News der AKDB

25.04.2016

IT-Schnittstellen für medienbruchfreie Asylverfahren

Auf Initiative der AKDB können nun in Bayern Ausländerbehörden und Sozialämter auf die im integrierten Migrantenverwaltungssystem (iMVS) gespeicherten Daten zugreifen. Diese Daten werden den jeweiligen kommunalen Fachverfahren über Schnittstellen elektronisch zugänglich gemacht und erleichtern so die Sachbearbeitung im Asylverfahren.

Die dem Freistaat Bayern neu zugewiesenen Flüchtlinge werden mit ihren personenbezogenen Daten im iMVS erfasst, für das das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration verantwortlich zeichnet. Damit die am Asylverfahren beteiligten Stellen wie Ausländerbehörden, Sozialämter sowie die für die Unterkünfte verantwortlichen Stellen Flüchtlinge nicht mehrmals manuell erfassen müssen, hat die AKDB dem Innen- und dem Sozialministerium des Freistaats vorgeschlagen, die iMVS-Daten den kommunalen Fachverfahren elektronisch zugänglich zu machen.

Ausländerbehörden und die Sozialämter bei den bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten haben die Möglichkeit, im iMVS die ihnen zugewiesenen Personen einzusehen. Die erforderlichen Daten lassen sich zukünftig über eine XML-Schnittstelle oder über Microsoft Excel aus dem iMVS importieren. Die AKDB hat für ihre Fachverfahren OK.VISA und OK.SOZIUS mit Hilfe einer Schnittstelle die Möglichkeit geschaffen, Daten aus dem iMVS elektronisch zu übernehmen. Auch das von der AKDB angebotene Tau-Office Unterkunftsmanagement, das eine systematische Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern beinhaltet, verfügt über eine solche Schnittstelle.

Die iMVS-Schnittstelle hat unter anderem den Vorteil, dass Daten von Personen, die der Kommune per Zuweisungsbescheid zur Unterbringung zugeteilt werden, nicht mehr manuell in OK.VISA, OK.SOZIUS und Tau-Office erfasst werden müssen. Dies reduziert nicht nur den Erfassungsaufwand, sondern angesichts von Vor- und Familiennamen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen auch mögliche Fehlerquellen. Durch in der Schnittstelle enthaltene Merkmale ist zudem sichergestellt, dass im Fachverfahren bereits erfasste Personen eindeutig identifizierbar sind.