News der AKDB

27.04.2016

SEPA wird schlank und schnell

Seit dem 1. Februar benötigen Sie für Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes keinen Bank Identifier Code (BIC) mehr. Damit bleiben nur noch wenige SEPA-Länder über, die einen BIC fordern, wie die Schweiz und Monaco. Auf diese Vereinfachung reagieren selbstverständlich auch die Finanzverfahren OK.FIS und Finanzwesen zentral Dialog der AKDB.

Die BIC-Angabe, also die Angabe des Bank Identifier Codes, ist bei Zahlungen im größten Teil des Europäischen Wirtschaftsraums inzwischen nicht mehr erforderlich.

Mit der Version 2016 ist die Angabe des BIC optional: bei der Erfassung von Bankverbindungen einer Finanzadresse, bei der Anordnungserfassung sowie im Zahlungsverkehr. Für die Einziehung per Lastschrift benötigen Sie ein SEPA-Mandat. Dieses Mandat muss weiterhin – zumindest bis auf weiteres – den BIC aufweisen.

Richtig "schnell" wird SEPA bei den Lastschriften ab Ende 2016. Die Deutsche Kreditwirtschaft hat für diesen Zeitpunkt ein neues SEPA-Daten-Schema angekündigt. Mit diesem überarbeiteten Standard entfällt für den gesamten SEPA-Raum die Unterscheidung der Lastschriften nach unterschiedlichen Vorlagefristen für Erst- und Folgelastschriften. Gleichzeitig verkürzt sich die Vorlagefrist auf einen Tag (COR1-Verfahren).

Die AKDB wird dieses als Version 3.0 angekündigte SEPA-Schema in der nächsten erreichbaren Version implementieren. Damit entfällt dann voraussichtlich auch die Angabe des BIC in der SEPA-Mandatsverwaltung. Insgesamt ist festzustellen, dass SEPA innerhalb weniger Jahre erheblich einfacher in der Handhabung geworden ist – man kann es auch vernünftiger nennen.