AKDB aktuell April 2016

14.04.2016

Elektronische Unterstützung des Asylverfahrens

Im Rahmen der Asylverfahren war es bisher Usus, dass Personalien und Stammdaten von Flüchtlingen durch verschiedene Fachinstanzen wie zum Beispiel Ausländerbehörden und Sozialämter jeweils manuell in den Fachverfahren erfasst werden. Die AKDB unterstützt die digitale Abwicklung dieser Prozesse und hat nun eine weitere Verbesserung des entsprechenden Workflows initiiert.

Eine mehrfache manuelle Erfassung von Vor- und Familiennamen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen ist erfahrungsgemäß fehleranfällig, unkorrekte und abweichende Schreibweisen schleichen sich ein – mit allen damit verbundenen Konsequenzen. Auf Initiative der AKDB wurde nun die Möglichkeit einer weiteren digitalen Unterstützung der Asylverfahren mit einem medienbruchfreien Workflow geschaffen, der zum einen potenzielle Fehlerquellen minimiert, zum anderen die manuelle Datenerfassung und damit die beteiligten Fachstellen entlastet.

Im Freistaat Bayern werden die nach der Ersterfassung Städten und Landkreisen zugewiesenen Personen im sogenannten integrierten Migrantenverwaltungssystem (iMVS), einer staatlichen Anwendung, gespeichert. Gespräche der AKDB mit dem für das iMVS verantwortlichen Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration schufen die Grundlage dafür, dass Ausländerbehörden und Sozialämter bei den Kreisverwaltungen zukünftig auf Daten aus dem iMVS zugreifen können. Die Daten lassen sich dann zum Beispiel über eine XML-Schnittstelle aus dem iMVS in die beteiligten Fachverfahren importieren. Die entsprechenden Fachverfahren der AKDB – OK.SOZIUS und OK.VISA – verfügen in Kürze über eine iMVS-Schnittstelle und ermöglichen damit den Anwendern, ihre Aufgaben im Asylverfahren medienbruchfrei elektronisch durchzuführen.

Für eine möglichst planvolle und systematische Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern bietet die AKDB zudem Tau-Office Unterkunftsmanagement an. Auch dieses Verfahren kann die über die iMVS-Schnittstelle bereitgestellten Datensätze einlesen und erspart den manuellen Übertrag von Zuweisungsbescheiden in die Fachverfahren.

Bei Interesse und für weitergehende Informationen zum Thema iMVS-Schnittstelle stehen Ihnen die regionalen AKDB-Vertriebsberater in den jeweiligen Geschäftsstellen zur Verfügung.