News der AKDB

11.08.2016

„Uns passiert schon nichts!“ Sicher? IT-Sicherheitsexperte Götz Schartner zeigt im Webinar, wie schnell es doch passiert.

‚Treffen tut es immer nur die anderen‘, so eine weit verbreitete Haltung bei allem Negativen, das um einen selbst doch bitte einen großen Bogen machen möge. Die AKDB-Webinarreihe „Bewusst sicher handeln – mit Awareness der zunehmenden Cyberkriminalität erfolgreich trotzen“ mit IT-Sicherheitsexperte Götz Schartner sensibilisiert Entscheider und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung dafür, den allgegenwärtigen Internetgefahren gekonnt aus dem Weg zu gehen und damit die eigene IT-Sicherheit zu gewährleisten.

Cyberkriminalität ist zum globalen Problem geworden, das keine verschlossenen Türen kennt. Die Täter verschaffen sich widerrechtlich Zutritt nicht über Balkon, Terrassentür oder das offengelassene Fenster, sondern über die Datenleitung. Jeder Anschluss und jede Art der Internetnutzung birgt trotz implementierter Sicherheitsmechanismen potenzielle Risiken für Datenschutz und Datensicherheit. Bei Attacken und Manipulation von Systemen werden Internetkriminelle immer professioneller und erfinderischer, jeder noch so unbedachte Klick kann die Bedrohungslage signifikant erhöhen. Die Haltung `mir passiert schon nichts` mussten viele Geschädigte – ob Privatpersonen, Unternehmen oder Kommunen -  schon leidgeprüft revidieren.

Öffentliche Institutionen sind zu einem durchaus attraktiven Angriffsziel für Cyberkriminelle avanciert, was eine BITKOM-Umfrage unter 70 Sicherheitsverantwortlichen deutscher Behörden im Jahr 2015 zutage gefördert hat. Demnach musste mit 49 Prozent fast die Hälfte der Behörden in Deutschland in den vergangenen Jahren Fälle von Cyberkriminalität verzeichnen. Die Erscheinungsformen sind vielfältig, die Konsequenzen nicht selten weitreichend:  Behördenportale sind nicht mehr aufrufbar, Bürgerdaten verschlüsselt oder gelöscht, kommunale Websites mit fremden Angeboten und Bestelllinks manipuliert.

Die Systeme wieder sicher zu machen ist kostspielig und auch deshalb schwierig, weil die Schadsoftware sich oft alle Rechte in einem System verschafft und damit die Kontrolle übernehmen kann.

Was aber lässt sich unternehmen, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen? Sicherheitstechnik wie Antiviren-Software und Firewalls haben Grenzen und werden schnell wirkungslos, wenn sorglose Menschen und Mitarbeiter eben dort klicken, wo es brandgefährlich wird.  

Die AKDB greift dieses hochaktuelle und für alle Mitarbeiter der kommunalen Verwaltung relevante Thema in Form eines ebenso spannenden wie unterhaltsamen Online-Vortrags auf. Gastreferent Götz Schartner, namhafter IT-Sicherheitsexperte und Bestsellerautor („Tatort www“), wird in der kostenfreien Webinarreihe „Bewusst sicher handeln – mit Awareness der zunehmenden Cyberkriminalität erfolgreich trotzen“ sowohl Verwaltungsmitarbeiter als auch Bürgermeister auf recht unkonventionelle Art für potentielle Gefahren aus dem Internet sensibilisieren.

Schartner informiert in fünf Terminen im Zeitraum September bis November über die am digitalen Arbeitsplatz und mobilen Endgerät lauernden Sicherheitsfallen und macht deutlich, dass der Schutz vor Schadsoftware genauso wichtig ist, wie das Verschließen der eigenen Haustür. Er gibt seinen Zuhörern ein unkompliziertes, praktisch umsetzbares und dennoch umfassendes Methodenwerkzeug an die Hand, um die Risiken aus dem Netz identifizieren und abwehren zu können. Dies veranschaulicht er anhand von realen Fall- und Einsatzbeispielen, womit eine lebendige Wissensvermittlung garantiert wird.

Um differenzierten Bedürfnissen einzelner Adressaten gerecht zu werden, definiert Schartner für jede Hierarchieebene potenzielle und typische Risikosituationen. Neben dem für alle wichtigen „Awareness-Einmaleins“, dem Allgemeinwissen über unterschätzte Gefahren und einfache Methoden zur Vorbeugung, werden auch auf spezifische Anwenderkreise zugeschnittene Inhalte beleuchtet.

Mit seiner Webinarreihe zielt Schartner darauf ab, die „Awareness“ des Anwenders zu erhöhen, sprich Bewusstsein und Verantwortungsgefühl für das eigene Handeln am Arbeitsplatz zu wecken, um selber nicht professionellen Hackern zum Opfer zu fallen.

Die Webinare sind kostenfrei und dauern jeweils 45 Minuten. Die systemtechnischen Teilnahmevoraussetzungen finden Sie hier.

Am 7. September und 3. November 2016 erhalten Verwaltungsmitarbeiter und kommunale Internet- und Smartphone-Nutzer u.a. eine Vertiefung in die Problematik fingierter E-Mails und Trojaner.

Am 16. September 2016  profitiert die Leitungsebene von Hinweisen auf typische Bedrohungslagen, einzuhaltende gesetzliche Anforderungen sowie Schutz- und organisatorische Maßnahmen.

Am 19. September 2016 erhalten IT-Leiter und Datenschutzbeauftragte gebündelte Informationen u.a. über Darknet, Krypto- und Erpressungstrojaner.

Am 28. Oktober 2016 werden Kommunalentscheider – Bürgermeister, Landräte und Kämmerer - über Art und Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen ausführlich informiert.