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"Mehr Schnittstellen und mehr Standards schaffen!"

Auf der zweiten Smart Country Convention sprach sich AKDB-Vorstandsmitglied Gudrun Aschenbrenner für mehr Standards bei der Entwicklung von Online-Diensten aus. Und lobte den Stand der Digitalisierung in deutschen Kommunen.

Podiumsdiskussion zum Stand der OZG-Umsetzung: AKDB-Vorstandsmitglied Gudrun Aschenbrenner auf der Smart Country Convention in Berlin

Als vom 22. bis 24. Oktober in Berlin die Smart Country Convention stattfand, durfte die AKDB nicht fehlen. Denn auf der Kongressmesse ging es um die digitale Verwaltung, um die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und um die Frage, wie man die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen effektiver gestalten kann. Im Diskussionspanel zum Thema OZG-Umsetzung unterstrich Gudrun Aschenbrenner, dass entgegen vieler Unkenrufe viele Kommunen nicht nur in Bayern, sondern deutschlandweit, ihren Bürgern Online-Dienste zur Verfügung stellen, die auch intensiv genutzt werden: "Letztes Jahr wurden zum Beispiel 1,2 Millionen Anträge online über das Bürgerservice-Portal gestellt." Gleichzeitig unterstrich sie, wie wichtig es für eine schnelle und flächendeckende Digitalisierung der Verwaltung ist, dass bei der Programmierung von Software und Online-Diensten auf die Kompatibilität geachtet wird. Kurz: Die vielen IT-Dienstleister müssen dafür sorgen, dass Standards befolgt und Schnittstellen zu Fremdverfahren geschaffen werden.

Überhaupt stand das Thema Zusammenarbeit im Vordergrund vieler Panel-Diskussionen. Entsprechend freuen sich große IT-Dienstleister wie die AKDB auf die künftige Zusammenarbeit mit der FITKO (Föderale IT-Kooperation), die ab 1. Januar 2020 den Ausbau der Digitalisierung in der Verwaltung bundesweit koordinieren und konsequent vorantreiben soll.

Ebenso wichtig sei es, dass man bei der Entwicklung von Online-Diensten nicht ausschließlich an den Bürger denke, sondern ebenso an den Sachbearbeiter in der Verwaltung, denn, so Aschenbrenner, "das Backend wird viel zu oft aus den Augen verloren. Es müssen auch die Prozesse in der Kommune digitalisiert – und bestenfalls auch vollkommen automatisiert werden. Auch im Hinblick auf den massiven Personalmangel. Was uns freut, ist, dass dies bereits passiert. Zum Beispiel wurden bisher in Bayern 2.000 E-Akten-Lösungen installiert. Das ist ein großer Beitrag zur Digitalisierung in der Verwaltung. Und das ist ganz unabhängig vom OZG geschehen".