fortgeschrittene Kommunen, die bereits ihre Flächen erfasst haben, können mit Hilfe der Förderung ihr bestehendes Flächenmanagementsystem weiterentwickeln und darauf Strategien und Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung aufbauen. Auch die Entwicklung von Konzepten zur Revitalisierung älterer Einfamilienhausgebiete und ortskernnaher Bereiche ist Bestandteil der Förderinhalte.

Der Fördersatz liegt bei 60 Prozent, wobei für die absolute Förderhöhe (abhängig von der Einwohnerzahl) unterschiedliche Obergrenzen gelten. Kommunen bis 5.000 Einwohner können bis zu 15.000 € erhalten. Liegt die Einwohnerzahl bei über 5.000 bis 20.000 Einwohner sind bis zu 25.000 € möglich. Für große Kommunen ab 20.000 Einwohner gibt es maximal 35.000 €. Arbeiten mehrere Kommunen beim Flächenmanagement zusammen, wird die Förderhöhe – unter Berücksichtigung von Synergieeffekten – abhängig vom Umfang der Datenerhebung und dem konzeptionellen Ansatz festgelegt.

Bei solchen interkommunalen Maßnahmen oder bei konzeptionell umfassenden Vorhaben ist in Abstimmungen mit den Bezirksregierungen für die Antragstellung eine Fristverlängerung über den 5. Oktober 2018 hinaus möglich.

Weitere Informationen finden sich im Merkblatt Förderprogramm "Erhebung der Innenentwicklungspotenziale" des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr und der entsprechenden Pressemitteilung.