News der AKDB

12.02.2014

Bürgerservice-Portal jetzt auch in Wiesbaden

Vorstellung des Bürgerservice-Portals: Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, AK

Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden hat in Kooperation mit der AKDB und mit Unterstützung des Bundesinnenministeriums ein Bürgerservice-Portal für das Bürgeramt eingeführt. Der neue Online-Service ist seit 10. Dezember für alle Wiesbadener verfügbar.

"Ich freue mich sehr darüber, dass wir unseren Bürgern mit dem neuen Angebot Zeit und Wege ersparen. Als Service werden Dienstleistungen als Online-Dienste angeboten, dazu gehören Meldebestätigung, Aufenthaltsbescheinigung und Führungszeugnis. Der Zugang zu allen Online-Diensten ist frei", sagte Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich. Wiesbaden benötige eGovernment, es biete neben den Vorteilen für die Bürger auch Chancen zur Verwaltungsmodernisierung. "Das Bürgerservice-Portal ist ein großer Schritt zur dienstleistungsorientierten und bürgerfreundlichen Verwaltung. Das Selbstverständnis der öffentlichen Verwaltung muss sich ändern, weil die Erwartungen unserer Bürger in Richtung einer optimierten, transparenten und barrierefreien Verwaltung steigen", betonte der Oberbürgermeister.

Das Bürgerservice-Portal bietet gleich mehrere Vorteile: Es nutzt den neuen Personalausweis und – für Nicht-EU-Bürger – den elektronischen Aufenthaltstitel zur sicheren Identifikation und Authentifizierung. Die für den Online-Dienst notwendigen Daten werden daraufhin automatisch ausgelesen. Die Weiterverarbeitung im Bürgeramt wird medienbruchfrei im Fachverfahren, wie beispielsweise dem Einwohnermeldewesen OK.EWO, abgeschlossen.

Die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium und IT-Beauftragte der Bundesregierung, Cornelia Rogall-Grothe, bekräftigte das große Interesse des Bundes an innovativen Handlungsfeldern in Kommunen und begrüßte die Bereitstellung von Bürgerdiensten, die mit der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises genutzt werden können: "Die Online-Ausweisfunktion bietet den Bürgern einen einfachen und zuverlässigen Schutz ihrer elektronischen Identität im Internet."

Wiesbadens Ordnungsdezernent, Stadtrat Dr. Oliver Franz, betonte auf der Pressekonferenz die große Chance der neuen Portaltechnologie für die Stadt Wiesbaden. Damit seien Verwaltungsdienstleistungen von überall und rund um die Uhr verfügbar und die Bürger unabhängiger von Ort und Öffnungszeiten der Verwaltung. Das Bürgeramt sei einer der am stärksten frequentierten Dienstleistungsbereiche in der Wiesbadener Stadtverwaltung. "Deshalb ist das Bürgerservice-Portal gerade mit den Online-Diensten aus dem Meldebereich ein großer Schritt in eine moderne Verwaltung", so Dr. Franz, der ankündigte, das Bürgerservice-Portal mit weiteren Diensten aus dem Meldebereich, dem Personenstandswesen und der Kfz-Zulassung auszubauen. "Mit dem Einsatz dieses Bürgerservice-Portals zeigt die Stadtverwaltung abermals, dass sie innovativ, modern, fortschrittlich und sehr dienstleistungsorientiert ist." Der Dezernent dankte allen Beteiligten, "die das Projekt so tatkräftig unterstützt haben".

Der Vorstandsvorsitzende der AKDB, Alexander Schroth, äußerte sich aus der Sicht der Portal-Entwicklung: "Wir freuen uns, dass unser Bürgerservice-Portal auch außerhalb Bayerns immer mehr Anklang findet. Der Einsatz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und die damit verbundene Entlastung der Verwaltung zeigen, dass der von uns verfolgte Ansatz eines übergreifenden Bürgerkontos ein weiterer richtiger Schritt in ein bürgerorientiertes eGovernment ist", so Schroth.

Um das Bürgerservice-Portal betreiben zu können, benötigt die Stadt Wiesbaden eine spezielle Berechtigung des Bundesverwaltungsamtes. Damit legitimiert sich Wiesbaden, Online-Dienste, die mit der Internetfunktion des neuen Personalausweises genutzt werden können, anzubieten. Die Berechtigungsurkunden wurden vom Referatsleiter des Bundesverwaltungsamtes, Regierungsdirektor Klaus Wolter, an die Landeshauptstadt Wiesbaden übergeben.