News der AKDB

Das 3. AKDB Kommunalforum: Impulsgeber für die Branche

Die Digitalisierung in Kommunen ist ein Muss, um Stadt und Land zukunftssicher zu machen. Dies
war eine der Hauptbotschaften auf dem 3. AKDB Kommunalforum in München. Damit positioniert
sich das Kommunalforum immer mehr als führende Veranstaltung für innovative digitale Lösungen.
Von Chatbots, künstlicher Intelligenz über Blockchain bis hin zu interoperablen Bürgerservice-
Portalen bot der Branchentreff ein breit gefächertes Spektrum an Zukunftsthemen für 1.000
Teilnehmer aus ganz Deutschland.

Auch beim dritten Mal restlos ausgebucht: Die Zuhörer des Auditoriums verfolgten den spannend-launigen Vortrag von Neurowissenschaftler Dr. Volker Busch „Ist unser Hirn überhaupt „digital-ready“?

Über 1.000 Führungskräfte und Sachbearbeiter aller kommunaler Ebenen folgten der Einladung der AKDB und trafen sich am 18. Oktober am Nockherberg in München. Mit seinem breiten Themenangebot, 50 Referenten, zahlreichen Keynotes, Fachvorträgen und der Begleitausstellung mit 25 Partnern – von Fujitsu über DAMOVO, Microsoft, SpeedBiometric bis hin zu ISGUS, Fast LTA und Docusnap – hat sich das AKDB Kommunalforum als fester Branchentreff für kommunale Führungskräfte etabliert. Die AKDB zeigte neueste Lösungen, innovative Technologien und zukunftsweisende Trends, unter anderem in den Bereichen E-Government, E-Rechnung, Outsourcing, Bau und GIS sowie Datenschutz und IT-Sicherheit. Erstmals wurden Praxis-Workshops angeboten, in denen digitale Lösungen erarbeitet und getestet werden konnten. Parallel dazu suchten die Teilnehmer das persönliche Gespräch mit "ihren" AKDB-Mitarbeitern und erhielten unbürokratische Unterstützung und Antworten auf Fachfragen.

Der AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer lud die Teilnehmer ein, sich zu informieren und die
Chancen der Digitalisierung zu ergreifen: „Wir sind überzeugt davon, dass die Digitalisierung von
Verwaltungsprozessen eine dreifache, also eine Win-Win-Win-Situation schaffen kann: für die öffentliche Verwaltung, für Mitarbeiter in den Verwaltungen und für Bürger.“ Er rief die Anwesenden dazu auf, die Digitalisierung zu nutzen, um die Verwaltung noch bürgerfreundlicher zu machen und versicherte, dass die AKDB und ihre Partner dafür ihren tatkräftigen Beitrag leisten werden.

 

Mehrere Perspektiven auf die Digitalisierung: EU, Bund, Land und Leuchtturmprojekte

Die Veranstaltung schaffte den Spagat zwischen der Präsentation politisch-strategischer Themen einerseits und Fachthemen andererseits. Der Bundesbeauftragte für Informationstechnik Klaus Vitt unterstrich in seiner Keynote, dass die Digitalisierung für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes von zentraler Bedeutung ist. Grundvoraussetzung sei ein funktionierender Portalverbund mit einer breiten Anzahl von Bürgerservices und integrierten E-Akten. Dass von der schnellen Digitalisierung nicht nur die Zukunft Deutschlands, sondern auch Europas abhängt, machte Paul Nemitz von der Generalverwaltung Justiz und Verbraucher der Europäischen Kommission deutlich. Er zeigte die Chancen auf, die GovBots und künstliche Intelligenz für Verwaltungen und Bürger eröffnen. Nur so könne man das Ziel eines digitalen Binnenmarktes erreichen. Die bayerische Perspektive nahm Finanzstaatssekretär Dr. Hans Reichhart ein. Die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen müsse vor allem im ländlichen Raum dezidiert vorangetrieben werden. Reichhart erläuterte Förderprogramme und Initiativen, die der Freistaat schon aufgesetzt habe.

 

Change-Management für den digitalen Wandel

Auf großes Interesse im Publikum stieß das Förderprojekt „Digitales Dorf“. Hierbei konnten sich Gemeinden in Bayern mit Digitalisierungsprojekten bewerben. Auf der Veranstaltung stellte Bürgermeister Karlheinz Roth das Projekt für den südbayerischen Gewinner, den Gemeindeverbund Spiegelau-Frauenau, vor. Darin geht es um die Digitalisierung von Verwaltungs-, Medizin-, Nahversorgungs- und Mobilitätsangeboten. „Unterbleiben im ländlichen Raum strukturelle Maßnahmen für digitale Teilhabe, dann führt die Digitalisierung neben dem demografischen Wandel zu einer Verschärfung der Ungleichgewichtung“, mahnte abschließend Carsten Große Starmann, Projektleiter LebensWerte Kommune von der Bertelsmann Stiftung, der herausragende Digitalisierungsprojekte präsentierte. Darunter auch „Smarter Together“, das EU-Leuchtturm-Projekt für eine smarte Stadt, an dem auch München teilnimmt, sowie das Nachbarschaftsportal nebenan.de.

Wie ein digitaler Wandel zu gestalten sei, erklärte Prof. Claudia Schneider von der Hochschule für
öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. Dabei gehe es nicht nur um die Implementierung
neuer Software, sondern auch um neue Arbeitsprozesse und Organisationsstrukturen. Sie legte den
Führungskräften im Auditorium nahe, ihre Mitarbeiter stärker in die Digitalisierung einzubinden und ihnen Verantwortung zu übertragen. Nur so könne eine „digitale Kultur“ durchgesetzt und gelebt werden.

 

Impulse und Austausch

Neben den vielen Vorträgen und Präsentationen schlanker IT-Lösungen suchten die Forumsbesucher das persönliche Gespräch mit "ihren" AKDB-Vertriebsberatern. Das druckreife Fazit zum 3. AKDB
Kommunalforum lieferte Spiegelaus Bürgermeister Karlheinz Roth: „Tolle Veranstaltung, schöne Kulisse,
viele Impulse! Eine gute Gelegenheit zum Austausch untereinander. Der AKDB ist die Themenauswahl
gelungen: Alle Arbeitsprozesse sind ja von der Digitalisierung bestimmt. Dafür brauchen wir die richtigen Werkzeuge und die finde ich hier an den Präsentationsständen.“