AKDB aktuell Mai 2016

11.05.2016

Mit dem Bürgerkonto zum erfolgreichen eGovernment

Die jüngste Veröffentlichung der Innovationsstiftung Bayerische Kommune mit dem Titel „Das Bürgerkonto. Möglichkeiten und Potentiale“ greift einen zentralen Baustein von eGovernment auf: Die Studie untersucht Chancen, wie mit dem persönlichen Nutzerkonto des Bürgers modernes eGovernment funktioniert, zeigt, wie damit elektronische Verwaltungsdienste nutzbringend eingesetzt werden können, und stellt Entwicklungspotenziale des Bürgerkontos in verschiedenen Bereichen dar.

Moderne Verwaltungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Effizienz und Effektivität ihrer Prozesse steigern, aber auch ihren Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Servicequalität bieten wollen. Diese erwarten von eGovernment, dass Verwaltungsvorgänge vollständig und sicher online abgewickelt werden können. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist das Bürgerkonto, in Bayern auch als BayernID bezeichnet, das für die sichere Authentifizierung sorgt und allen bayerischen Kommunen vom Freistaat dauerhaft kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Die Studie, die von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt verfasst wurde, analysiert das Bürgerkonto hinsichtlich verschiedener Aspekte. Sie identifiziert Potenziale für Kommunen, Bürger und Wirtschaft und gibt Handlungsempfehlungen für Kommunen zu dessen Einsatz sowie Hinweise zur Weiterentwicklung des Bürgerkontos in Bayern.

Untersucht wurden zehn Bereiche. Dazu gehört insbesondere die Authentifizierung als Grundfunktionalität des Bürgerkontos, mit deren Hilfe eGovernment-Dienstleistungen der Städte und Gemeinden, der Landkreise und des Freistaats auch übergreifend genutzt werden können. Ein wichtiges Handlungsfeld ist laut Studie eine hohe Nutzerfreundlichkeit des kommunalen eGovernment-Angebotes etwa unter Berücksichtigung des Lebenslagenkonzeptes oder der Möglichkeiten von Self-Service-Angeboten. Auch

Anwendungsbereiche und Nutzungsmöglichkeiten existierender und zukünftiger, innovativer Dienste werden skizziert. Bei den technischen Aspekten rund um die Infrastruktur und Architektur nimmt das Thema Sicherheit und Datenschutz eine wichtige Rolle ein. Nicht zuletzt werden die Entwicklungen mit einbezogen, die sich aus der europäischen Perspektive ergeben.

Was erreicht man mit dem richtigen Einsatz des Bürgerkontos? Diese Frage kann klar beantwortet werden: Die Nutzung nimmt zu. Das bedeutet, dass die Verwaltung immer mehr unmittelbar durch die effiziente und weniger aufwändige, weil medienbruchfreie, elektronische Bearbeitung von Anträgen profitiert. Vor allem aber entsteht für Bürger und Wirtschaft eine bequeme, anwenderfreundliche und einfache Möglichkeit, Behördendienstleistungen elektronisch in Anspruch zu nehmen.

Die gesamte Studie, alle vorhergehenden Projektergebnisse sowie Ziele und Organe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune können über www.bay-innovationsstiftung.de kostenfrei abgerufen werden.