AKDB aktuell August 2016

11.08.2016

Bürgerterminals: Online-Verwaltungsdienste jetzt auch in bayerischen Sparkassen

Nach der Bargeldabhebung den Umzug melden, Briefwahlunterlagen beantragen oder ein Wunschkennzeichen reservieren - und das ohne technische Zugangshürden? Das klingt nach modernem eGovernment und genau das ist ab jetzt auch in bayerischen Sparkassen möglich. Den Anfang macht seit 2. August das sogenannte Bürgerterminal in der Hauptstelle der Sparkasse Ingolstadt am Rathausplatz, für weitere bayerische Städte laufen die Vorbereitungen.

v.l. Christian Siebendritt, Berufsmäßiger Stadtrat der Stadt Ingolstadt, Georg Göbl, Leiter der Geschäftsstelle Oberbayern der AKDB, Jürgen Wittmann, Vorstandsmitglied Sparkasse Ingolstadt, Oberbürgermeister Christian Lösel, Rechtsreferent Helmut Chase und Karl Koller, Leiter des Bürgerbüros der

v.l. Christian Siebendritt, Berufsmäßiger Stadtrat der Stadt Ingolstadt, Georg Göbl, Leiter der Geschäftsstelle Oberbayern der AKDB, Jürgen Wittmann, Vorstandsmitglied Sparkasse Ingolstadt, Oberbürgermeister Christian Lösel, Rechtsreferent Helmut Chase und Karl Koller, Leiter des Bürgerbüros der Stadt Ingolstadt sowie Michael Diepold, Leiter des Geschäftsfelds eGovernment der AKDB und sein Vertreter Clemens Krüger. Quelle: Stadt Ingolstadt

Über die Bürgerterminal-Lösungen der AKDB können Bürger in den SB-Bereichen der bayerischen Sparkassen künftig einfach und bequem auf ein umfassendes kommunales Online-Diensteangebot zugreifen. So lassen sich viele Behördengänge ins Rathaus oder Bürgerbüro sparen. Abgesehen von der freigeschalteten eID-Funktion des neuen Personalausweises gibt es keine weiteren Zugangs­voraus­setzungen, da das Terminal die erforderliche Technik bereits integriert hat und den Benutzer durch die einzelnen Bedienschritte führt. Für viele Online-Dienste ist übrigens nicht einmal die eID-Funktion nötig. 

„Ingolstadt ist Pilotstadt für diesen Service, denn das erste Terminal wurde hier aufgestellt“, freute sich Oberbürgermeister Christian Lösel bei der Inbetriebnahme. „Das Terminal ist nicht nur ein Service für die Bürgerinnen und Bürger, sondern entlastet auch die städtischen Mitarbeiter. Außerdem wird damit das Dienstleistungsangebot der Sparkasse breiter.“

Dahinter steht die Technologie des AKDB-Bürgerservice-Portals, der zentralen Plattformlösung für erfolgreiches eGovernment. Sie erlaubt die Nutzung von Verwaltungsdienstleistungen auch außerhalb der Öffnungszeiten von Ämtern und Behörden. Das Bürgerservice-Portal umfasst über 70 Online-Dienste und wird bundesweit von inzwischen mehr als 850 Kommunen eingesetzt. Darunter befinden sich fast alle bayerischen Landkreise. Im Rahmen des Projekts i-Kfz ermöglichen sie die Abmeldung von Fahrzeugen ohne Medienbruch. Die Sparkasse Ingolstadt stellt für das Bürgerterminal Fläche, Stromversorgung und DSL-Zugang zur Verfügung, betrieben wird es von der Stadt Ingolstadt.

Anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme in der Hauptstelle der örtlichen Sparkasse konnte sich auch Ingolstadts Rechtsreferent Helmut Chase gut vorstellen, dass die Bürgerterminals die Stadtverwaltung entlasten: „Gerade in Spitzenzeiten sollte sich der Einsatz der Onlinedienste in den Sparkassen positiv auswirken und unsere Mitarbeiter spürbar unterstützen.“ Für den Bürger bedeute dies einen einfachen Ablauf und eine permanente Verfügbarkeit der Verwaltungsdienstleistung, unabhängig von den Öffnungszeiten der Rathäuser, so Chase.

Von einem wichtigen Schritt in die richtige Richtung sprach Michael Diepold, Leiter des Geschäftsfelds eGovernment bei der AKDB: „AKDB, Sparkassenverband Bayern, Stadt und Sparkasse Ingolstadt sowie der Terminal-Hersteller eKiosk haben dieses Pilotprojekt gemeinsam koordiniert. Es ist ein weiterer, bürgerfreundlicher Ausbau des kommunalen eGovernment-Angebots.“