AKDB aktuell 0914

30.09.2014

Erding setzt Little Bird ein

Little Bird fliegt in Erding: Frauke Sturm, Katrin Sievert, Oberbürgermeister Max Gotz, Alois Gabauer, Kindergarten-Leiterin Christina Nuspl, Georg Göbl (AKDB) und Little-Bird-Geschäftsführerin Anke Odrig (von links) beim Start des Elternportals. Bild: Pr

Anfang September startete die oberbayerische Stadt Erding für die Vergabe ihrer Kinderbetreuungsangebote das interaktive Elternportal Little Bird. Nach kostenfreier Registrierung und Anmeldung können unter www.little-bird.de die gewünschten Plätze dann auch direkt online angefragt werden.
Erdings Oberbürgermeister Max Gotz war sich bei der Präsentation sicher, dass nun das Anmeldeverfahren deutlich einfacher werde. Erding ist die erste Kommune in Bayern, die das Online-Verfahren einführt. Little Bird soll den Eltern die Suche nach Betreuungsplätzen erleichtern und zugleich den Bedarf für eine nachhaltige Planung frühzeitig erfassen. Das Portal ist auch als Suchmaschine nutzbar, die Informationen über Öffnungszeiten, Ansprechpartner und pädagogische Ausrichtung der Kita zur Verfügung stellt. Nach der kostenlosen Registrierung kann man Platzanfragen an gewünschte Einrichtungen stellen – auch an mehrere parallel. Hierfür brauchen die Eltern Daten wie Adresse, Beruf und Konfession nur einmal angeben. Das aufwändige Ausfüllen von Formularen entfällt, ebenso das Aufsuchen einzelner Einrichtungen. „Wir möchten Eltern entlasten und gleichzeitig für Einrichtungen und Kommunen das gesamte Spektrum der Vergabe von Plätzen und der Verwaltung von Verträgen und Bescheiden abbilden“, erklärte Little-Bird-Geschäftsführerin Anke Odrig.

Der Platz wird letztlich aber nicht online gebucht, sondern lediglich der Wunsch nach Betreuung in einer bestimmten Einrichtung erfasst. Zum Kennenlernen von Eltern und Anbieter ist ein persönliches Gespräch nach wie vor unerlässlich. Erst dann entscheidet die Einrichtung, ob sie, abhängig von freien Kapazitäten, einen Platz anbietet. Darüber hinaus kann man sein Kind auch weiterhin persönlich anmelden. Die Einrichtung übernimmt dann die Eingabe der Daten ins System. Durch das Elternportal werden sämtliche Betreuungsanbieter miteinander vernetzt. Eltern haben die Möglichkeit, ihre konkrete Betreuungsanfrage parallel bei mehreren Anbietern zu stellen – das System erkennt trotzdem, dass es sich um dasselbe Kind handelt. Die kommunalen Bedarfsstatistiken sind dadurch stets auf dem aktuellsten Stand. Die jährlichen Abgleichgespräche seitens der Stadt mit den einzelnen Einrichtungen entfallen. Sobald ein Kind einen Betreuungsplatz erhält, erfahren auch die anderen angefragten Einrichtungen davon. Mehrfache Platzvergaben, die in vielen Kommunen ein Problem darstellen, werden auf diese Weise konsequent vermieden.

„Mit dem Portal soll kein Wettbewerb unter den Einrichtungen entstehen, sondern Chancengleichheit geschaffen und die Möglichkeit gegeben werden, schnell einen Platz zu buchen. Das schafft frühzeitige Planungssicherheit für alle Beteiligten und macht den gesamten Vergabeprozess wesentlich überschaubarer“, betonte Georg Göbl, Leiter der
AKDB-Geschäftsstelle Oberbayern. Die AKDB übernimmt Vertrieb und Hosting für die bayerischen Kommunen und ist damit erster Ansprechpartner für alle bayerischen Kunden. Für die Verwaltung der Betreuungsplätze nutzen die Kunden der AKDB bereits seit Jahren die Software
adebisKITA. Insgesamt arbeiten in Bayern rund 4.000 Kitas mit diesem Verwaltungsprogramm. Little Bird kann zukünftig durch eine Schnittstelle ganz einfach in die bestehende Verwaltungsstruktur integriert werden.

Nach dem Start in Bayern arbeiten nun rund 300 kommunale, konfessionelle und freie Träger in acht Bundesländern mit Little Bird: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein. Damit ist der „kleine Vogel“ für rund 2.500 Betreuungsanbieter im gesamten Bundesgebiet im Einsatz.