AKDB aktuell Dezember 2019

Anmelderekord beim Anwenderforum Soziales

Das Anwenderforum Soziales 2019 fand bereits zum sechsten Mal statt – und war so gut besucht wie nie. Die Räumlichkeiten im Marinaforum in Regensburg waren mit 220 Teilnehmern aus 71 Jugend- und Sozialämtern und Wohngeldstellen aus verschiedenen Bundesländern ausgebucht.

Anwenderforum Soziales 2019 in Regensburg – wichtige Themen, viele Teilnehmer, interessantes Programm

Dass so viele Teilnehmer an der Veranstaltung teilnahmen, lag vor allem an dem umfangreichen, vielfältigen Programm – mit interessanten, aktuellen Themen für alle Fachbereiche. Im Vorfeld ließ insbesondere die Ankündigung der Vorstellung von OK.JUS für die Sozialhilfe die Anmeldungen aus Sozialämtern nochmal ansteigen. Die wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang: Wann steht OK.JUS für die Sozialhilfe zur Verfügung? Wann kann mit der Einführung von OK.JUS für die Sozialhilfe begonnen werden? Wie wird der Übergang vom Bestandsverfahren OK.SOZIUS zu OK.JUS aussehen? Lassen sich Daten aus OK.SOZIUS migrieren und welche? Wird die elektronische Akte weiterhin funktionieren?

Neben den übergreifenden Funktionen von OK.JUS, wie beispielsweise den vielseitigen Möglichkeiten im Programm zu suchen, Informationen zu verlinken oder die Wiedervorlage zu managen, stellten AKDB-Mitarbeiter das Modul für Bildungs- und Teilhabeleistungen vor: Abhängig davon, welches Fachamt beantragte Bildungs- und Teilhabeleistungen bearbeitet, kommt das Modul im Jugend- oder Sozialamt zum Einsatz.

Umstieg für viele Jugendämter intensives Thema

Viel diskutiertes Thema, das sich durch die gesamte Veranstaltung zog, ist die Anbindung an die Kasse. Dieser Ablauf wird – oft historisch bedingt – sehr unterschiedlich gehandhabt. Die meisten Fragen stellten die Teilnehmer zum Umgang mit der Verbuchung von Einnahmen und dem Führen des Verwahrkontos. Ein weiteres Thema, das Jugendämter beschäftigt, ist die mit einem Umstieg verbundene Datenmigration. Dass die AKDB geeignete Tools zur Übernahme bereitstellt, sehr viele Daten übernimmt und gleichzeitig eine manuelle Bereinigung ermöglicht: drei Pluspunkte für den Veranstalter!

Was einmal mehr deutlich wurde: In vielen Jugendämtern mangelt es an Personal. Ein erfolgreicher Umstieg auf OK.JUS hängt aber entscheidend von freigestellten Kapazitäten ab – dies bestätigten gerade auch diejenigen Jugendämter, die bereits mit dem Umstieg begonnen haben. Viele Behörden verfügen jedoch nicht über ausreichende Personalressourcen. Es sei nicht einmal genügend Zeit vorhanden, um den Umstieg vorzubereiten, berichteten Teilnehmer.

Vor diesem Hintergrund sorgte das Interview mit dem Kreisjugendamt Tirschenreuth für besonderes Aufsehen: Dort wurde OK.JUS bereits in fast allen Bereichen eingeführt. Wie wurde dort mit bestehenden Personalressourcen die Einführung gemeistert? Welchen Herausforderungen standen sie gegenüber? Worauf sollte bei einer Einführung besonders geachtet werden? Vertreter aus dem Jugendamt standen den Zuhörern für alle Fragen Rede und Antwort. Ein ausführlicher Bericht folgt – im nächsten AKDB-Report sowie in einer der nächsten Ausgaben des AKDB-Newsletters. Der Vortrag "Mythen auf den Grund gehen" schaffte bezüglich kursierender Gerüchte wie "OK.JUS gibt's nur im Rechenzentrum" bis hin zu "Wegen OK.JUS müssen wir auf IHV umstellen" Klarheit.

Außerdem: Wohngeldstellen beschäftigt dieser Tage insbesondere die Umsetzung des Wohngeldstärkungsgesetzes, was zentrales Thema in den Vorträgen zu OK.WOBIS war. Danach sind alle Fälle ab dem 1.1.2020 neu zu berechnen. OK.WOBIS unterstützt dabei die Anwender durch umfangreiche Programmanpassungen.

Im AKDB-Kundenportal können alle Vorträge nachgelesen werden.