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Wirtschaftlich und sicher: So geht kommunales Cloud-Computing

Die Innovationsstiftung Bayerische Kommune hat eine Neuauflage ihrer Studie zum IT-Outsourcing für Kommunen veröffentlicht. Im Rahmen der offiziellen Präsentation veranschaulichten Projektleiter Prof. Dr. Dirk Heckmann sowie Vertreter der Innovationsstiftung die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Cloud-Computing sowie entsprechende Vorteile für Kommunen.

Prof. Heckmann stellt seinen neuen Lehrstuhl vor sowie die Studie der Innovationsstiftung.

Prof. Dr. Dirk Heckmann, seit Oktober 2019 Inhaber des interdisziplinären Lehrstuhls für Recht und Sicherheit der Digitalisierung an der Technischen Universität München und Verfasser der Studie, präsentierte am 25. November 2019 die Neuauflage im Rahmen der Vorstellung seines neuen Lehrstuhls. Eingebettet in Ausführungen zu aktuellen Diskussionen rund um Windows 10 und Microsoft Office 365, den Überlegungen zu einer Europacloud sowie zum Projekt GAIA-X des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wurde offensichtlich, dass man gar nicht mehr umhinkönne, sich mit den Themen Cloud Computing und vernetzte Dateninfrastrukturen auseinanderzusetzen. 

C3 Compliant Community Cloud: So lautet sehr einprägsam die Studie der Innovationsstiftung Bayerische Kommune für sicheres IT-Outsourcing. Der Begriff compliant, zu Deutsch mit dem Gesetz vereinbar, bringt damit zum Ausdruck, dass neben technischen und organisatorischen Auflagen die rechtlichen Vorgaben erfüllt sein müssen, um dem Risiko bei IT-Outsourcing in seiner Gesamtheit Rechnung zu tragen. Erstmals erschienen im Jahr 2013, wurden im Zuge der Einführung der DSGVO und der daraus folgenden Novellierung diverser Fachgesetze rechtliche Anpassungen erforderlich. Technologische Entwicklungen im Laufe der letzten Jahre, u. a. beim vollautomatisierten Verwaltungsakt, wurden bei der Aktualisierung ebenso berücksichtigt.

In seiner Studie unterstreicht Heckmann, dass der unbestrittene Mehrwert der Cloud in Form wirtschaftlicher Ersparnisse, komfortabler Services und höherer Datensicherheit in den Kommunen nur erzielt werden könne, wenn auch die erforderlichen technisch-organisatorischen Maßnahmen sowie Datenschutzvorschriften umgesetzt würden. Besonderheiten des IT-Outsourcings bei der öffentlichen Hand würden sich zudem aus haushaltsrechtlichen Bindungen sowie den staatlichen Schutzpflichten im Hinblick auf den vertrauenswürdigen Umgang mit Bürgerdaten und die sorgfältige Auswahl des Cloud-Anbieters ergeben. Die Vorgaben der DSGVO, in der Praxis oft als bürokratische Last empfunden, würden jedoch gerade bei Fragen zur Auftragsverarbeitung wertvolle Antworten liefern.

Wie bei all ihren Projekten verfolgt die Innovationsstiftung Bayerische Kommune auch hier das Ziel, innovative Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung in einem passend zugeschnittenen Rahmen an die Kommunen weiterzugeben. Beim Erstellen der Studie wurde daher von Anfang an Wert auf eine hohe Praxisrelevanz für die Kommunalverwaltungen gelegt. Aus diesem Grund wirkten Vertreter der Bayerischen Kommunalen Spitzenverbände und Verwaltungsmitarbeiter aller kommunalen Ebenen an diesem Vorhaben mit. Sie brachten dabei ihre Erfahrungen und Bedarfe als Anwender der Cloud-Technologie ein und identifizierten Themenfelder, die die Studie zwingend beleuchten sollte. Die fundierte wissenschaftliche Betrachtung der Studie wird daher ergänzt durch einen kompakten Praxisleitfaden, der adressatengerecht Empfehlungen für die Umsetzung im kommunalen Alltag gibt.

Die 2. Auflage der Studie samt Praxisleitfaden ist kostenlos abrufbar unter bit.ly/2shEfDx

 

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