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„Schnelligkeit ist Trumpf!“

Beim diesjährigen Zukunftskongress Staat&Verwaltung, der vom 15. bis 17. Juni komplett digital stattfand, äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der AKDB zur Chance, die durch die Corona-Krise für die Verwaltung entstanden ist - und sprach sich dafür aus, den aktuellen Digitalisierungsschub schnell mit pragmatischen Lösungen zu nutzen.

Beim Kick-off des Zukunftskongresses Staat&Verwaltung 2020 drehte sich alles um die Frage: Wie kann man die Verwaltung in Deutschland bis 2022 so schnell und flächendeckend wie möglich digitalisieren, um in Europa nicht nur Schritt zu halten, sondern zu den Besten zu gehören? Der AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer fand klare Worte. Erstens: Wenn Bürger gezielt digitale Online-Dienste suchen und erwarten, steige in Kommunen auch die Bereitschaft, diese anzubieten. Durch die Corona-Krise seien allein die digitalen Kfz-Zulassungsdienste im Bürgerservice-Portal der AKDB um 1.700 Prozent in die Höhe geschnellt. Zweitens: Schnelligkeit ist Trumpf. "Wir müssen schnell, mit pragmatischen Lösungen kommen, statt uns bei der Erarbeitung von komplett neuen Konzepten und Plattformen aufzuhalten. Es ist hierbei vielmehr eine Startup-Mentalität gefragt", so Schleyer. Drittens: Wie schon sein Vorredner Klaus Wierwille, Director Government & Public Services bei Deloitte Consulting, unterstrich er, dass die Digitalisierung der Verwaltung nicht mit der Bereitstellung von Online-Diensten erledigt sei. Vielmehr müsse man für eine komplett medienbruchfreie Digitalisierung der gesamten Prozesse auch im Backend, also innerhalb der jeweiligen Kommune, sorgen. Dazu gehören zum Beispiel komplett automatisierte Standardprozesse, die Mitarbeiter entlasten. "Denn", so Schleyer, "auch nach Corona bleibt ein Problem bestehen: der Fachkräftemangel in der Verwaltung."