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OK.SOZIUS – auch in NRW erfolgreich

Die Herausforderungen, denen Sozialämter heute begegnen, nehmen immer mehr zu. Auch die Stadt Datteln, im Kreis Recklinghausen, hat mit steigenden Kosten und Fallzahlen zu kämpfen. Um sämtliche Fälle zeitnah zu bearbeiten, verlässt sich das Sozialamt seit Jahren auf OK.SOZIUS. Wir haben mit Gruppenleiterin Christiane Rachuba und Fachdienstleiter Detlef Nathaniel-Brand über Probleme – und Lösungen – gesprochen.

Detlef Nathaniel-Brand, Fachdienstleiter Soziales der Stadt Datteln, und Gruppenleiterin Christiane Rachuba

Herr Nathaniel-Brand, haben Sie heute im Sozialamt mehr zu tun als vor fünf Jahren?

Ja, definitiv!

Warum?

Das liegt an verschiedenen Faktoren. Zum einen spüren wir die gestiegenen Fallzahlen bei der Betreuung von Asylbewerbern heute immer noch. Finanziell und organisatorisch. Das Land übernimmt ja nur die Kosten, solange das Asylverfahren noch läuft. Ist zum Beispiel ein Geflüchteter zur Ausreise verpflichtet, hat aber keine Papiere, dann ist es Aufgabe der Kommune, ihn ab dem 4. Monat bis zur Ausreise unterzubringen und ihm nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Geld zu zahlen. Heute haben wir in Datteln 40 solcher Fälle. Auch das Thema der Unterbringung ist problematisch – es gibt schlichtweg keine Wohnungen, insbesondere für anerkannte Flüchtlinge, also SGBII-Empfänger mit Rechtsanspruch auf eine Privatwohnung. Die Sozialhilfeempfänger und die Bezieher von Grundsicherung im Alter sind in den letzten Jahren ebenfalls stark angestiegen. Ich nenne nur ein Beispiel: Die Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt haben sich von 2013 bis heute verdoppelt. Auch die Bezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sind stark angestiegen. Auf 376 Fälle. Das liegt an den niedrigen Renten. Und das wiederum hat mit dem Anstieg von Geringverdienern und von Single-Haushalten zu tun. Besonders Frauen sind da betroffen.

Welche ist im Arbeitsalltag die größte Belastungsprobe – wenn man von den Einzelschicksalen absieht?

Im Moment sind es die vielen Gesetzesänderungen. Die sind im sozialen Bereich besonders häufig. Zuletzt war es das Bundes-Teilhabe-Gesetz, das Anfang 2017 mit der ersten Reformstufe in Kraft trat und das Menschen mit Behinderung Fachleistungen und finanzielle Unterstützung garantiert. Die Bearbeitung der einzelnen Fälle muss so schnell wie möglich von der Software abgebildet werden, die wir jeden Tag nutzen. Und das ist OK.SOZIUS. Die Masken mussten angepasst werden, damit Geldleistungen errechnet werden konnten. Neue Zahlungsschlüssel kamen und kommen hinzu … 2017 gab es eine weitere Gesetzesänderung, die volljährigen Kindern, die auf Grundsicherung angewiesen sind und bei den Eltern leben, die Erstattung von anteiligen Miet- und Heizungskosten gewährt. Auch diese Regelung musste umgehend in der Software OK.SOZIUS abgebildet werden.

Kann eine Software wie OK.SOZIUS tatsächlich den Unterschied machen?

Christiane Rachuba:Ja. Zum einen weil die Anpassungen an die Gesetze immer schnell, präzise und reibungslos verliefen, sodass wir keine Ausfallzeiten hatten. Zum anderen weil OK.SOZIUS sehr intuitiv zu bedienen ist. Auch wer neu zu uns ins Team gestoßen ist, hat sich sehr schnell in die Software eingearbeitet. So war jeder neue Mitarbeiter sofort einsatzbereit! Die Software führt uns sehr gut durch die Fälle, alle relevanten Abfragen werden übersichtlich vom Programm durchgeführt – etwa Einkommen, Kosten der Unterkunft, Krankenversicherung, Kindergeld.

Detlef Nathaniel-Brand:Da hat OK.SOZIUS im Vergleich zu anderen Produkten tatsächlich die Nase vorn. Außerdem hilft sie uns, ein weiteres Problem zu lösen: Im Sozialamt überaltern wir allmählich. Der jüngste Mitarbeiter ist 38 Jahre alt, die meisten sind aber Mitte 50 oder um die 60. Da lässt die Leistungsfähigkeit nach. Eine gute Software wie OK.SOZIUS, die Prozesse beschleunigt und auch noch einfach zu bedienen ist, nimmt den Druck. Im Übrigen nimmt das Anspruchsdenken unserer Klientel zu, besonders bei den jungen Menschen. Es muss immer alles ganz schnell gehen. Da bin ich auch froh, dass uns die Software unterstützt.

Christiane Rachuba:Am aufwändigsten ist es jeweils, die Ersteingabe des Falls zu machen, mit allen Parametern, die eingegeben werden müssen, um die finanzielle Hilfeleistung festzulegen, eine Wohnung zuzuweisen usw. Ist erst mal die Akte angelegt, kann sie danach jedes Mal neu aufgerufen, schnell bearbeitet, geändert und angepasst werden.

Spüren Sie den Personalmangel in der Verwaltung?

Detlef Nathaniel-Brand:Nein, das können wir so nicht sagen. Unser Team besteht aus 24 Mitarbeitern – und wir haben irgendwann ein Benchmarking gemacht. Dabei haben wir festgelegt, dass idealerweise jeder Vollzeitarbeitsplatz in der Lage sein muss, 179 Fälle im Bereich Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zu bearbeiten. Und 188 Hilfeempfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Diesen Bearbeitungsschlüssel schaffen wir heute ohne weiteres. Das ist gut, denn wir müssen sparen. Dass wir im bestehenden Team in der Lage sind, die Arbeit zu bewältigen, ist auch Verdienst von OK.SOZIUS.