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Bürger sind zunehmend digital unterwegs, Kommunen müssen sie begleiten

Die Lebenswirklichkeit der Bürger ist zunehmend digital, Kommunen müssen sie begleiten – und brauchen dafür geeignete Werkzeuge. Das war ein Motto, dem die Teilnehmer der Veranstaltung in Würzburg begegneten: Die Hausmesse Unterfranken war am 15. Mai 2019 zugleich auch Abschluss der Veranstaltungsreihe Techniktage. Onlinezugangsgesetz, IT-Sicherheit, Datenschutz und Outsourcing – über 300 Bürgermeister, IT-Leiter und Sachbearbeiter aller Fachamtsbereiche nutzten die Gelegenheit, um sich zu den Trends der Digitalisierung zu informieren und um sich untereinander auszutauschen.

Immer mehr Menschen nutzen ihr Smartphone wie selbstverständlich dazu, von unterschiedlichsten Serviceangeboten Gebrauch zu machen, zur Abwicklung ihrer Bankgeschäfte genauso wie zum Online-Shopping. Da Bürger diesen Service zunehmend auch von ihren Verwaltungen erwarten, müssen sich diese in Zeiten einer dynamischen Digitalisierung neu aufstellen. Niemand will sich noch einen Tag frei nehmen müssen, um ins Rathaus zu fahren und dort einen Passantrag zu stellen.

Wie Behörden dabei geeignete Werkzeuge einsetzen können, das vermittelten die Experten der AKDB und ihrer Systemhaustochter LivingData GmbH an den über 20 Präsentationsplätzen sowie in den stets gut gefüllten Auditorien. Das Interesse ist hier nicht zuletzt deshalb so groß, weil der Gesetzgeber mit dem Onlinezugangsgesetz den Druck auf Verwaltungen spürbar erhöht hat. Auf Hausmesse und Techniktagen erhielten die Kommunalvertreter Antworten auf Fragen, was das Gesetz konkret für sie bedeutet, welche Rolle neuen Authentifizierungsverfahren zukommt, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf den kommunalen IT-Betrieb insgesamt haben wird und wie AKDB, LivingData sowie die neue AKDB-Tochter GKDS – die Gesellschaft für kommunalen Datenschutz – bei diesen Herausforderungen unterstützen können.

Trend zum Outsourcing weiter stark

Eines der Topthemen war wieder einmal das Outsourcing. Dieser Trend entspricht nicht nur einem gestiegenen Sicherheitsbewusstsein der öffentlichen Verwaltungen, sondern gleichzeitig dem Wunsch nach mehr Entlastung, um sich künftig noch mehr den behördlichen Kernaufgaben widmen zu können. Entsprechend gut besucht waren die Vorträge, in denen die individuellen Next-Generation-Outsourcing-Angebote vorgestellt wurden, die eine komplette Befreiung vom eigenen IT-Betrieb zulassen.

Besondere Aufmerksamkeit erfuhren – neben dem Grußwort der bayerischen Digitalministerin Judith Gerlach – die beiden Gastreferenten: Hans-Peter Mayer vom Bayerischen Gemeindetag skizzierte aktuelle finanzpolitische Themen aus Sicht seines Verbandes – und vor dem Hintergrund der sich leicht eintrübenden Konjunktur. Die finanzielle Lage bayerischer Gemeinden sei insgesamt immer noch gut, dennoch gebe eine weiter relativ hohe Verschuldung sowie ein feststellbarer Investitionsstau gewissen Anlass zur Sorge, so Mayer.

Christian Holleber von der Sparkasse Mainfranken-Würzburg referierte über die Zeitenwende in der Finanzbranche und wies in diesem Zusammenhang auf die durch die Digitalisierung völlig veränderten Rahmenbedingungen im Zahlungsverkehr hin. Holleber wagte einen Blick in die Zukunft und prognostizierte, dass Chatbot und Voicebot die Effizienz und Verfügbarkeit bei Service-Anfragen erhöhen und Kosten reduzieren werden.

Warum komme ich zur AKDB? Hier sprechen unsere Kunden!

Ludwig Hahn, Kassenleiter, EDV- und Datenschutzbeauftragter der Verwaltungsgemeinschaft Theres im Landkreis Haßberge, Breitbandpate der Mitgliedsgemeinden: "Wenn man in einer Verwaltungsgemeinschaft für mehrere Bereiche zuständig ist, findet man hier so viele interessante Vorträge, dass kaum Zeit für eine Pause bleibt. Zumal Hausmesse und Techniktage an einem Tag stattfinden. Am meisten interessieren mich die Trends in der Digitalisierung und welche Lösungen die AKDB dafür anbietet. Für meine AKDB-Kontakte hier vor Ort habe ich einen Rucksack an Themen dabei. Ich frage vor der Hausmesse meine Mitarbeiter: Ich gehe zur AKDB, was wollt Ihr wissen, gibt es Anliegen, die ich mitnehmen soll?"

Erster Bürgermeister Markus Schenk, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt im Landkreis Würzburg: "Auf dieser Veranstaltung kann ich mich hervorragend mit Amtskollegen austauschen, das passt wirklich gut. Es ist eher das Problem, nicht alles an einem Tag miterleben zu können, viele interessante Vorträge laufen parallel. Wir sind mit unserer Verwaltungsgemeinschaft vor gut zwei Jahren zur AKDB gewechselt. Dass es eine gute Entscheidung war, haben wir an der positiven Resonanz unserer Mitarbeiter gemerkt. Der Weg in die Digitalisierung, den wir eingeschlagen haben, ist natürlich noch nicht zu Ende: Wir führen zum Beispiel gerade das Sitzungsmanagement SESSION ein, wollen dabei zunächst unsere Mitarbeiter mitnehmen, im Herbst die Gremien schulen und anschließend SESSION ausrollen. Wenn es Fragen zur IT gibt, dann sind die Vertriebsberater der AKDB für uns da, zu Katrin Kräuter etwa haben wir einen sehr guten Draht."

Michaela Cieslik, Kämmerin, stellvertretende Geschäftsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Hettstadt: "Uns hat der Vortrag von Hans-Peter Mayer vom Bayerischen Gemeindetag am besten gefallen. Mayer ist fachlich perfekt, ganz nah an den Verwaltungen, außerdem erzählt er erfrischend und kurzweilig. Von der AKDB interessieren uns alle Neuigkeiten aus den Finanzverfahren. Die verpflichtenden Vorgaben zur E-Rechnung werden wir in Kürze gemeinsam mit der AKDB umsetzen. Übrigens, unsere Verwaltung musste wegen der Generalsanierung des Rathauses zweimal umziehen: Auch in diesem Zusammenhang erwies sich das Outsourcing als vorteilhaft, für das wir uns schon vor vielen Jahren entschieden hatten."