News der AKDB

AKDB und Würzburger Studenten mit gemeinsamem Drohnen-Projekt

Für die Erstellung eines digitalen Friedhofsplans hat eine Gruppe Studenten der Universität Würzburg eine Drohne über den Friedhof von Kürnach bei Würzburg fliegen lassen. Ein Verfahren, das für Fachverfahren im GIS-Bereich künftig von großer Bedeutung ist.

Im Rahmen eines Pilotprojekts helfen nun Drohnenflüge bei der Erstellung digitaler Friedhofspläne.

Schnell und präzise 3D-Landschaftsmodelle und Reliefkarten erstellen, die man mit Katasterdaten anreichern kann. Für eine noch bessere Verwaltung von kommunalen Liegenschaften und Friedhöfen. Digitale Geländemodelle werden heute mit Luftbildaufnahmen vom Satelliten oder vom Flugzeug aus gemacht. Und sind ziemlich teuer. In Zukunft könnten immer mehr High-Tech-Drohnen zum Einsatz kommen. Unter der Projektleitung der AKDB hat eine Gruppe Studenten des Instituts für Geografie und Geologie an der Universität Würzburg im Rahmen einer Bachelor-Arbeit eine digitale Erfassung des Friedhofsgeländes in Kürnach durchgeführt. Beim Jungfernflug anwesend waren außerdem Projektleiter Hendrik Flock von der AKDB und der Bürgermeister von Kürnach, Thomas Eberth.

Florian Baumgartner, der seine Bachelor-Arbeit am Lehrstuhl für Fernerkundung schreibt, hatte im Vorfeld die Flugroute und die Flugdaten einprogrammiert: "Die Drohne arbeitet völlig autonom und sehr genau, wobei immer eine direkte Sichtverbindung besteht", so Baumgartner.

Die Drohne flog 15 Minuten in einer Höhe von 30 Metern und nahm dabei über 200 Bilder auf. Mithilfe einer Spezialsoftware werden diese dann zu einem hochpräzisen dreidimensionalen Gesamtbild zusammengesetzt. Für Verwaltungen hat das Projekt einen ganz besonderen Stellenwert. Hendrik Flock: "Digitale Pläne mittels Drohnenbefliegung zu erzeugen, ist ein neuer Meilenstein bei der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung. Wir sind begeistert, diese bahnbrechende Entwicklung begleiten zu können!" Auch der Bürgermeister freut sich: "Neue Projekte zur Digitalisierung unterstützen wir selbstverständlich immer gerne. Noch dazu, wenn unsere Friedhofsverwaltung damit einen digitalen Friedhofsplan gewinnt und diesen in der Praxis nutzen kann", sagte er.

Die Gemeinde Kürnach nutzt für ihre Friedhofsverwaltung heute Software der AKDB: Die Bearbeitung von Sterbefällen, Sicherheitsprüfungen, Mängeln oder das Management von Grabnutzungsrechten – all das wird mit TERAwin FRI der AKDB durchgeführt. Mit Hilfe optionaler Zusatzleistungen können Gräber auf den eingescannten oder digitalisierten Friedhofsplänen visualisiert werden. Über mobile Endgeräte können Daten direkt am Friedhof erfasst werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit für statistische Auswertungen. Exakte Friedhofspläne erleichtern diese Aufgabe, weil man sich etwa Vor-Ort-Begehungen sparen kann und immer genaue Daten zur Verfügung hat. Projekte wie das der AKDB und der Uni Würzburg machen dies für immer mehr Kommunen zum Standard.